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Der Mann mit dem besonderen Kick

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Tim Stadelmayr ist der Einzelkämpfer unter den Mannschaftssportlern. Der Künzelsauer ist Kicker beim deutschen Meister im American Football, den Schwäbisch Hall Unicorns. Und seit Samstagabend ist er auch Hohenloher Sportler des Jahres 2017.

Sportler des Jahres: Tim Stadelmayr von den Schwäbisch Hall Unicorns.
Sportler des Jahres: Tim Stadelmayr von den Schwäbisch Hall Unicorns.  Foto: Mugler, Dennis

Tim Stadelmayr ist der Einzelkämpfer unter den Mannschaftssportlern. Der Künzelsauer ist Kicker beim deutschen Meister im American Football, den Schwäbisch Hall Unicorns. Und seit Samstagabend ist er auch Hohenloher Sportler des Jahres 2017. Sein Arbeitstag besteht in erster Linie aus warten. Selbst wenn er viele Einsätze in einem Spiel hat, steht er nur wenige Minuten auf dem Feld. Und trotzdem ist der Kicker eine zentrale Figur im Football. Nach dem Touch Down kann er für einen Extrapunkt sorgen oder er wird gerufen, um ein Field Goal zu erzielen. "Aber auch ich bin von der Mannschaft abhängig. Nur wenn sie gut ist, komme ich zum Kicken", sagt er. Er muss bereit sein, wenn sein Können gefragt ist. "Sobald die Offense auf das Feld geht, bereite ich mich vor", sagt Stadelmayr. Will heißen, Helm auf, Muskeln aufwärmen und in den Bewegungsablauf kommen. "Die Bewegung ist im Gegenteil zu einem Fußballer standardisiert. Sie ist immer gleich", sagt Stadelmayr. Es gibt kein Schlenzen, kein Anschneiden.

Vor drei Jahren kam der Ex-Fußballer zu den Unicorns. Zunächst trainierte er auf anderen Positionen. "Dann hab ich mal gefragt, ob ich kicken darf", sagt der Künzelsauer. Er durfte. Und er wurde schnell zur Stammkraft. Und beim Finale um die deutsche Meisterschaft gegen Seriensieger Braunschweig erzielte er den entscheidenden Punkt zum 14:13-Sieg.

Ende April beginnt für ihn die Saison mit den Unicorns. Seit Januar wird bereits trainiert. Und das Ziel lautet Titelverteidigung. Wohl wissend, dass die Konkurrenz groß ist. "Aber wir haben uns verstärkt. Wir bekommen mittlerweile gute Spieler, weil wir gute Coaches haben." Am Geld liegt es nicht. Das fließt bei den Unicorns kaum. mars

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