Eine deutsch-afrikanische Hochzeit in Zweiflingen

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Herbert Lommatzsch aus Eichach erhält goldene Ehrennadel des Landesjagdverbandes für 50 Jahre Jagdhornblasen

Von Hartmut Müller
In der Afrikahalle in Eichach:. Hier fühlen sich Herbert Lommatzsch, seine Frau Joyce und ihre Tochter Mercy zu Hause. (Foto: Hartmut Müller)
In der Afrikahalle in Eichach:. Hier fühlen sich Herbert Lommatzsch, seine Frau Joyce und ihre Tochter Mercy zu Hause. (Foto: Hartmut Müller)

Von Hartmut Müller

Jagdhornblasen, Afrika, Jagd und Naturschutz sind seine Leidenschaft. Für 50 Jahre aktives Jagdhornbläserleben wurde Herbert Lommatzsch aus Eichach kürzlich mit der goldenen Ehrennadel des Landesjagdverbandes geehrt, die nur wenige bekommen.

Jagdhornblasen sei „ein großer Programmpunkt in meinem Leben“, betont er. Nicht nur dafür setzt er sich ein. Für die Kreisjägervereinigung ist er seit mehr als 30 Jahren Ausbilder bei den Jägerprüfungen im Fach Wildkunde und Wildkrankheiten und hat Schulungsräume in Obersöllbach und Grünbühl eingerichtet. An die 30 Jahre leitete Lommatzsch auch den Hegering Öhringen. Nicht nur Hege und Jagd sind ihm ein Anliegen, sondern auch der Natur- und Vogelschutz. So ist er maßgeblich beteiligt am Eulenschutzprogramm im Hohenlohekreis.

Das Blasen mit Fürst-Pless-Hörnern begann Herbert Lommatzsch 1956 in Freudenstadt. Zusammen mit Adam Zahnen (Heilbronn) gründete er dort die Bläsergruppe. 1959 kam Lommatzsch während seiner Berufsjägerlehre als Jagd- und Zuchtzwingergehilfe nach Kleinhirschbach zu Otto Geschke. Hier kam Förster Hugo Deubler zu ihm und bat ihn, bei einer kleinen Gruppe von Förstern mitzublasen. Daraus wurde 1961 die Öhringer Jagdhornbläsergruppe. Lommatzsch machte die Berufsjägerprüfung in Springe, kam zu Paul Meister nach Öhringen, wo er seine Frau Brigitte kennen lernte und das große Meistersche Revier in der Gemeinde Zweiflingen betreute.

Mit Meister ging Lommatzsch mehrmals auf Safari nach Afrika, und zwar in Tansania, Uganda, Kenia, Namibia, Simbabwe, Südafrika und Botswana. Auch private Reisen führten ihn nach Afrika. Der „Bazillus africanus“ habe ihn erwischt, meint Herbert Lommatzsch. Beim Blick auf den Kilimanjaro sagte er : „Eines Tages werde ich oben stehen“. 1991 stand er auf dem höchsten Berg Afrikas. Nicht nur diesen Kontinent liebt er, sondern auch Hohenlohe. In Eichach kauften sich Lommatzschs 1981 das Haus, „in das ich verliebt war“.

2004 wieder in Kenia, verliebte sich Witwer Lommatzsch in Mombasa in eine hübsche Kenianerin. „Die, wenn ich zu Hause hätt’...“ sagte er zu seinem Freund Günter Metzger. „Frag’ sie doch“, empfahl er. Kürzlich heiratete Lommatzsch die Kenianerin Joyce Karonjo in Zweiflingen. Zu den Gratulanten gehörten Bürgermeister Klaus Gross, die Jagdhornbläsergruppe sowie Kreisjägermeister und Bürgermeister Andreas Köhler aus Krautheim. Bei der Hochzeitsfeier in Metzgers Scheune in Eichach war schon zu hören: „Kwa heri (auf ein Wiedersehen) Kenia“.

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