Am Mittwoch, 4. Juni, um 10 Uhr findet der Spatenstich für den Wertplatz statt.
Mulfinger Räte treffen Entscheidungen zum Straßenverkehr
Auf dem Wertplatz entstehen neue Straßen. Sie werden unter anderem nach einer Mulfinger Persönlichkeit und gefällten Bäumen benannt. Außerdem bekommen zwei Ortsteile neue Schilder.

Bislang appellieren die Ailringer an das Mitgefühl der Autofahrer. Mit einem Schild bitten sie, dass wegen der Kinder in der Marienstraße höchstens 30 km/h gefahren wird. Doch aus der höflichen Bitte wird nun amtlicher Ernst. Es ist eines von drei Straßen-Themen, über die der Mulfinger Gemeinderat kürzlich entschieden hat.
In Ailringen passiert immer wieder folgendes: Wenn Autofahrer von der B19 in Richtung Hollenbach einem Lastwagen folgen, nehmen sie eine Abkürzung. Während der Lkw die Jagsttalstraße bis zum offiziellen Abzweig nimmt und von dort aus auf die Hollenbacher Straße abbiegt, schwenken Autofahrer bereits gute 100 Meter vorher nach links –in die Marienstraße, die auch zur Hollenbacher Straße führt.
Marienstraße Ailringen: Lkw werden durch Abkürzung überholt
So überholt das Auto den Lkw aber nicht einfach auf diese vermeintlich schlaue Art. Sondern es belastet die Ailringer, die sich beschweren, dass die ruhige Marienstraße von schnell fahrenden Autos unsicher gemacht wird. Deshalb hat der Ortschaftsrat jetzt genug und fordert, das Tempo auf 30 km/h zu beschränken. „Das Landratsamt hat gesagt, dafür reicht ein Gemeinderatsbeschluss“, sagt Bürgermeister Sören Döffinger in der Gemeinderatssitzung, denn bei der Marienstraße handelt es sich um eine Orts- und nicht um eine Kreisstraße.
Geschwindigkeitsbeschränkung in Ailringen: Ist ein „Anlieger frei“-Schild effektiver?
Allerdings können sich nicht alle Gemeinderäte damit anfreunden. „Bringt da eine 30er-Zone etwas?“, fragt etwa Christoph Schiedel (UWV), „wäre da nicht eher ein ,Anlieger frei’-Schild angebracht? Das wäre auch besser zu kontrollieren.“ Der Ailringer Rat Martin Dörr (CDU) entgegnet: „Es wird sich überhaupt nur daran gehalten, wenn es kontrolliert wird.“ Bürgermeister Sören Döffinger präzisiert: „Bei einem ,Anlieger frei’-Schild müsste es für Linienverkehr und Hotelgäste Ausnahmen geben“ – eine Bushaltestelle und das Alte Amtshaus wären betroffen. Es bleibt also beim Beschlussvorschlag zu Tempo 30, der einhellig angenommen wird.
In Buchenbach parken Autos in der Straße „In den Weingärten“. Der Ortschaftsrat bittet den Gemeinderat, dies zu unterbinden. „Eigentlich gilt dort schon ein Parkverbot, weil die Straße zu schmal ist“, erklärt Döffinger. Das seien bestimmt Anwohner, die dort parken, mutmaßt Schiedel. „Sind die denn schon angesprochen worden?“ Ortsvorsteher Michael Baum sagt: „Ja“ – aber „die machen das einfach weiter“. Er hoffe auf mehr Erfolg, wenn die Schilder stehen. Und das werden sie, denn der Rat stimmt zu.
Baugebiet in Mulfingen: Wertplatz bekommt Straßennamen
Drittes Straßenthema sind die derzeit auf dem Wertplatz entstehenden Straßen: Zwei sind Verlängerungen, die schlichtweg den Namen der Straße erhalten, die sie fortsetzen: Wertstraße und Lindenstraße. Außerdem wird es zwei neue Straßen geben: Der Kastanienweg wird die Kupfergasse mit dem neuen Teil der Lindenstraße verbinden. Er erhält seinen Namen in Gedenken an die beiden Kastanienbäume, die wegen des Kinderhauses am Wertplatz gefällt wurden. Außerdem soll ein neuer Baum dieser Art gepflanzt werden.

Künftig wird von der Wertstraße aus die Gerhard-Sturm-Straße in das neue Baugebiet stechen. Sie ist nach dem Gründer der Firma EBM-Papst und Ehrenbürger der Gemeinde benannt.

Stimme.de
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