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Krautheimer Frühling: Das Jagsttal zeigt, was es alles kann und hat

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Sonnenschein lockt Massen zum Krautheimer Frühling mit Gewerbeschau und Ausbildungsmesse.

Von Rainer Lang
Während sich die Kleinen hier am Kletterturm üben, ist der Ninja-Monster-Race-Parcour die ultimative Herausforderung auf dem Rummelplatz beim Krautheimer Frühling.
Während sich die Kleinen hier am Kletterturm üben, ist der Ninja-Monster-Race-Parcour die ultimative Herausforderung auf dem Rummelplatz beim Krautheimer Frühling.  Foto: Alternativer Fotograf

Die ganze Kulisse passt heute perfekt“, meint Alfons Rüdenauer. Der frühere Leiter der Stadtkapelle Krautheim hat sich mit seinem Tenorhorn als einer der ersten auf der mobilen Bühne eingefunden, auf der um 13 Uhr das Konzert beginnen soll. Der Musiker freut sich über den „tollen Besuch“ in diesem Jahr. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr strahlt die Sonne zum Auftakt des Krautheimer Frühlings. Das Frühjahrs-Volksfest am Sonntag verbindet eine Ausbildungsmesse im Bürgerhaus mit einer Gewerbeschau lokaler Händler, verkaufsoffenem Sonntag, Selbstvermarkter- und Kreativmarkt sowie dem 45 Meter langen Ninja-Monster-Race-Parcour, einer Art moderner Riesen-Hüpfburg, die als kleiner Rummel zum zweiten Mal Teil der Veranstaltung ist.

Das herrliche Wetter sorgt dafür, dass sich schon kurz nach dem offiziellen Start die Besucherinnen und Besucher zwischen Markt- und Messeständen drängen. Geduldig stellen sich die Eltern mit ihren Sprösslingen beim Bungee-Jumping-Trampolin an. Großes Interesse erwecken die Zugmaschinen der Spedition Rüdenauer, die auch Lkw-Rundfahrten anbietet, vor dem Bürgerzentrum. Werkstattleiterin Eva Meyer gewährt zusammen mit ihren Kollegen Einblick in ihre Arbeit.

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Der 14 Jahre alte Nikita Ushakov aus Assamstadt, der sich für eine Ausbildung zum Mechatroniker interessiert, sucht unter Anleitung eines Werkstatt-Mitarbeiters am Diagnosegerät nach Schwachstellen im Lkw. Und eine Gruppe von Kindern verfolgt gebannt, wie ein Reifen gewechselt wird. „Jugendliche, die sich für den Beruf interessieren, bekommen eine Aufgabe gestellt“, erklärt Alexander Göttlicher. Der Mechatroniker hat gerade zwei älteren Besuchern erläutert, was in dem 450 PS starken Daimler-Truck steckt. Interessiert hört Siegfried Riegler zu, der mit seinem Bekannten Klaus Henninger aus Schwaigern nach Krautheim gekommen ist. „Wenn in der Region etwas geboten wird, nehmen wir das gerne wahr“, meinte Riegler.

Nachwuchs sucht bei der Azubi-Messe die Stadt um Ex-Bürgermeister Andreas Köhler, Nachfolger Andreas Insam und Corinna Dörr und Thomas Hartmann (von links)
Nachwuchs sucht bei der Azubi-Messe die Stadt um Ex-Bürgermeister Andreas Köhler, Nachfolger Andreas Insam und Corinna Dörr und Thomas Hartmann (von links)  Foto: Alternativer Fotograf

Im Eugen-Seitz-Bürgerhaus kann Liesa Meyle unterdessen aufatmen. Die Marketing-Leiterin bei Rüdinger hat für den Gewerbeverein zum dritten Mal die Ausbildungsmesse organisiert, bei der 28 Aussteller 80 Berufe und Studiengänge vorstellen. Bürgermeister Andreas Insam freut sich, dass Handwerksbetriebe, soziale Einrichtungen und Schulen genauso vertreten sind wie große Unternehmen der Region, wie der Ventilatoren-Hersteller EBM-Papst oder die Firma Arnold als Spezialist für Verbindungselemente in der Würth-Gruppe. Es sei schwerer geworden, Ausbildungsplätze mit geeigneten Personen zu besetzen, erläutert Insam am Stand der Stadt Krautheim. Hier wirbt Kindergartenleiterin Corinna Dörr um neue Mitarbeiter. Sie hofft, „dass einige an den Stand kommen und fragen“. Auch in der nahegelegenen Jugendmusikschule herrscht Hochbetrieb. Nicht alle Zuhörerinnen und Zuhörer finden drinnen Platz, während die Kleinen aus dem Kindergarten vorsingen.

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Insam findet den Aufstieg zur geöffneten Burg lohnend. Dort gibt es Führungen. Er schwärmt vom „sensationellen Blick ins Jagsttal“ von dort oben, aber auch vom bunten Angebot örtlicher Geschäfte in der Stadt. Eine Gruppe von Rollstuhlfahrern vom Eduard-Knoll-Wohnzentrum für Menschen mit Körperbehinderung stärkt sich in der Götzstraße mit Bratwürsten, während ein paar Meter weiter sich Kinder am Kletterturm üben.

Mit viel Engagement haben 30 Frauen die Quellenwege entworfen. Einige davon stellten am Sonntagnachmittag einen der neun Rundwege vor.
Mit viel Engagement haben 30 Frauen die Quellenwege entworfen. Einige davon stellten am Sonntagnachmittag einen der neun Rundwege vor.  Foto: Alternativer Fotograf

Ein Highlight für Krautheims Bürgermeister Andreas Insam ist auch die Eröffnung der neu gestalteten Rundwege an dem von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) in Tauberbischofsheim eingerichteten Quellenweg. Der ökumenische Pilgerweg verbindet auf einer Strecke von 100 Kilometern 15 Ortschaften. Neun Rundwege konnten durch die Förderung der Leader-Aktionsgruppe Hohenlohe Tauber im Rahmen der Entwicklung der ländlichen Wirtschaft angelegt werden. Neben deren Vertreter Thomas Schultes sind auch Insam und sein Amtskollege Joachim Döffinger aus Assamstadt an der Infotafel an der Gustav-Meyer-Hütte dabei. Infos unter www.quellenweg.info.                                                                   

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