Unbesetzte Lehrerstellen durch IT-Panne: Bildungskrimi macht sprachlos 

  
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20 Jahre lang bleiben 1440 Lehrerstellen unbesetzt – und niemand merkt es. Rund 120 Millionen Euro wurden nicht ausgegeben. Jetzt braucht es schnelle Konsequenzen, meint unsere Autorin.


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Dieser Bildungskrimi könnte zum Lachen sein. Könnte. Doch wer all die Jahre mit Schulleitern geredet hat, die nicht wussten, wie sie ihre Klassen mit ausreichend Lehrern versorgen, wie sie Förderunterricht und Arbeitsgemeinschaften anbieten sollen, wer von Lehrern hörte, die zwei – und während Grippezeiten – auch drei Klassen parallel betreuen, nicht unterrichten, mussten, der wird wütend. Wütend darüber, wie es sein kann, dass Beamte so beschäftigt sind, sich selbst zu verwalten, dass keinem auffällt, dass etwas über 120 Millionen Euro (!) nicht abgeflossen sind – gehen wir mal davon aus, dass dem tatsächlich so ist. Es ist wirklich nur schwer nachvollziehbar, wie so etwas sein kann.

Seit vielen Jahren wird angemahnt, dass zu wenige Lehrer an Schulen sind. Es könnten 1440 Lehrer mehr sein, stellt sich nun heraus.
Seit vielen Jahren wird angemahnt, dass zu wenige Lehrer an Schulen sind. Es könnten 1440 Lehrer mehr sein, stellt sich nun heraus.  Foto: Jan Woitas

Vorhersehbar war dagegen der Umgang mit der Nachricht. Theresa Schopper an den Pranger zu stellen und rasche Aufklärung zu verlangen: Diese Masche ist zu simpel und falsch. Verbockt wurde die Misere vor zwanzig Jahren von einem Kultusministerium unter Helmut Rau (CDU). Trotzdem muss nun ganz rasch und gründlich geklärt werden, wie so etwas passieren konnte, um zu verhindern, dass es sich wiederholen kann.

Und dann müssen Lehrer an die Schulen. Schnell.

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