Bye, bye Langenburg
Langenburg - Es war nur ein kurzer Besuch von Prinz Charles in Hohenlohe. Und dennoch hat der britische Thronfolger Spuren bei den Menschen hinterlassen. Trotz Termindruck machte er am Dienstagvormittag Halt vor dem Café Bauer in Langenburg.
Langenburg - Es war nur ein kurzer Besuch von Prinz Charles in Hohenlohe. Und dennoch hat der britische Thronfolger Spuren bei den Menschen hinterlassen. Offen, freundlich, volksnah, beschreiben ihn die Menschen in der Region. Trotz Termindruck machte er am Dienstagvormittag (sehr stilvoll im Oldtimer) Halt vor dem Café Bauer in Langenburg, lauschte dem Kindergarten-Chor, trug sich ins Goldene Stadtbuch ein und warf anschließend einen Blick in die berühmte Backstube, in der das Traditionsgebäck Wibele hergestellt wird.
Im Grunde sollte es ganz geheim bleiben, dass der Onkel zweiten Grades von Philipp Fürst zu Langenburg sich noch einmal in der Stadt zeigt. Nur der Kindergarten und die Schule, sowie eine Handvoll Pressevertreter waren eingeweiht. Aber: „Wenn solche Prominenz da ist, spricht sich das eben rum“, sagt eine junge Mutter. Und so waren es doch ein paar mehr, die bei strahlendem Sonneschein rund um die Bäckerei standen.
Aber: Alles noch im Rahmen, findet auch Bürgermeister Wolfgang Class kurz bevor Prinz Charles vorfährt. „Ich finde es toll, dass er sich so volksnah zeigt“, sagt Class, der angesichts seines hohen Gastes doch etwas nervös vor seiner Ansprache wirkt. „Hoffentlich versteht er es. Wir mit unserem Hohenloher Englisch haben ja nicht den besten Ruf.“
Englisch gepaukt
Im Café Bauer indes sind die Regale mit frischen Wibele gefüllt, aus dem Präsentkorb blinken hübsch verpackt Wibele, Gebäck und Nougatpralinen, die der Thronfolger als Präsent mit nach England bekommen soll. Roland Meidlinger, seine Frau Andrea und die Kinder Irina und Lars, der für den hohen Besuch eine Stunde Englisch an der Hochschule verpasst, stehen bereit. Sohn und Tochter übernehmen die Begrüßung und haben fleißig Englisch gepaukt. „Die Aussprache soll schon stimmen“, betont die 24-jährige Irina Meidlinger.
Draußen geht ein Ruck durch die Menge. In gemächlichem Tempo fährt der Prinz mit einem schmucken Oldtimer vor. Fürst Philipp steuert den Wagen. Charles sitzt entspannt daneben, steigt langsam aus, blickt fast prüfend in die Menge, lacht die Zuschauer schließlich herzlich an und zeigt auf die Gruppe Kinder, die sich vor der aufgestellt haben.
„Wunderbar, brilliant“, lobt er die jungen Sänger nach ihrem Auftritt. Seinen jungen Gästen widmet er besondere Aufmerksamkeit. Behutsam streicht er dem sechs Monate alten Jan über seine Mütze. Mama Laura Göller (26) strahlt: „Ich habe ihn einfach mit königlicher Großvater angesprochen und da hat er sich zu mir umgedreht und mit mir gesprochen.“
Kameras in Reichweite
Während Sicherheitsleute, Polizei und die Bürger vor dem Café Bauer warten, geht der Prinz neugierig ins Café - und lässt sich Zeit. Die Zuschauer draußen halten die Digitalkameras in Reichweite des Eingangs. In der Backstube werden Fotos fürs Familienalbum geschossen. „Quick, quick“, sagt eine Dame, die wohl zum Gefolge gehört. Prinz Charles bleibt weiter drinnen. Irmtraud Albert und Eva Striffler warten und amüsieren sich prächtig. „Ich glaube, Charles backt mit“, sagt Eva Striffler und lacht. So lange wird die hiesige Hoheit genau beäugt.
Der Fürst zu Hohenlohe Langenburg schaufelt den Weg frei, bis der Prinz schließlich noch ein letztes Mal Hände schüttelt und sich mit den Schülern unterhält, bevor er wieder in seinen BMW steigt. Gefolgt von einigen Autos verabschiedet sich der Besuch. Bei seiner letzten Stippvisite dauerte das Wiedersehen 40 Jahre. Wenn es nach den Langenburger geht, könnte der nächste Besuch bald folgen. Bürgermeister Class findet: „Gerne auch mit William und Kate.“


Stimme.de
Kommentare
am 29.05.2013 08:35 Uhr
Es ist ja nicht meine Art, mich über andere lustig zu machen - aber das, was ich im Fernsehen gesehen habe hatte schon Comedycharakter.
Die Rede vom Prinzen von Langenburg auf Englisch.
Also das hätte er besser bleiben lassen sollen.
Das war peinlich. Dann besser gar keine Rede.
Gegen ihn ist Öttinger ein Sprachgenie.
Sorry - aber das ging gar nicht!
am 29.05.2013 20:16 Uhr
...verstanden haben. Beim Öttinger bin ich mir da nicht so sicher...