Auch Kleine können ganz schön groß sein

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Zweiflingen - Gemeinde investiert mit neuem Kinderhaus Mosaik in die Zukunft. Hell, freundlich, großzügig, farbenfroh und funktional − so präsentiert sich nach gut einjähriger Bauzeit das knapp zwei Millionen Euro teure Projekt

Von Juergen Koch

Mit Feuereifer dabei sind bei der Einweihungsfeier des Kinderhauses Mosaik die Kindergarten-, Krippen- und Schulkinder. Sie unterhalten die Gäste mit Liedern, Spielszenen und bringen sich und ihr Publikum kräftig in Schwung.Fotos: Juergen Koch
Mit Feuereifer dabei sind bei der Einweihungsfeier des Kinderhauses Mosaik die Kindergarten-, Krippen- und Schulkinder. Sie unterhalten die Gäste mit Liedern, Spielszenen und bringen sich und ihr Publikum kräftig in Schwung.Fotos: Juergen Koch

Zweiflingen - Wir sind die Kleinen in der Gemeinde, doch ohne uns geht gar nichts", schmettert es selbstbewusst aus zig Kinder-Kehlen. Wie wichtig die kleinste Kreis-Gemeinde Zweiflingen ihre Kleinen nimmt, das zeigte sich am Samstag bei der Einweihungsfeier des neuen Kinderhauses Mosaik. Hell, freundlich, großzügig, farbenfroh und funktional − so präsentiert sich nach gut einjähriger Bauzeit das knapp zwei Millionen Euro teure Projekt mit seinem zentralen "Marktplatz", in den drei langgestreckte Gebäude-Finger münden.

Beispielhaft

Vor fast 200 Eltern, Kindern, Gemeinderäten, Planern und Handwerkern lässt Bürgermeister Klaus Gross noch einmal die Planungs- und Bauphase Revue passieren und freut sich, dass es trotz Wetter-Kapriolen gelungen sei, mit dem neuen Kinderhaus "am 6. September pünktlich ins neue Kindergartenjahr zu starten".

Auch wenn die Gemeinde mit Bundes-, Landes- und EU-Zuschüssen von insgesamt 714 000 Euro mehr als "einen Tropfen auf den heißen Stein" kassiert habe, appelliert Gross "in Richtung Politik", die Gemeinden nicht im Regen stehen zu lassen. "Wir sind bereit alles zu tun, was von uns verlangt wird, aber um das zu schultern, brauchen wir auch finanzielle Unterstützung", sagt er.

Die Entscheidung seines Gemeinderates, als "kleinste Gemeinde fast zwei Millionen Euro zu investieren", wertet er als "zukunftsweisenden und genialen Beschluss". Auch weil das Kinderhaus mit seinem Raumkonzept die politische Vorgaben nach einem Garantieplatz für alle unter Dreijährigen, aber auch für Ganztags-, Schulkind- und Ferienbetreuung erfüllt. Insgesamt bietet es Platz für 50 Kindergarten-, 20 Krippen- und zehn Schulkinder, ist aber noch nicht ausgelastet.

Kindgerecht

"Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen, wir geben ihnen so lange Sicherheit und Halt, bis sie diesen Weg selber gehen können", bringt Kinderhaus-Leiterin Nicole Konrad den "Leitsatz" der pädagogischen Arbeit auf den Punkt. In kindgerechten Worten stellt Architekt Martin Knorr das Raumkonzept vor − vom Krabbeldurchgang zwischen zwei Räumen, wo "der Bürgermeister nicht durchpasst", bis zu den Toiletten, wo "man sich vorkommt wie Schneewittchen hinter den sieben Bergen". Für Schmunzeln sorgt er auch mit dem Satz: "Jetzt ist das Haus nach euch benannt, vor ein paar Monaten noch war es nach dem Bürgermeister benannt, denn da war es eine Gross-Baustelle."

Nach all den Reden schon etwas kribbelig geworden, haben endlich die Kinder ihren großen Auftritt. Mit Liedern und Spielszenen stellen sie ihr Kinderhaus vor − von Bibliothek und Bewegungsraum bis zum Krippenbereich mit seinen kleinen Kuschel-Betten. Nicht nur Klaus Gross ist beeindruckt. "Gibt"s noch ein freies Büro bei euch, dann würde ich gerne einziehen?", fragt er die Kinder. Neugierig geworden, machen sich viele Gäste zur Erkundungstour auf. Nicht nur einmal hört man dabei Sätze wie "So schee hen mir"s net g"het".

  
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