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Das sind die schönsten Ski-Loipen und Rodelhänge im Hohenlohekreis und im Schwäbischen Wald

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Im neuen Jahr soll es endlich richtig schneien. Wintersportler zieht es dann an die Hänge und Loipen im Schwäbischen Wald. Wo man aber auch in Hohenlohe gut Ski und Schlitten fahren kann, verraten wir hier.

Die besten Hohenloher Hänge finden sich an den nördlichen Ausläufern des Schwäbisch-Fränkischen Waldes. Seit jeher beliebt sind die Buckel um Waldenburg. Dieses Bild stammt von 2016.
Die besten Hohenloher Hänge finden sich an den nördlichen Ausläufern des Schwäbisch-Fränkischen Waldes. Seit jeher beliebt sind die Buckel um Waldenburg. Dieses Bild stammt von 2016.  Foto: Dietz, Janis

Der erste Schnee ist da. Hat es vor Silvester von oben nur leicht gezuckert, sind nach Neujahr Schneemengen und Dauerfrost vorhergesagt, die echten Wintersport möglich machen sollen – zumindest in den Höhenlagen.

Daher wendet sich der Blick auch der Hohenloher hinauf gen Schwäbisch-Fränkischer Wald. Denn während im Hohenlohekreis in den vergangenen Jahren auch die letzten Skilifte abgebaut worden sind, gibt es vor allem im südlichen Teil des Naturparks noch echte Wintersportzentren – aber auch unweit der Grenze zu Hohenlohe ist ordentlich was geboten.

Der Stocksberg ist Ziel Nummer eins für Heilbronner - doch etwas fehlt dort mittlerweile

Das Mekka vor allem der Heilbronner Rodler ist der Stocksberg unweit der Straße von Beilstein zur Klinik Löwenstein. Wenn es auf dem Stocksberg schneit, dann ist der Winter da, lautet in Heilbronn das Credo.

Während der Schlittenhang vom Funkturm herab tatsächlich einer der schönsten der Region ist, müssen Skifahrer eine bittere Pille schlucken: Den Skilift, der Jahrzehnte lang so beliebt war, gibt es nicht mehr. Das Gerät war in die Jahre gekommen, ein Ersatzneubau zu teuer.

So sieht das aus, wenn am Stocksberg High Noon ist. Der Hügel in der Löwensteiner Bergen ist das Mekka vor allem der Heilbronner Ski- und Schlittenfahrer.
So sieht das aus, wenn am Stocksberg High Noon ist. Der Hügel in der Löwensteiner Bergen ist das Mekka vor allem der Heilbronner Ski- und Schlittenfahrer.  Foto: Berger, Mario

Das sind die größten und längsten Skigebiete im Schwäbisch-Fränkischen Wald

Skispaß pur verheißen aber die Skilifte in Großerlach, Gschwend und Kaisersbach (gemeint ist die Gemeinde im Rems-Murr-Kreis, nicht das unweit vom Stocksberg gelegene Beilstein-Kaisersbach). Die Ausdauersportler treffen in Spiegelberg oder bei Mainhardt auf gespurte Loipen.

Der Juxkopf als einer der höchsten Berge im Naturpark und die nahegelegenen weiten Hänge und Hochflächen von Nassach, Sulzbach und Großhöchberg haben in Ohren von Wintersportfans fast magischen Klang.

Das größte Netz an Loipen hat Welzheim am Südrand des Waldes, wo man rund 90 Kilometer weit, davon sogar zehn Kilometer in freier Technik, durch die Gegend fahren kann. Ein besonderes Gefühl ist es, mit Skiern über den zugeschneiten Golfplatz in Marhördt zu laufen.

Das vielfältigste Wintersportzentrum liegt in Großerlach. Hier kommen nicht nur die Snowboarder und Skifahrer auf ihre Kosten. Neben dem Lift mit Flutlicht gibt es auch einen Schlittenhang und Langlaufloipen.

Diese Schlittenhänge sind die eiskalten Hotspots in Hohenlohe

Schlittenhänge satt gibt es natürlich auch im Hohenlohekreis – einer Gegend, die gefühlt fließend vom Schwäbischen Wald in Kocher- und Jagsttal übergeht und die trotz des Namens „Hohenloher Ebene“ nur an wenigen Stellen wirklich topfeben ist. Die besten Hohenloher Hänge finden sich an den nördlichen Ausläufern des Schwäbisch-Fränkischen Waldes. Seit jeher beliebt sind die Buckel um Waldenburg – vor allem vom Panoramaweg ins Biberstal. Bei Büchelberg oberhalb von Pfedelbach-Untersteinbach gibt Hänge 360 Grad rings um die Höhensiedlung.

Die Beltersroter Steige dürfte einer der steilsten und gefährlichsten Schlittenhänge für Kenner sein. Hier gab es früher sogar ein organisiertes Schlittenrennen. Doch eine Gefahr gibt es: Die Beltersroter Steige ist die Straße von Kupferzell-Beltersrot nach Waldenburg-Goldbach. Sie ist zwar im Winter für Autos gesperrt, aber eine Garantie gibt es nicht, dass einem nicht doch mal jemand entgegenkommt.

Das schnessicherste, was Hohenlohe zu bieten hat, sind die Hänge um Waldenburg herum.
Das schnessicherste, was Hohenlohe zu bieten hat, sind die Hänge um Waldenburg herum.  Foto: Nowara\, Nadine

Kochertaler und Jagsttäler kommen hier auf ihre Kosten:

Schied ahoi! Der Ski- und Rodelhang hinab nach Forchtenberg ist einer der schönsten im Kochertal. Der Skilift des Skiclubs Forchtenberg dort ist sogar noch gebrauchsbereit - war allerdings zuletzt 2012 in Betrieb.
Schied ahoi! Der Ski- und Rodelhang hinab nach Forchtenberg ist einer der schönsten im Kochertal. Der Skilift des Skiclubs Forchtenberg dort ist sogar noch gebrauchsbereit - war allerdings zuletzt 2012 in Betrieb.  Foto: privat

Der Schlitten-Hotspot des Kochertals ist der Criesbacher Sattel, zudem als Skihang der Hügel von der Schied hinab nach Forchtenberg. Der Skilift des Skiclubs Forchtenberg an der Schied ist sogar noch gebrauchsbereit - war allerdings zuletzt 2012 in Betrieb, was zeigt, dass es dort nur noch selten genug Schnee gibt. Die Schlitten-Sause des Jagsttals steigt bei Schöntal-Bieringen - den einstigen Lift dort gibt es aber nicht mehr.

Öhringer schätzen die Hänge vom Nordrand der Stadt ins Maßholderbachtal oder in Cappel vom Hornberg hinab in die Cappelaue. Schön steil ist es auch am Rappenberg bei Bretzfeld-Brettach, am Charlottenberg in Pfedelbach-Heuberg oder am Theresienberg in Neuenstein-Kesselfeld.

Nur: So schneesicher wie oben im Schwäbisch-Fränkischen Wald ist es an den Hohenloher Schlittenhängen selten.

Wenn viel Schnee ist, feiert die Feuerwehr eine Schlittengaudi am Hang des
Charlottenberges bei Heuberg - hier ein Bild von 2011.
Wenn viel Schnee ist, feiert die Feuerwehr eine Schlittengaudi am Hang des Charlottenberges bei Heuberg - hier ein Bild von 2011.  Foto: privat

Auf welchen Hohenloher Seen Schlittschuhläufer richtig abtanzen können

Schlittschuhfahrer zieht es bei Dauerfrost an die hochgelegenen Seen in Hohenlohe, vor allem an den Neumühlsee bei Waldenburg, den Gleichener See bei Pfedelbach-Gleichen, den Buchhorner See bei Pfedelbach-Buchhorn oder den Tiroler See bei Forchtenberg-Schleierhof. Bei Hohenlohern beliebt ist auch der Finsterroter See bei Wüstenrot, der knapp hinter der Kreisgrenze liegt. Die niedriger gelegenen Seen wie Ober- und Unterginsbacher See bei Krautheim, der Mulfinger Stausee oder der Laibacher See bei Dörzbach brauchen in der Regel länger, um zuzufrieren.

Daher Vorsicht: Damit die Eisschicht trägt, braucht es wirklich einige Nächte knackigen Dauerfrosts - das gilt für alle Seen. Üblicherweise teilen die Gemeinden mit, ab wann ihre Seen betretbar sind. Wer sich nicht daran hält, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern sein Leben. 

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