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Wahl in Gerabronn: Diese Kandidaten wollen Mauch als Bürgermeister folgen

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Nach dem Tod des Bürgermeisters Christian Mauch muss Gerabronn eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger wählen – innerhalb von drei Monaten. Zwei im Hohenlohekreis bekannte Personen haben ihre Kandidatur innerhalb von zwei Tagen angekündigt.


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Gerabronn sucht eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Christian Mauch, der Mitte Februar bei einem tragischen Autounfall gestorben ist.

Einen halben Monat nach Beginn der Bewerbungsfrist haben zwei Interessenten ihre Unterlagen abgegeben, die auch mit den Hohenlohekreis zu tun haben: Carmen Class, Leiterin des Hauptamts der Stadt Künzelsau, und Kevin Leiser, ehemaliger Bundestagsabgeordneter der SPD im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe.

Gerabronn wählt eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Christian Mauch. Zwei Kandidierende gibt es bereits.
Gerabronn wählt eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Christian Mauch. Zwei Kandidierende gibt es bereits.  Foto: Götz Greiner

Bürgermeisterwahl in Gerabronn: Carmen Class – Künzelsauer Hauptamtsleiterin und Verwaltungsfachwirtin

Carmen Class hat ihre Unterlagen am Dienstag abgegeben, wie sie in einer Pressemitteilung schreibt. Sie habe „den klassischen Kommunalverwaltungsweg zurückgelegt“. Bereits bei der Stadt Creglingen (Main-Tauber-Kreis) hat die Diplom-Verwaltungswirtin das Haupt- und Ordnungsamt geleitet und ist seit 2013 bei der Stadt Künzelsau angestellt. Sie möchte „ihr fundiertes Fachwissen und ihre jahrlange Erfahrung in der Kommunalverwaltung nützen möchte, um Gerabronn weiterzuentwickeln“, nennt die 51-Jährige als Grund für ihre Bewerbung in Gerabronn.

Carmen Class gibt Bewerbung in Gerabronn ab. Die Hauptamtsleiterin von Künzelsau will Bürgermeisterin werden.
Carmen Class gibt Bewerbung in Gerabronn ab. Die Hauptamtsleiterin von Künzelsau will Bürgermeisterin werden.  Foto: nicht angegeben

Wichtig seien ihr eine „offene und transparente Rathauspolitik sowie eine umfassende Bürgerbeteiligung in allen wichtigen Angelegenheiten der Stadt“. Sicherung der Infrastruktur, Ausbau schnellen Internets, Stärkung des Ehrenamts und der Vereine und „die Frage, wie unsere Heimat auch für junge Menschen attraktiv“ seien die besonderen Herausforderungen im ländlichen Raum. Class’ Ehemann ist der frühere Bürgermeister von Gerabronns Nachbarstadt Langenburg, Wolfgang Class.

Kevin Leiser: Ex-Bundestagsabgeordneter und Gerabronner Lehrer

Kevin Leiser hat seine Bewerbung am Mittwoch abgegeben. Der Lehrer war Gemeinderat in Blaufelden, Kreisrat in Schwäbisch Hall und von 2021 bis 2025 SPD-Bundestagsabgeordneter. Bei der Wahl im vergangenen Jahr verpasste er den Wiedereinzug ins Parlament. Leiser ist Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Schwäbisch Hall sowie seit kurzem Chef des dortigen Sportkreises und Vorsitzender des SC Wiesenbach. Derzeit unterrichtet der 32-Jährige am Gymnasium in Gerabronn, wo er auch zur Schule gegangen ist.

Der Lehrer am Gerabronner Gymnasium und ehemalige MdB Kevin Leiser kandidiert für den Bürgermeisterposten in Gerabronn.
Der Lehrer am Gerabronner Gymnasium und ehemalige MdB Kevin Leiser kandidiert für den Bürgermeisterposten in Gerabronn.  Foto: nicht angegeben

„Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass mich in den letzten Wochen viele Bürgerinnen und Bürger dazu aufgefordert haben, als Bürgermeister für Gerabronn zu kandidieren“, heißt es in einer Pressemitteilung. Er beschreibt sich als „strukturiert, zielstrebig und Teamplayer“. Er wolle Gerabronns „Erfolgsgeschichte gemeinsam fortführen“ mit den Bürgern. Dazu gehörten „die Schaffung des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ), die weitere Erschließung von Wohngebieten sowie die Verbesserung der Internetversorgung“.

Landratsamt: Keine Firstverlängerung für Wahl

Die Gerabronner hatten nach dem Tod Mauchs um eine Verlängerung der Drei-Monats-Frist gebeten. Das Landratsamt als Rechtsaufsichtsbehörde hatte diese abgelehnt. Die Wahl müsse „zur Wahrung der Rechtssicherheit“ innerhalb dieser Frist durchgeführt werden, wie es in den Unterlagen zur Gemeinderatssitzung am 10. März heißt.

Die Bewerbungsfrist endet am 27. April. Gewählt wird am Sonntag, 17. Mai: also dem gemäß Frist letztmöglichen Termin. Eine Stichwahl fände wegen der direkt folgenden Pfingstferien erst einen knappen Monat später statt: am 14. Juni.

 

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