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Ausbau der Hohenlohebahn: Auch Güterverkehr im Blick

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Wie die Hohenlohebahn künftig genutzt werden soll, erklären die drei Abgeordneten der Ampelkoalition aus Hohenlohe. An erster Stelle stehe der Personenverkehr. Aber auch der Güterverkehr soll temporär stärker zum Zug kommen.

Dass die Elektrifizierung der Hohenlohebahn in den letzten Zügen Eingang in das neue Beschleunigungsgesetz fand, hat viele überrascht. Was versprechen sich die Hohenloher Abgeordneten der Ampelkoalition davon? Und wie soll die Strecke genutzt werden?

Das sagt Harald Ebner von den Grünen

Die Elektrifizierung diene dem Nahverkehr, sagt Harald Ebner (Grüne). "Für eine potenzielle Nutzung durch den Güterverkehr können zum Beispiel noch Anpassungen an den Tunneln und beim Lärmschutz benötigt werden." Aufgrund der Ampel-Änderungen im Gesetz sei auch dieses Nahverkehrsprojekt jetzt "im überragenden öffentlichen Interesse" und werde somit beschleunigt. "Grundsätzlich denkbar sind hier auch zwei Schritte: Zuerst die Elektrifizierung für den Nahverkehr und danach noch eventuell notwendige Anpassungen für den Güterverkehr, denn diese sind mit den Finanzmitteln für den Nahverkehr nicht förderfähig."

Keine unüberwundbaren Steigungen

Zu den koalitionsinternen Verhandlungen erklärt Ebner: "Die Berichterstatter für die Schiene waren sich einig, dass eine Elektrifizierung zusätzlicher Bahnstrecken nötig ist." Die Hohenlohebahn sei etwa im Rahmen des Gutachtens zum Programm ,Elektrische Güterbahn" untersucht wurden. Dabei sei es gezielt um Ausweichstrecken für den Schienengüterverkehr gegangen: "Schwäbisch Hall - Öhringen war eine davon." Sie habe keine unüberwindbaren Steigungen. Und sie sei zweigleisig, was ausreichend Kapazität biete. "Wenn Güterverkehr auf der Strecke fährt, wird auch der Lärmschutz angepasst", so Ebner.

So äußern sich Valentin Abel (FDP) und Kevin Leiser (SPD)

"Beschleunigung braucht es auf der Straße und der Schiene", begründet Valentin Abel (FDP), warum er sich schon immer für den Ausbau der Hohenlohebahn eingesetzt habe. Der Fokus liege auf dem Personenverkehr. "Wenn andere Strecken ausfallen, kann sie aber als temporäre Ausweichroute dienen - zum Beispiel für den transeuropäischen Güterverkehr von Tschechien nach Frankreich." Kevin Leiser stößt ins selbe Horn: A6 und Hohenlohebahn würden gleichermaßen profitieren. Letztere diene vor allem dem Personentransport, sollte aber als Ausweichstrecke für den Güterverkehr befähigt werden.

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