Die neue Mensa ist ein Wohlfühlfaktor
Die August-Weygang-Gemeinschaftsschule in Öhringen präsentiert ihren Mensa-Anbau mit 90 Plätzen, Vorbereitungs- und Ausgabeküche. Insgesamt investiert die Stadt 1,3 Millionen Euro in umfangreiche Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten an der Schule.

Aus der Mensa dringt am Samstagvormittag schon der Duft nach Mittagessen durch die Verbindungstür in die Aula der August-Weygang-Gemeinschaftsschule. Aber noch ist es nicht soweit, dass sich die angemeldeten Gäste beim Tag der offenen Tür in der neuen Schulmensa Nudeln mit wahlweise Bolognese-, Basilikum-Pesto- oder Lachssoße schmecken lassen dürfen. Zuvor ist eine kleine Feier angesetzt, zu der Schulleiter Marcus Mader Stadträte, Eltern, Schüler, Lehrer und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und alle am Schulleben Beteiligten willkommen heißt.
"Unser Tag"
"Das ist unser Tag, der perfekte Tag" singt Jasmin Dietz. Die Sängerin der Jazzophonics umrahmt, begleitet am Flügel von Gottfried Stecker, ehemals Musiklehrer an der Schule, die Feier. Französischlernende der Klassen 6a und 6b führen unter Leitung von Ebru Tok ein kurzes Theaterstück auf. "Es ist tatsächlich unser Tag" freut sich Rektor Mader, "denn etwas geht nun in Erfüllung, was wir uns als Schule gewünscht haben."
Im Herbst 2013 habe man an der Schule begonnen, ein völlig neues Schulkonzept zur Errichtung einer Gemeinschaftsschule zu schreiben. Nach diesem Konzept habe man nach und nach in den vergangenen sechs Jahren das Schulgebäude weiterentwickelt und angepasst. Inzwischen seien neun Klassenzimmer mit modernen Lernmöbeln, die individuelles und kooperatives Lernen unterstützen, ausgestattet. 2016 seien die beiden Naturwissenschaftsräume auf der Grundlage der neuesten Anforderungen modernisiert und umgebaut worden.
Warmes Mittagessen
Zum Konzept einer Gemeinschaftsschule gehört, dass die Kinder in der Schule ein warmes Mittagessen erhalten. Gab es für die Schüler im Ganztagsbetrieb bislang schon eine provisorische Mensa in einem ehemaligen Aufenthaltsraum mit 40 Plätzen, wurde diese jetzt durch einen Anbau in Richtung Weygangstraße auf 90 Plätze erweitert. Die Essen werden in zwei Schichten ausgegeben, so dass 180 Schüler versorgt werden können.
Umgebung soll motivieren
"Ein kleiner Meilenstein" sei die Inbetriebnahme der neuen Mensa, sagt Mader. Sie hat auch eine neue Vorbereitungs- und Ausgabeküche. Untergebracht ist jene in einem Container, der am Anbau angedockt ist. Vor drei Wochen hat die neue Mensa dann ihren Betrieb aufgenommen. Mit der Umgestaltung seien alle sehr zufrieden, unterstreicht Mader. Es sei der Schule sehr wichtig, dass ihre Schüler sich in einer ansprechenden und motivierenden Umgebung aufhalten. "Das unterstützt den Lernprozess und den Wohlfühlfaktor." Und eine angemessene Umgebung gebe es nun auch, um das Mittagessen einzunehmen.
Dieses wird von dem Cateringunternehmen Sander aus Wiebelsheim im Hunsrück zweimal wöchentlich geliefert. Zubereitet werden die Mahlzeiten im sogenannten Cook and Chill (Kochen und Kühlen). Bei diesem Konzept werden die Speisen vorgegart und kalt angeliefert und vor Ort in der Mensa-Küche regeneriert. Dass das Essen schmeckt, können sich am Samstag die Gäste der offiziellen Mensa-Eröffnung überzeugen. Die Mitarbeiterinnen Doris Nodes, Brigitte Seger und Kerstin Roth haben alle Hände voll zu tun, um dem Ansturm Herr zu werden.
Modernisierung
Die neue Mensa ist Teil umfangreicher Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten, die Pfingsten 2018 unter Leitung der Öhringer Architektin Julia Bernhardt, unterstützt von Manfred Escherle vom Stadtbauamt, an der August-Weygang-Gemeinschaftsschule begonnen haben. Insgesamt 1,3 Millionen Euro (abzüglich Landeszuschuss) investiert die Stadt. Vieles erstrahlt bereits in neuem Glanz, manches wie die Gestaltung der Außenanlagen ist noch zu tun. Wichtige Themen sind Brandschutz und Amokalarm. Es wurden 13 neue Brandschutztüren und Außentreppen als Fluchtwege sowie eine Amokanlage installiert. Erneuert wurden auch die Beleuchtung und die Farbgestaltung in den Fluren des Hauptgebäudes. Zusätzliche moderne Schülerarbeitsplätze außerhalb der Klassenzimmer wurden geschaffen.
Mit Blumen und Weinpräsent bedankte sich Rektor Marcus Mader am Samstag bei Julia Bernhardt, Manfred Escherle und Hausmeister Michael Fernolendt für ihren Einsatz bei den Arbeiten.


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