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Öhringen

Böschung rutscht ab: Kreisstraße bei Baumerlenbach wird gesichert und erneuert

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Die K2333 bei Baumerlenbach ist stark beschädigt. Ab Herbst 2026 wird die Strecke erneuert. Was steht in diesem Jahr sonst noch an im stark baufälligen Kreisstraßennetz? 


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Die Kreisstraße 2333 zwischen Baumerlenbach und der Landesstraße 1045 bei Möglingen ist an vielen Stellen kaputt. Es gibt Schlaglöcher und Spurrinnen, der Asphalt ist brüchig und verformt und nur notdürftig geflickt.

Jetzt wird die Fahrbahn auf dem unteren Teilstück auf einer Länge von 860 Metern erneuert – samt Entwässerung, Schutzplanken und Straßenbeleuchtung.

Kreisstraße bei Baumerlenbach wird saniert: Arbeiten für bis zu 800.000 Euro können vergeben werden

Außerdem macht der Hang seit längerem Probleme: Er rutscht ab und muss von oben und unten gesichert werden. Der Gehweg ist schlecht, die Bordsteine sind abgesackt, auch dies wird gerichtet. Alles wird in einem Rutsch erledigt. Geplanter Baustart ist im Herbst 2026.

Der Fachausschuss des Kreistags bewilligte jetzt die Planung und ermächtigte die Verwaltung, die Bauarbeiten bis zu einer Höhe von 800.000 Euro zu vergeben. Aktuell schätzt das Straßenbauamt die Baukosten auf 730.000 Euro, 70.000 Euro bilden einen Puffer für „Unvorhergesehenes“.  

Hangrutsch und Verkehrsbelastung: Warum die Sanierung der K2333 dringend notwendig ist

Jeden Tag passieren über 24 Stunden durchschnittlich 1557 Fahrzeuge diese Strecke, fünf Prozent sind Lkws. Die Fahrbahn ist zwischen 5,50 m bis 6,0 Meter breit, ein Ausbau ist nicht erforderlich.  An der Straße, die zum Erlenbach abfällt, rutscht die Böschung ab. Der obere Teil wird durch acht Stützscheiben aus Beton, der untere Böschungsfuß durch eine Gabionenwand gesichert. 

Die Maßnahme ist Teil des Investitionspakets, das der Kreis für seine Straßen in diesem Haushaltsjahr gestrickt hat. Darin enthalten ist auch der Umbau des Knotenpunkts in Ohrnberg, wo die Kreisstraße 2384 und die Landesstraße 1046 aufeinander treffen. 226.795 Euro bleiben am Kreis hängen, den Rest bezahlt das Land. Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2026 abgewickelt werden. Erst wenn sie beendet sind, kommt die K 2333 bei Baumerlenbach dran. Die Strecke sollte schon 2024 erneuert werden, fiel aber der Streichliste zum Opfer, die der Kreistag im Rahmen der damaligen Haushaltsberatungen eingefordert hatte. Auch die Kreuzung in Ohrnberg wartet schon länger auf den Umbau.  

Erstmals mehr Geld für Fahrbahndecken als für den Straßenausbau 

Auffällig ist, dass der Hohenlohekreis im Haushaltsjahr 2026 erstmals mehr Geld ausgibt, um Fahrbahndecken zu erneuern (wir berichteten), als Straßen auszubauen. Für das eine stehen 1,5 Millionen Euro bereit, für das andere 1,1 Millionen. Hinzu kommen 264.000 Euro, um eine Stützmauer an der K 2326 bei Oberkessach und einen Hangrutsch bei Ohrnberg an der K 2348 zu reparieren.    

Etliche Vorhaben auf Liste werden 2026 gar nicht umgesetzt 

Außerdem stehen einige Ausbauprojekte im Jahr 2026 nur pro forma in der Liste, werden aber in diesem Jahr gar nicht umgesetzt. Dazu gehören die K 2362 Sailach-Waldenburg, die Marlacher Steige (K2319), der Kreisverkehr an der Neufelser Steige oder die neue Linksabbiegespur auf der K 2364, die zur Gemeindestraße Förstle ins Gewerbegebiet Greut bei Beltersrot führt.     

Auch das zweite Teilstück der K 2333 wird erneuert

Und was ist mit der K 2333 zwischen Baumerlenbach und der Landesstraße 1088 beim Zuckmantel? „Auch diese Strecke ist seit Jahren in einem kriminellen Zustand“, moniert SPD-Kreisrätin Irmgard Kircher-Wieland. Oliver Bückner, Chef des Straßenbauamts, verspricht: „Im neuen Kreisstraßen-Ausbauprogramm ist dieser Abschnitt drin“. Es gilt ab 2027 und soll bald präsentiert werden.     

Kreisstraßennetz wird immer schlechter

Früher war das 336 Kilometer lange Netz von Kreisstraßen mal besser in Schuss als die 294 Kilometer Landesstraßen. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Etliche Streckenabschnitte sind in einem schlechten oder sehr schlechten Zustand. Nach der letzten Straßenbewertung im Jahr 2022 lag die Gesamtnote bei 3,7 – und damit über dem Warnwert von 3,5. Die fünfstufige Skala reicht von 1,0 bis bis 5,0. Die Landesstraßen im Hohenlohekreiswurden zuletzt 2020 bewertet. Die Gesamtnote lag hier bei 3,2.

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