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Dörzbach

Ein Neubau ist für Dörzbach nicht finanzierbar

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Wie die Pläne zur Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrhauses in der Ortsmitte von Dörzbach aussehen und was das für Bürgersaal, DRK und Musikverein bedeutet, die dort aktuell untergebracht sind.

Das Feuerwehrgebäude in Dörzbach beherbergt auch den Bürgersaal und Räume für Musikverein und DRK. Das soll auch nach dem Umbau so bleiben.
Foto: Archiv/Ludwig
Das Feuerwehrgebäude in Dörzbach beherbergt auch den Bürgersaal und Räume für Musikverein und DRK. Das soll auch nach dem Umbau so bleiben. Foto: Archiv/Ludwig  Foto: Ludwig

Die Feuerwehr ist seit Jahren ein Sorgenkind der Gemeinde Dörzbach. Die vorhandenen Gebäude in den vier Ortsteilen sind alle sanierungsbedürftig, nicht mehr zeitgemäß und entsprechen nicht den Anforderungen einer schlagkräftigen Feuerwehr. Um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, ließ man einen Neubau mit angeschlossener Mehrzweckhalle im Gewerbegebiet prüfen. So hätte man auch gleich die sanierungsbedürftige Gemeindehalle Universum und die Turnhalle an der Schule ersetzen können.

Aktuellen Stand präsentiert

Doch bekanntermaßen ist Dörzbach finanziell eher auf Dornen denn auf Rosen gebettet - und so zerplatzten die Träume vom Neubau. Parallel hatte man sich allerdings auch die Möglichkeit einer Sanierung des Bestands offen gehalten und diese prüfen lassen. Der aktuelle Stand war nun Thema im Gemeinderat.

Demnach soll das vorhandene Gebäude in der Dörzbacher Ortsmitte umgebaut, saniert und erweitert werden. "Im Grunde wird das Gebäude in den Rohbauzustand versetzt", so Architekt Max Ertel. Bürgermeister Andy Kümmerle betont, dass die Pläne eng mit der Freiwilligen Feuerwehr abgestimmt worden seien. Neben der Dörzbacher Abteilung sind hier künftig auch die Kameraden aus Laibach und Meßbach integriert. Neben der Feuerwehr sind in dem Multifunktionsgebäude aber auch ein Bürgersaal, der Vereinsraum des Musikvereins sowie das Deutsche Rote Kreuz untergebracht - und das soll auch weiter so bleiben. Wie diese Nutzungen trotz einer Vergrößerung der Feuerwehrräume möglich bleiben sollen, erläutert Ertel.

Viele Änderungen für mehr Platz

Vorgesehen ist ein Anbau an die bisherigen Fahrzeuggaragen mit Erdgeschoss und Dachgeschoss. Der Anbau erweitert das Magazin um drei Fahrzeugstellplätze und ein Treppenhaus mit Aufzug. Auf der anderen Seite des Gebäudes soll im hinteren Bereich ebenfalls eine Erweiterung angeschlossen werden, die Unter- und Erdgeschoss umfasst. Die Treppe, über die man derzeit in den Bürgersaal im Dachgeschoss gelangt, wird abgebrochen. Die Feuerwehr erhält an der Stelle im Erdgeschoss ihren Haupteingang.

Die Wehr verfügt dann über Umkleiden, Duschen, WCs, jeweils für Männer und Frauen, einen Bereitschafts- und einen Lagerraum sowie über ein Magazin mit Platz für sechs Fahrzeuge. Im Dachgeschoss sind zudem ein Büro, ein Versammlungsraum wie auch eine Teeküche untergebracht. Ein großes Foyer unterteilt das Geschoss, in dessen rechtem Flügel dann unter anderem Bürgersaal und Vereinsraum folgen. Im Untergeschoss, das über ein weiteres Treppenhaus in der Mitte des Gebäudes zugänglich ist, finden sich unter anderem Versammlungsräume für die Jugendfeuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz.

Zuschüsse beantragen

In Stein gemeißelt sei die Aufteilung zwar noch nicht, doch "jetzt geht es erst einmal darum, ob wir so weiter planen können. Das entspricht noch keinem Bauantrag", stellt Kümmerle klar. Jedoch wolle man mit dem Planungsstand schnellstmöglich einen Zuschussantrag über zwei Millionen Euro beim Ausgleichsstock beantragen. Das höchste, was hier je bewilligt wurde, seien jedoch 1,5 Millionen, dämpft Kämmerin Silke Spirk die Erwartungen. Weiter rechne man aber mit 135 000 Euro aus dem sogenannten ZFeu (Zuschuss Feuerwehrwesen) und mit mindestens 832 000 Euro aus dem Städtebaulichen Sanierungsprogramm. "Hier sind bis zu 1,2 Millionen Euro drin", sagt Andy Kümmerle.

Dörzbach, so betont der Bürgermeister, mache nichts ohne entsprechende Förderung. Das könne man sich schlicht nicht leisten. Die aktuelle Kostenschätzung für das Projekt liegt bei 4,6 Millionen Euro, inklusive Photovoltaik-Anlage und Heizung, wie Architekt Ertel hervorhebt. Je nach Höhe der Förderung müsse man eventuell noch Abstriche machen, um den Eigenanteil bewerkstelligen zu können, ergänzt Kümmerle. Läuft alles planmäßig und die Zuschüsse fließen in gewünschter Höhe, könnte es im Frühjahr 2025 mit dem Bau losgehen.

 
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