Frank Winkler ist tot – Trauer um Sänger der Band „Annâweech“
Frank Winkler, der Frontmann der Hohenloher Mundart-Gruppierung „Annâweech“, ist verstorben. Viele Erinnerungen an den Musiker und Wirt werden bleiben.

Die Hohenloher Mundart-Welt ist in Trauer: Frank Winkler ist tot. Der, den alle nur „Molle“ nannten, und der die Mundart-Gruppe „Annâweech“ und seine Weinstube in Forchtenberg prägte. „Am Dienstag ist unser Molle für immer eingeschlafen“, teilt die Familie über den Instagram-Kanal der Weinstube Winkler mit.
„Hinterlässt eine große Lücke“: Frank „Molle“ Winkler ist tot
„Er hinterlässt eine große Lücke – und doch hat er selbst dafür gesorgt, dass sie mit vielen schönen Erinnerungen gefüllt ist“, heißt es weiter in dem Instagram-Beitrag. Und das verwundert nicht, schließlich bespielte Winkler als Sänger und Gitarrist von „Annâweech“ 30 Jahre lang die Bühnen Hohenlohes.
Elf Alben, mehr als 500 Konzerte, mehr als 160 eigene Lieder listet die Mundart-Gruppe auf ihrer Webseite auf. Viele Jahre spielte Winkler Seite an Seite mit Peter Botsch, der 2020 verstorben ist. Vor "Annâweech" schon mit Cover-Stücken in der Freetime Schwoofband.
Kulthits wie „Hohenloher Land“ werden den Tod der beiden Frontmänner überdauern. Und auch in Winklers Weinstube soll es weitergehen. „Die Weinstube bleibt wie gewohnt geöffnet – genau so hätte er es gewollt“, steht im Instagram-Beitrag. Die in den 1960er-Jahren gegründete Wirtschaft hatte vor einigen Jahren mit Lisa Wiesbacher, geborene Winkler, die dritte Generation übernommen.
Frank „Molle“ Winkler war bekannt als Wirt und „Annâweech“-Sänger
Doch auch Molle Winkler, ohne Übertreibung sicher einer der bekanntesten Hohenloher, hatte sich noch Zeit für Gäste in der urigen Weinstube genommen. „Für jeden Gast ein offenes Ohr“, heißt es in einer Google-Rezension, eine „Hohenloher Institution“ sei die Wirtschaft in einer anderen.
Genauso wie Winkler es selbst war, der mal tiefgründig, mal keck dem Hohenloher Dialekt frönte. „Er ist die beste Ausdrucksform für unsere Gefühle.“
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