Kein zweiter Naturkindergarten für Pfedelbach
Obwohl die Naturgruppe im Pfedelbacher Ortsteil Heuberg sehr beliebt ist, kippt der Gemeinderat die Pläne für eine weitere Naturgruppe in einem anderen Ortsteil. Das sind die Gründe.

Die Kindergartengruppen sind geöffnet und es müssen derzeit keine Zeiten verkürzt werden – sofern die Krankheitswelle nicht mit voller Wucht zuschlägt. Damit ist man in Pfedelbach schon zufrieden, „wenn man sich die Situation in anderen Gemeinden ansieht“, sagt der Pfedelbacher Bürgermeister Torsten Kunkel. Einige offene Stellen gibt es dennoch. Deswegen hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Pläne für einen neuen Naturkindergarten auf Eis gelegt.
Pläne für eine Wald- oder Naturgruppe in Pfedelbach
Dabei hatte das Gremium erst im vergangenen Jahr beschlossen, zusätzlich zu der Gruppe in Heuberg eine weitere Wald- oder Naturgruppe in einem anderen Ortsteil in Pfedelbach ins Leben zu rufen.
Die Naturgruppe im Ortsteil Heuberg sei sehr beliebt und durch eine weitere Gruppe könne man „kurzfristig zusätzliche Plätze“ schaffen, so vor rund einem Jahr die Aussage der Verwaltung. Doch seit einem Dreivierteljahr findet sich in Heuberg kein Ersatz für eine offene Stelle, „deshalb sind wir von der Idee abgekommen“, erklärt der Bürgermeister in der jüngsten Sitzung.
Bevölkerungsentwicklung Pfedelbachs im Blick
Zumindest für die nächsten ein oder zwei Jahre werden weitere Plätze auch nicht benötigt. Nahezu alle Kinder bekommen einen Kindergartenplatz, so das Fazit der Zahlen, die Ronja Hammel vom Hauptamt dem Gremium vorstellt. Sie wirft einen Blick auf die Bevölkerungsentwicklung: Nach dem geburtenstarken Jahr 2019 sank die Geburtenrate in den darauffolgenden Jahren auf 86. Im Jahr 2022 stieg sie auf 90 an und sank 2023 auf 67 Geburten. Für die Planung im Kindergarten bedeutet das erstmal eine Entspannung. Was sich jedoch verändert hat: Immer mehr Eltern benötigen die sogenannten verlängerten Öffnungszeiten, sprich, eine Betreuung länger als bis zwölf Uhr.
Das zeigt sich besonders im Kindernest Nord-West. Kinder von dort können aber auf den Kindergarten Nonnenberg, den Katholischen Kindergarten sowie den Kindergarten Windischenbach verwiesen werden. Im Katholischen Kindergarten steht die nächste Erweiterung an. Der erste Teil des Neubaus ist vor etwas mehr als einem Jahr eingeweiht worden. Nun plant die Verwaltung die nochmalige Erweiterung. Auch in Windischenbach, Heuberg und Untersteinbach reichen die Plätze aus.
Warum findet der Kindergarten kein Personal?
FWV-Gemeinderat Michael Schenk plädiert dafür, dass man an den Plänen festhält, sofern sich abzeichnet, dass man Personal für die bestehende Naturgruppe findet. Warum das so schwer ist, darüber kann der Bürgermeister nur spekulieren. „Es ist natürlich eine komplett andere Form der Arbeit“, überlegt er nach der Sitzung. Vor fünf Jahren gab es für die Naturgruppe noch deutlich mehr Bewerbungen.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare