Auf dem Campingplatz am Neumühlsee kehrt wieder Leben ein
Am kommenden Wochenende werden auf dem Campingplatz am Neumühlsee in Waldenburg so manche Wohnwagen und Zelte erwartet. Polizei und Ordnungsamt kontrollieren weiter, ob die Abstandsregeln eingehalten werden.

An einem der touristischen Hotspots der Stadt kehrt sukzessive wieder Normalität ein. Freilich die vielzitierte neue Normalität: Denn am Neumühlsee darf seit Kurzem wieder geplanscht werden - und der benachbarte Campingplatz wird langsam, aber sicher wieder von Zelten und Wohnwagen erobert.
"Aktuell ist wenig los"
"Aktuell ist noch recht wenig los, aber wir hoffen aufs kommende Wochenende, das für viele Menschen ja ein langes Wochenende sein wird", sagt Campingplatz-Geschäftsführer Frank Schünemann zur Hohenloher Zeitung. Mittlerweile herrsche dort quasi wieder Normalbetrieb - freilich unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln.
Voraussetzung für Rückkehr der Dauercamper
Die Rückkehr zum gewohnten Leben - sie war auch auf dem Campingplatz, wo rund 600 Dauercamper ihre Wagen stehen haben, eine schrittweise: "Am 18. Mai konnten wir unseren Dauergästen gestatten, wieder auf den Platz zu kommen", berichtet Schünemann. Die Voraussetzung war, dass die Fahrzeuge eine autarke sanitäre Versorgung der Camper ermöglichen konnten: Denn alle sanitären Anlagen mussten weiterhin geschlossen bleiben.
Zelte waren in dieser Phase gar nicht erlaubt, wie Schünemann berichtet, der sich von der Stadtverwaltung im Prozess der Wiederöffnung nicht immer optimal begleitet gefühlt hat: "Die Unterstützung der Stadt hätte deutlich besser sein können, wenngleich sich wenigstens die Tourismus-Beauftragte sehr für uns eingesetzt hat."
Gespräche mit der Landesregierung
Ehe die Geschäftsführer am 29. Mai dann wieder die sanitären Anlagen - und damit gleichsam die Tore für alle Camping-Freunde - öffnen durften, wurden zahlreiche Gespräche geführt. "Wir haben auch bei der Landesregierung und dem Landratsamt angerufen", berichtet Schünemann.
Noch freilich brauche alles Zeit zum Anlaufen. Über Pfingsten sei es noch recht ruhig gewesen. "Wenn jetzt der Badebetrieb endlich wieder erlaubt ist, dann wird es auch bei uns hoffentlich bald voller", hofft der Geschäftsführer. Klar ist aber auch: Umso mehr sich Campingplatz und Seeufer wieder füllen, desto wichtiger wird die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln.
Bereits einige Verstöße
"Unser kommunaler Vollzugsdienst und auch die Polizei kontrollieren regelmäßig", berichtet Karin Bach vom städtischen Ordnungsamt. Bereits während der Schönwetter-Periode vor Pfingsten habe es doch einige Verstöße gegeben: "Es wurde beispielsweise in Gruppen am Seeufer gegrillt."
Und wie wird dann reagiert? "Bisher weisen wir die Leute auf die Zuwiderhandlungen hin", so die Leiterin des Ordnungsamts. Bußgelder habe man zwar noch keine verhängen müssen - aber man habe natürlich bei groben Verstößen auch die Möglichkeit dazu.
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