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Apotheker-Protest: Politik ist gefordert – die Inhaber aber auch

  
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Gesundheit ist unser höchstes Gut. Dieser Vorsatz wird in der Praxis immer wieder untergraben. Die Apotheker fordern zu Recht ein höheres Fixhonorar bei rezeptpflichtigen Medikamenten. Man muss aber insgesamt genauer hinschauen, meint unser Autor. 


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Gesundheit ist unser höchstes Gut. Was sich in der Theorie so leicht daher sagt, bleibt in der Praxis eine schwere Kost. Das betrifft nicht nur Apotheker, sondern auch Hausärzte oder Fachärzte.

Erstere wollen für die Abgabe rezeptpflichtiger Medikamente angemessen entlohnt werden. Das fordern sie schon lange und streiken immer wieder. Auch Ärzte klagen seit Jahren, ihre Arbeit würde nicht angemessen bezahlt.

Bezahlung im Gesundheitswesen: Nicht alle Apotheker darben

Bis in die 90er herrschten teils goldene Zeiten. Seitdem werden die Kosten gedämpft. Was damals wegen des teuren Überangebots berechtigt war, müsste längst korrigiert sein, wo das medizinische Personal schwindet und die laufenden Kosten steigen.

Trotz aller berechtigter Kritik: Nicht alle Apotheker darben. Und die Branche lebt heute sowieso eher vom freien Verkauf. Da darf man sich nicht nur auf fixe Honorare verlassen, sondern muss sich ein Stück weit neu erfinden auf dem hart umkämpften Gesundheitsmarkt.

Wettbewerb durch Onlinehandel und Drogerien zwingt Apotheken zu neuen Geschäftsmodellen

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Idealismus und Einfallsreichtum selbst dann nicht reichen, wenn es wie in ländlichen Räumen schlicht zu wenig Kunden gibt oder Onlineanbieter und Drogeriemärkte den Apotheken mit Wettbewerbsvorteilen zunehmen das Wasser abgraben.

Patienten sicher mit Medikamenten zu versorgen: Das ist ein hehrer Anspruch. Eine staatliche Garantie darauf gibt es aber nicht.

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