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Nach zahlreichen städtebaulichen Rückschlägen braucht Krautheim ein Erfolgserlebnis 

  
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Gelingt es der Stadt Krautheim, Rewe und Rossmann im Tal anzusiedeln, wäre das ein Gewinn für die Stadt in mehrerlei Hinsicht, findet unsere Autorin.

Was für Träume man in Krautheim nicht schon geträumt hat: Ein attraktives Stadtzentrum mit Geschäften, Gastronomie, Drogeriemarkt und Wohnungen wollte man auf dem Gelände des ehemaligen ZG Raiffeisen-Gebäudes verwirklichen. Einen modernen, barrierefreien Busbahnhof mit sinnvoll angeordneten Parkplätzen statt holprigem Schotter hatte man auf dem Bahnhofsareal vorgesehen. Und auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei? Da sollte ein Ärztehaus, ein Seniorenheim sowie Mehrfamilienwohnen den Stadtkern weiter bereichern.

Nichts davon wurde umgesetzt: Mal scheiterte es an den Investoren, mal an der Jagsttalbahntrasse und dem starren Eisenbahnrecht.

Aus dem Krautheimer Tal der Tränen könnte ein Tal der Hoffnung werden

Was stattdessen passierte? Krautheim-Tal blieb im Dornröschenschlaf und verlor weiter an Attraktivität: Der Penny-Markt wanderte nach Dörzbach ab, Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten machten zu. Doch jetzt soll aus dem Tal der Tränen endlich ein Tal der Hoffnung werden. Gelingt es, Rewe und Rossmann wie geplant anzusiedeln, gewinnt der Standort Krautheim nicht nur in Sachen Nahversorgung.

Es könnte das Erfolgserlebnis sein, das die Stadt braucht, um auch an anderen Stellen – vor allem auf der unattraktiven Brache von ZG- und Bahnhofsareal – voranzukommen. Deshalb muss die Stadt alles daran setzen, ein erneutes Scheitern zu verhindern.

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