Energieausweis kommt

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Verein Haus und Grund informiert Immobilienbesitzer in der Kultura

Von Gerhard Gutbrod
Wärmedämmplatten von solcher Stärke werden die Energiebilanz dieses Neubaus sicherlich günstig beeinflussen.Foto: Gerhard Gutbrod
Wärmedämmplatten von solcher Stärke werden die Energiebilanz dieses Neubaus sicherlich günstig beeinflussen.Foto: Gerhard Gutbrod

Öhringen - Topaktuell war die Information, die der Öhringer Haus- und Grundbesitzerverein rund 250 Mitgliedern und Gästen in der Kultura vermittelte: Der Energieausweis kommt. Dieser Beschluss des Bundesrates steht seit dem 8. Juni 2007 fest. Rainer Baumann, Vorsitzender von Haus und Grund Öhringen, hatte mit Detlef Manger, Geschäftsführer vom Immobilienverband Deutschland, und Stefan Schepper von der Firma Minol zwei Referenten verpflichtet, die kompetent und anschaulich die neue Situation erläuterten.

Worum geht es beim Energiepass? In erster Linie um Energieeinsparung, aber auch um Maßnahmen zur Wärmedämmung durch Vermieter oder Verkäufer einer Immobilie. Konkret will die Bundesregierung den Druck auf diesen Personenkreis erhöhen, ihr Objekt energetisch aufzurüsten. Und zusätzlich soll ein Papier geschaffen werden, das Käufer oder Mieter über die zu erwartenden Energiekosten informiert.

„Für 72 Prozent aller Miet- oder Kaufinteressenten stellt der Energieverbrauch ein wichtiges Entscheidungskriterium dar“, berichtete Detlef Manger. „Damit verschieben sich auch die Schwerpunkte bei der Auswahl einer Immobilie. Denn neben der Lage rückt nun die energetische Qualität immer stärker in den Fokus.“ Die Eckdaten zur schrittweisen Einführung des Energieausweises stehen schon fest: 1. Juli 2008 für Wohngebäude, die bis 1965 errichtet wurden. Zum 1. Januar 2009 kommen dann die jüngeren Wohngebäude hinzu. Ab dem 1. Juli 2009 auch sämtliche anderen Gebäude, also auch gewerbliche Immobilien.

Der Energieausweis, der zehn Jahre Gültigkeit hat, muss dann vor jeder Neuvermietung oder jedem Verkauf eines Objektes dem Miet- oder Kaufinteressenten vorgelegt werden. Bei Neubauten wird der Energiepass vom Architekten oder Bauingenieur in zwei Varianten ausgestellt - als Bedarfs- und als Verbrauchsausweis. Um den Energiebedarf eines Hauses festzustellen, sind umfangreiche Berechnungen nötig, der Ausweis wird deshalb mit rund 400 Euro zu Buche schlagen. Die Daten für den Verbrauchsausweis werden aus den letzten drei Heizkostenrechnungen ermittelt und verursachen Kosten von maximal 50 Euro. Stefan Schepper demonstrierte an der Leinwand, wie ein solcher Energiepass aussieht und wie er auszufüllen ist. Die Fachleute zeigten sich überzeugt davon, dass ein energiesparendes Gebäude, das durch den Energieausweis als solches kenntlich gemacht wurde, für Miet- oder Kaufinteressenten wesentlich attraktiver wird. Im Anschluss an die Referate hatten die Besucher noch Gelegenheit Fragen zu stellen und sich über Details auszutauschen.

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