Laga: Mehr als 1,3 Millionen Besucher
Zur Landesgartenschau in Öhringen sind deutlich mehr Besucher gekommen als erwartet. Öhringens OB Thilo Michler kam bei der Abschlusspressekonferenz ins Schwärmen.

Die Tage der Gartenschau Öhringen sind gezählt: Am Sonntag wird die Fahne an Lahr übergeben. Dann hat Hohenlohe seinen Blütentraum ausgelebt.
Denn ein Traum war die Gartenschau für Öhringen und die Region tatsächlich. Mehr noch: "Alle Träume wurden übertroffen", schwärmt Öhringens OB Thilo Michler bei der Abschlusspressekonferenz.
Nach genauem Zählen steht fest: Mit 1.319.059 Besuchern (Stand Mittwochabend) wurden die Erwartungen bei weitem übertroffen.
"Sie haben sich nahezu verdoppelt", erinnert Professor Hubert Möhrle an die Anfangszahlen. Damit hat Öhringen die Gartenschauen Eutin und Bayreuth weit hinter sich gelassen. Dabei wurde konservativ gezählt, berichtet Laga-Geschäftsführer Erich Herrmann. Statt mit Faktor 0,96 (wie üblich) habe man nur Faktor 0,8 bei den 36.530 Dauerkarten zugrunde gelegt. Und damit auf rund 180.000 Besucher verzichtet. "Aber das verschmerzen wir", sagt Herrmann. "Wir bleiben bescheiden", schiebt Michler nach.
Erfolgsmodell
Nicht nur große Events wie das Lichterfest (30.000 Besucher) haben zu dem guten Ergebnis beigetragen. Auch an normalen Tagen waren bis zu 20.000 Menschen auf dem Gelände. Und noch ein bisschen mehr Statistik: 58 Prozent der Besucher kamen mit dem Auto. Dieser Anteil liegt laut Herrmann normalerweise bei 75 Prozent. 18 Prozent kamen zu Fuß oder mit dem Rad, 14 Prozent mit Reisebussen und 14 Prozent mit dem öffentlichen Nahverkehr. Je ein Drittel der Besucher hatte maximal zehn Kilometer Wegstrecke, 10 bis 50 Kilometer Entfernung und 50 Kilometer und mehr.
400.000 Menschen haben den Shuttleservice der Elektrobusse genutzt, die 60.000 Kilometer mit 65.000 Kilowatt Strom zurückgelegt haben. Die beiden Elektrobusse, sagt Landrat Dr. Matthias Neth, fahren nach der Laga im Nahverkehr des Kreises.
Laut Neth wurde das Ziel erricht, eine Schau für ganz Hohenlohe zu machen: "Alle Gemeinden des Kreises haben sich hier präsentiert." In der Mulfinger-Woche seien zwei Drittel der Mulfinger auf dem Areal gewesen. Das lässt Neth hoffen, in ferner Zukunft vielleicht noch eine Laga ins Kocher- oder Jagsttal holen zu können. Das Erfolgsmodell Gartenschau soll weiterleben, versichert Landwirtschaftsminister Peter Hauk. Er kann sich vorstellen, die Schauen bis 2035 in zwei Tranchen zu vergeben. Interessenten haben sich bereits in Öhringen umgesehen, verrät Michler, ohne zu sagen, um wen es sich handelt.
Berührt
"Das Land wächst", sieht Hauk weitere Kommunen in der Lage, eine Gartenschau zu stemmen. Hauk lobt das Engagement der Freunde mit 60.000 Stunden und kommt am Montag zum Helferfest. Dann werden sich die Menschen mit Laga-Geschäftsführerin Annette Stoll-Zeitler an viele schöne Momente erinnern. Sie sagt: "Wir haben viel Gutes erlebt." Und wichtiger: "Wir haben die Herzen berührt." Nicht nur bei den Blumenausstellungen.
Stimme.de
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