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Kein Handy-Empfang in Mulfingen-Eberbach: Hoffnung im „Tal der Anschlusslosen“

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Ein Dorf ohne Handy-Empfang: Die Menschen im hohenlohischen Mulfingen-Eberbach leben im totalen Funkloch. Doch offenbar tut sich etwas: Ein Funkmast wird möglicherweise bald gebaut.


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Am Donnerstagmorgen hat Bürgermeister Sören Döffinger die Nachricht bekommen: Der Funkmast in Eberbach soll „nun gebaut“ werden, wie es in der Nachricht an ihn heißt. In den vergangenen Tagen hat er im Landtag mehrere Politiker angeschrieben – und offenbar hat sich etwas bewegt. Doch Döffinger will nicht allzu euphorisch sein: „Ich glaube es erst, wenn es soweit ist.“

Funkloch in Mulfingen-Eberbach: Baugenehmigung für Mobilfunkmast liegt vor

In Eberbach gibt es keinen Handyempfang. Bereits seit 2024 liegt eine Baugenehmigung für einen Funkmast vor, der im Auftrag von Vodafone gebaut werden soll – mit Auflagen, die der Bürgermeister für leicht zu erfüllen hält: Ein Baugrundgutachten müsse erstellt, ein Bauleiter beauftragt und benannt und Zahlung an die Stiftung Naturschutz getätigt werden. Warum sich der Bau so lange verzögert hat und wieso eine Neuberechnung der Baukosten notwendig wurde – das versteht Döffinger nicht. 

Vodafone nimmt dazu auf Anfrage unserer Redaktion keine Stellung. Allerdings bestätigt Volker Petendorf, Sprecher des Unternehmens, dass der „finale Auftrag“ an dessen Funkturmdienstleister Vantage Towers am vergangenen Mittwoch erteilt worden sei. 

Eberbacher Mobilfunkmast „innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre in Betrieb“

„Wenn alles glatt geht, wird die neue Mobilfunkstation voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre in Betrieb gehen“, heißt es in der Antwort. Vantage Towers starte nun in die Detailplanung. Es seien noch einige Schritte nötig, erklärt Petendorf: Nach der Planung folgen unter anderem der Bau, Anschluss an das Stromnetz und das Telekommunikationsnetz, Bau der Antennen und einige andere Punkte. 

Der Standort des Turms hat die Bezeichnung „S1LRZ Mulfingen-Eberbach“ – doch eigentlich liegt er ganz außen auf Buchenbacher Gemarkung. Neben Vodafone-Antennen werden darauf auch die Antennen der anderen beiden Netzbetreiber aufgebaut: Es „liegt bereits die Zusage von Telekom und Telefonica zu, dass sie ihn mit nutzen werden“. 

Zwei weitere Funktürme sollen in Mulfingen errichtet werden

Auch bei Simprechtshausen baue Vodafone einen Mobilfunkmast, der von den drei Netzbetreibern genutzt werden soll – der Bauantrag sei im Januar 2025 eingereicht worden, die Baugenehmigung liege noch nicht vor, berichtet Petendorf. Im Norden der Gemeinde werde zwischen Ailringen und Hollenbach ein Mobilfunkmast errichtet, auf dann ebenfalls Vodafone und die Telekom ihre Antennen errichten werden.

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