Der Kirche eine Stimme geben

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Die Kandidaten zur Wahl der evangelischen Landessynode stellten sich vor

Von Annette Wenk
Werben um die Stimmen der Wähler (von links): Margarete Mühlbauer, Georg Ottmar, Siegfried Jahn, Andrea Bleher, Edith Klug und Christian Horn.Foto: Annette Wenk
Werben um die Stimmen der Wähler (von links): Margarete Mühlbauer, Georg Ottmar, Siegfried Jahn, Andrea Bleher, Edith Klug und Christian Horn.Foto: Annette Wenk

Künzelsau - Ein Theologe und zwei Laien vertreten in der württembergischen Landessynode den Wahlkreis 11, zu dem Künzelsau, Schwäbisch Hall und Gaildorf gehören. Am Sonntag, 11. November, findet die Kirchenwahl statt. Slogan: „Der Kirche eine Stimme geben“. Höchste Zeit also, dass die Wählerinnen und Wähler aus Hohenlohe sich ein Bild von ihren Kandidatinnen und Kandidaten machen.

Im Johannesgemeindehaus in Künzelsau fand der erste von drei Vorstellungsterminen im Raum Künzelsau statt. Drei von vier Gruppierungen, die auf Landesebene antreten, schicken auch in diesem Wahlbezirk ihre Kandidaten ins Rennen: „Evangelium und Kirche“, die „Lebendige Gemeinde“ und die „Offene Kirche“ mit jeweils zwei Bewerberinnen oder Bewerbern.

Damit alles ganz fair über die Bühne geht, hatten sich die Moderatoren Dr. Michael Kannenberg und Richard Gebert ein ausgeklügeltes System der Vorstellungsreihenfolge in mehreren Runden überlegt. Die Kandidaten von „Evangelium und Kirche“, Schwester Margarete Mühlbauer, Diakonisse im Diak in Schwäbisch Hall, und Georg Ottmar, Pfarrer am Diak Schwäbisch Hall, äußerten sich im Sinne des Wahlslogans „Kirche ist mittendrin“. „Ich möchte, dass alle Menschen ihren Platz in der Gemeinde haben - auch Alte, Kranke, Menschen die arbeitslos, allein lebend sind.“ Dies liegt Margarete Mühlbauer am Herzen.

Für Georg Ottmar ist auch der Blick über den eigenen Kirchturm hinaus wichtig. „Die Kirche vor Ort braucht Ergänzung durch Netzwerke.“ Für die Kandidaten der „Lebendigen Gemeinde“ ist die Gemeinde vor Ort der zentrale Punkt ihrer Arbeit. Die Gemeinde als „erfahrbare Gemeinschaft für die Menschen“ sieht Siegfried Jahn, Pfarrer in Gschwend. Ihr würde er auch in finanzieller Hinsicht den Vorrang einräumen.

Andrea Bleher, Agraringenieurin und Hausfrau, legt großen Wert auf Kinder- und Jugendarbeit und Unterstützung für die Familie. „Ich wünsche mir, dass die Kirche in die Gesellschaft ausstrahlt.“ Die „Offene Kirche“ vertreten Edith Klug, Familienfrau und Christian Horn, Pfarrer i.R. „In der Nachfolge Jesu geht es zentral um die Sorge für die Armen und Benachteiligten“, betont Christian Horn die soziale Verpflichtung.

Edith Klug schließlich möchte dabei auch „Kirche als einen Raum erlebbar machen, in dem der respektvolle Umgang mit anderen Religionen als Beitrag zum Weltfrieden selbstverständlich ist.“

Weitere Informationen

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben