Laga Öhringen: Gute Stimmung trotz Regenwetter
Auf dem Gelände der Gartenschau gibt es weit mehr zu entdecken als Blumen. Überall ist für Kinder und Jugendliche Spiel und Spannung geboten - auch bei weniger schönem Wetter.
Eigentlich würde Mama Wiktoria Miglan gerne weitergehen Richtung Schaugärten. Aber keine Chance. Justin, Julian und Louis sind so begeistert von der Schiffsrutsche, einem Angebot der Forstleute, dass sie gar nicht weitergehen wollen. Nur noch einmal wollen sie das kleine Holzboot, das sie zu Beginn der Wasserrutsche aus dem Automaten holen konnten, ins Wasser lassen. Es dauert, bis die kleinen bunten Boote ihren Weg durch die Rinne hinter sich gebracht haben und unten aus dem kleinen Teich gefischt werden können. Das macht Spaß. Und ab und an gibt es auch nasse Hosenbeine, wenn nämlich die Ärmchen zu kurz und das Hantieren mit dem Käscher zu kompliziert ist, um das Boot zu bergen.

Auf dem Gelände der Gartenschau gibt es weit mehr zu entdecken als Blumen. Überall ist für Kinder und Jugendliche Spiel und Spannung geboten. Auf den große Abenteuerspielplätzen auf der Allmand und in der Cappelaue können sich die Kinder austoben. Eltern und Großeltern genießen derweil von einem (am Wochenende leider eher feuchten) Sitzsack, Sitzwürfel, Liegestuhl oder Bank aus) den Blick auf das bunte Blumenmeer.
Unter Dach
Weil das erste Wochenende nach einem traumhaften Auftakt am Freitag reichlich verregnet war, nutzen die Besucher die vielen Mitmachangebote in den Pavillons. Kleine Entdecker kommen in der Experimente im Heilbronner Garten auf ihre Kosten. Dort können Schmetterlingsflügel durch Mikroskope bestaunt werden. Stempelspuren im Sand fordern Tierkenner heraus. Die jungen Forscher können sich mit Lebewesen im Erdreich, mit Muscheln oder Schnecken beschäftigen.

Vor dem Landkreispavillon treffen sich die Skater. Sie freuen sich riesig, dass das Gelände endlich geöffnet und damit die verlockende Skateranlage befahrbar ist. Mit ihren waghalsigen Sprüngen und geschickten Tricks ziehen sie die bewundernden Blicke der Passanten auf sich. "Es ist echt toll geworden", freut sich Louis Biergans. "Blöd nur, dass man Eintritt bezahlen muss, wenn man keine Dauerkarte hat", bedauert Felix Gunther seine Skaterfreunde aus der Umgebung, die eine Tageskarte lösen mussten. "Endlich ist hier auf", freut sich Silas Kopp, schnappt sein Board und lässt es elegant auf den Boden und die steile Kante hinabgleiten.
Wenige Meter davon entfernt, rettet Thomas Pfäffle vom Team des Deutschen Alpenvereins gerade Alexander Gaust. Er hatte beim Flying-fox so viel Schwung, dass er von der Plattform abgeprallt und zurückgerutscht ist. "Das ist mein tägliches Muskelktraining", lacht Thomas Pfäffle, nachdem er ihm das Rettungsseil gebracht und ihn hochgezogen hat. "Es hat riesig Spaß gemacht", freut sich Benedikt Gerisch über eine rasante Fahrt über die Ohrn. "Mich musste man nicht retten", feixt er gut gelaunt. "

Der Kletterturm wird super angenommen", berichtet Thomas Pfäffle von sehr vielen Kletterern am ersten Öffnungstag. An den beiden Regentagen aber hielten sich viele Besucher an den Schirmen statt an den Klettergeräten fest.
Kinderscheune
Trockene Angebote gibt es in der Kinderscheune beim Hofgut in Cappel. Mit Kinderschminken, Basteln, Zirkus und mehr ist hier viel geboten. Das Tiergehege im Hofgarten gefällt den Kindern und den Eltern. Und wer erst einmal die kleinen, am Wochenende ganz risch geschlüpften Küken bei der Hohenloher Scheune im Garten des Landwirtschaftsamtes entdeckt, hat, ist sowieso glücklich. Egal, ob es regnet oder die Sonne lacht: die winzigen Küken sind immer niedlich.

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