An welchen Hohenloher Berufsschulen gerade gebaut wird 

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Der Hohenlohekreis war mit etlichen Umbau- und Sanierungsprojekten in Verzug, jetzt ist langsam etwas Land in Sicht. 

Die Sanierung der maroden Leimbinderkonstruktion am Dach der Ausporthalle in Öhringen war ein äußerst heikles Unterfangen.
Die Sanierung der maroden Leimbinderkonstruktion am Dach der Ausporthalle in Öhringen war ein äußerst heikles Unterfangen.  Foto: Reichert, Ralf

Auch wenn die Zahl der Schüler immer weiter sinkt und immer mehr Schüler vorzeitig aufgeben: Der Hohenlohekreis muss seine Berufsschulen ständig in Schuss halten, um für junge Menschen attraktiv zu bleiben und im harten Konkurrenzkampf mit den Einrichtungen in Bad Mergentheim, Crailsheim, Heilbronn oder Schwäbisch Hall bestehen zu können. Zu allem Überfluss gab es bei wichtigen Umbau- und und Sanierungsprojekten zuletzt eine Hängepartie nach der anderen. Jetzt zeichnet sich ab, dass hier und dort Licht am Ende des Tunnels zu erkennen ist. Zumindest vorläufig.

Das C-Gebäude der Gewerblichen Schule Künzelsau erhält ein elektrisch-physikalisches Kompetenzzentrum mit Cafeteria.
Das C-Gebäude der Gewerblichen Schule Künzelsau erhält ein elektrisch-physikalisches Kompetenzzentrum mit Cafeteria.  Foto: Reichert, Ralf

Der allzu lange verschleppte Umbau des C-Gebäudes der Gewerblichen Schule Künzelsau biege „jetzt endlich in die Endrunde“, verkündete jüngst Christian Wolz, der das Kreishochbauamt leitet. Darin wird ein elektronisch-physikalisches Kompetenzzentrum sowie eine Cafeteria Platz finden. Parallel dazu muss der Bau saniert werden. Im September 2025 soll der erneuerte Komplex offiziell eingeweiht werden. Der ursprünglich anvisierte Einzug Ende 2021 konnte ebenso wenig gehalten werden wie die erste Kostenschätzung. Mittlerweile ist der Betrag auf rund fünf Millionen Euro angestiegen.

Ausporthalle in Öhringen: ein vertracktes Bauprojekt

Das zweite große Sorgenkind ist die Sanierung der Leimbinderkonstruktion am Dach der Ausporthalle in Öhringen. Auch hier gilt: Es dauerte viel länger und wurde viel teurer als gedacht. Nach einem ewigen Hin und Her mit etlichen Verzögerungen haben die Hauptarbeiten im Juni 2024 begonnen, eigentlich sollte schon im Herbst 2021 alles fertig sein. Ende der Herbstferien sollte das Dach komplett geschlossen sein, seitdem sind noch Restarbeiten zu erledigen. Aber: „Die Halle kann voraussichtlich nicht vor Januar für den Schulsport freigegeben werden“, so Wolz. Und: „Wir können den Kostenrahmen nicht ganz einhalten.“ Obwohl sie bereits um das Dreifache gestiegen sind, werden die Ausgaben also wohl über den zuletzt genannten 1,2 Millionen liegen.

Das ist der Stand bei den Kaufmännischen Schulen

In die Kaufmännische Schule Künzelsau war zuletzt immer wieder Wasser eingedrungen. Seit Juni 2024 rücken nun Bauarbeiter diesem Problem zu Leibe. Nach wie vor in der Warteschleife ist die Sanierung der Kaufmännischen Schule Öhringen, wo sich die Räume im Sommer schon länger so stark aufheizen, dass an einen normalen Unterricht kaum zu denken ist. Klar ist: Die Reparaturen werden viel aufwendiger und teurer als geplant.

An der Südseite der Geschwister-Scholl-Schule in Künzelsau brannte es am 28. Oktober 2023. Die meisten Schäden sind beseitigt.
An der Südseite der Geschwister-Scholl-Schule in Künzelsau brannte es am 28. Oktober 2023. Die meisten Schäden sind beseitigt.  Foto: Reichert, Ralf

Dafür hat der Kreis die meisten Schäden des Brandes vom 28. Oktober 2023 an der Geschwister-Scholl-Schule Künzelsau beseitigt, obwohl auch hier nicht alles nach Plan lief. Bis auf das Lehrerzimmer können alle Räume wieder genutzt werden. Die ohnehin fällige Dachsanierung nebst Einbau einer Photovoltaik-Anlage stellt die Verwaltung zurück. Dafür wird das Therapiebad für 160 000 Euro ertüchtigt. Den gewünschten Hausmeisterhelfer lehnte der Kreistagsausschuss ab.

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