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Laga: Donnerstag ist künftig Jackentag

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Ein allerletztes Fest wird auf der Sparkassenbühne gefeiert: Montagabend treffen sich die Freunde und die Mitarbeiter der Laga zum großen Abschiedsfest.

Von unserer Redakteurin Yvonne Tscherwitschke
Auf gestreiften Fahnen verewigten sich die Helfer und Macher der Laga.
Auf gestreiften Fahnen verewigten sich die Helfer und Macher der Laga.

Auf der Bühne spielen die Acoustasonics. Davor tauschen die grüngekleideten Laga-Freunde Erinnerungen an schöne Begegnungen aus und stoßen mit einem Glas Sekt auf das Versprechen an, niemals auseinander zu gehen.

Dieses Lied erklingt auf der Bühne, nachdem Freundeskreisvorsitzender Jochen K. Kübler all den fleißigen Helfern Dank sagt für die "171 Jahre Arbeit." Viel Geld habe die Stadt durch diese Dienste gespart. Niemals hätte er damit gerechnet, dass sich über 2000 Freunde finden lassen, von denen 900 Freunde 60.000 Arbeitsstunden abgeleistet haben. Beeindruckendes habe er erlebt: "Hohenloher kamen auf Krücken zu ihrem Dienst, Manager großer Firmen haben Urlaub genommen, um Karten abzureißen."

19 Freunde waren zuvor von OB Thilo Michler mit einem Bildband beschenkt worden: Sie hatten jeder über 50 Einsätze abgeleistet. Ein besonderer Dank ging auch an die elf Abteilungsleiter des Freundeskreises und den vierköpfigen Vorstand.

Ein letztes Mal kamen die Freunde am Montag vor der Sparkassenbühne zusammen, um Abschied zu feiern. Fotos: Yvonne Tscherwitschke
Ein letztes Mal kamen die Freunde am Montag vor der Sparkassenbühne zusammen, um Abschied zu feiern. Fotos: Yvonne Tscherwitschke

Zusammen

Die Arbeit im Freundeskreis, weiß Kübler, "hat Menschen zusammen geführt, die seit Jahren nicht miteinander geredet haben und Menschen, die in der gleichen Straße wohnten, ohne sich zu kennen", sagt Kübler. Er bittet die Freunde: "Wascht die grünen Jacken, hebt sie auf." Seine Idee: "Nach der Gründung des Fördervereins nächstes Jahr können wir jeden dritten Donnerstag zum Jackentag machen. Dann wird in grünen Jacken S-Bahn gefahren, eingekauft und Gassi gegangen."

Für Landrat Dr. Matthias Neth sind die grünen Jacken neben Flöhri die Sympathieträger der Laga schlechthin. Von dem neuen Miteinander, ist Professor Hubert Möhrle sicher, werde die Stadt noch lange profitieren. Der Vorsitzende der Fördergesellschaft wirbt: "Dieses neue Lebensgefühl muss erhalten werden.".

"Wir wollen niemals auseinandergehen." Mit diesem Lied schwor Freundeskreisvorsitzender Jochen K. Kübler (vorne) die Träger der grünen Jacken auf künftigen Zusammenhalt ein und dankte mit seinem Nachfolger Thilo Michler für die geleistete Arbeit.
"Wir wollen niemals auseinandergehen." Mit diesem Lied schwor Freundeskreisvorsitzender Jochen K. Kübler (vorne) die Träger der grünen Jacken auf künftigen Zusammenhalt ein und dankte mit seinem Nachfolger Thilo Michler für die geleistete Arbeit.

Erinnerungen

Vielen Freunden fällt an diesem Abend der Abschied schwer. Noch nach zehn Uhr wird geredet und in Erinnerungen geschwelgt. Zuvor hatte OB Thilo Michler nochmals den Film mit den schönsten Laga-Momenten gezeigt.

Einige Wenige kommen in den nächsten Tagen nochmals auf das Gelände. Zum Aufräumen. Denn das ist bereits im vollen Gange. Dass die Bühnentechnik auf der Allmand und im Hofgarten schon in Kisten gepackt ist, verwunderte niemand. Die ersten leeren Blumenbeete am Limes aber zeigten den Freunden am Abend mit Deutlichkeit, dass nun wirklich Schluss mit Blumen und Festen ist.

"Jetzt wird noch geerntet", hat Sigrun Vogt-Brück vom Landwirtschaftsamt Hohenlohe noch einige Stunden Gartenarbeit vor sich. "Das ist eine tolle Erfahrung für unsere Schüler, erst zu pflanzen, zu pflegen, nun zu ernten und gleich in der Schulküche verarbeiten."

 


Video vom letzten Gartenschautag

Um die 17.000 Menschen waren am Sonntag zum letzten Gartenschautag nach Öhringen gekommen. Allein 500 davon hatten die etwa dreistündige Busfahrt aus Lahr mitgemacht. Dort findet 2018 die nächste Landesgartenschau statt. Und wie Öhringen in Schwäbisch Gmünd, gestalteten die Lahrer das Programm am letzten Öhringer Laga-Tag, ehe sie die Fahne des Landes und damit die Zusicherung, die nächste Gartenschau ausrichten zu dürfen, mit nach Hause nahmen. 

 

 
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