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Aschhausen gibt’s nur einmal, auf dieser schönen Welt: „Leider“, möchte man da auf die stets inbrünstig intonierte Hymne des kleinen Schöntaler Teilorts antworten. Denn würde das Engagement der nicht einmal 250 Einwohner des Dorfs an der Grenze zum Neckar-Odenwald-Kreis prozentual hochgerechnet, käme man sicher auf überdurchschnittliche Werte. Für eine breite Öffentlichkeit sichtbar wird das einmal im Jahr, wenn die Aschhäuser Nachtwächter zur Prunksitzung ins Gemeindehaus laden.
Faschingsstart in Schöntal: Prunksitzungen in Aschhausen sind beliebt beim Publikum
Die närrischen Dorfbewohner stellen viereinhalb Stunden Programm auf die Beine – ohne auswärtige Gruppen. Wer gerade nicht auf der Bühne steht – die meisten tun das mehrfach über den Abend hinweg – läuft mit vollen Tabletts durch den Saal und versorgt die Besucher mit Essen und Getränken.
Was im Rampenlicht geschieht, ist nicht minder beeindruckend. Perfekt unperfekt, wenn man so will. Die Nachtwächter streben nicht nach Perfektion, spielen kleine Patzer offen aus und sind dabei schlicht authentisch. Das Publikum honoriert es, die Prunksitzungen waren im Nu ausverkauft.
Aschhäuser Nachtwächter eröffnen Faschingssaison mit kreativem Programm
Und so bejubeln die Gäste jede Gruppe, die den Saal betritt, frenetisch, lassen sich vom klassischen Gardetanz ebenso mitreißen wie von den mal mehr und mal weniger koordiniert geschwungenen Froschschenkeln des Männerballetts II. Apropos Froschschenkel: Als Delikatesse auf französischen Speisekarten zu landen, davor fürchtet sich der Froschkönig (Michael Kilian) ganz besonders.
Genial verwebt Kilian im Dreiergespann mit Georg Deißler als „reiche, potthässliche Prinzessin“ und Sebastian Vogt als „goldene Kugel“ in der etwas anderen „Froschkönig“-Version eine Geschichte mit passenden Musikstücken wie „Küssen verboten“. Natürlich mit leicht angepasstem Text und „hex-hex“: einem zauberhaften Happy End.
Ekel überwinden: Aschhäuser sind hart im Nehmen
Das Ende des Abends ist da jedoch noch lange nicht gekommen: So lauschen die Zuschauer dem Zwiegespräch eines in Kekse vernarrten Zauberers mit dessen innerer Stimme (Adrian Volk und Jonathan Fluhrer), folgen Astronautinnen und Astronauten ins Weltall, lassen sich von zauberhaft-anmutigen Feen nach Irland entführen.
Sie erleben, wie geschmeidig Postsendungen zugestellt werden können und finden heraus, wie es ist, wenn vier verkaterte Männer sich in einer WG das Bad teilen. Der Gemeinschaftswaschlappen – wahlweise für Gesicht und jegliche andere Körperstelle – ist nur der verstörende Beginn einer Art karnevalistischer Live-Studie, wie weit Ekel wohl überwunden werden kann. So viel sei verraten: Auch in dieser Disziplin sind die Aschhäuser überdurchschnittlich – hart im Nehmen.
Termine
Die Prunksitzungen der Aschhäuser Nachtwächter sind ausverkauft. Mit ihrem Wagen beteiligen sich die Narren an den Faschingsumzügen in Osterburken (Faschinsdienstag, 4. März), Merchingen (Faschingssonntag, 2. März) und Assamstadt (Rosenmontag, 3. März).
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