„Aufs wahre Leben bezogen“: Neues Studienangebot in Künzelsau ist gut nachgefragt
Management, angewandte Psychologie und Soziales vereint: Das steckt hinter einem besonderen Studiengang an der Reinhold-Würth-Hochschule in Künzelsau.

Die Hochschule Heilbronn überarbeitet regelmäßig ihre Studienangebote und entwickelt sie weiter. Dass dieser Schritt wichtig ist, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Künzelsau.
„Wir wollen attraktive Studienangebote schaffen“, so Stefanie Sachsenmaier, die an der Reinhold-Würth-Hochschule Künzelsau als Studiendekanin Betriebswirtschaft und Sozialmanagement tätig ist. Mit dem neuen Studiengang Management und angewandte Psychologie im Sozialwesen liegt die Hochschule richtig: 35 Plätze gibt es eigentlich pro Semester. Schon bei der Premiere im vergangenen Wintersemester war das Interesse hoch, es konnten 51 Studenten loslegen. Auch dieses Sommersemester sind mehr als 35 dabei, so Stefanie Sachsenmaier.
Management und angewandte Psychologie im Sozialwesen: Hier können Absolventen arbeiten
Familien- und Altenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe oder im Gesundheitswesen: Aus Sicht der Hochschule gibt es viele Bereiche, in denen Absolventen später tätig sein können. Mit dem neuen Angebot sieht Stefanie Sachsenmaier die Studenten dafür gut gerüstet. „Das Interdisziplinäre ist ganz wichtig“, betont die Professorin für BWL und Marketing. Beim Bachelor soll es nicht bleiben, einen Masterabschluss will die Hochschule ebenfalls noch anbieten.
Etwas mit Psychologie und Wirtschaft in Kombination wollte Leni Dlugosch studieren. Dass in Künzelsau nun auch der Aspekt Sozialwesen dabei ist, begeistert sie. „Das ist wichtig“, sagt die Studentin. Drei Bereiche seien abgedeckt. Die Fächerkombination sagt auch Jannis Hagenmeyer zu, zumal der Studiengang ebenfalls viel Praxisbezug habe. Am Standort Künzelsau ist er begeistert, hatte zuvor in Freiburg damit begonnen, unter anderem Philosophie zu studieren. Das brach er ab, zu theoretisch war es ihm.
Vertiefte Praxis: Studenten kommen über Kooperationspartner in Einrichtungen
Die vertiefte Praxis, die die Hochschule bietet, begrüßt Jannis Hagenmeyer. Über Kooperationspartner hat der Student sogar eine Stelle als Werkstudent erhalten. Leni Dlugosch findet diesen Praxisbezug genauso wichtig. Nur Theorie, das biete der Studiengang gerade nicht. „Es ist aufs wahre Leben bezogen.“
Die beiden Studenten fühlen sich ernstgenommen beim Studium. Man sei integriert, sagt Leni Dlugosch. Wer sich dafür interessiert, so Jannis Hagenmeyer, solle eine „gewisse Grundmotivation“ mitbringen. Dem stimmt die Professorin zu. „Interesse ist die halbe Miete“, betont Stefanie Sachsenmaier.
Die Praxis ist den Verantwortlichen wichtig. Jedes Semester gehe es raus zu Einrichtungen, sagt Stefanie Sachsenmaier. Die Hochschule Heilbronn, zu der der Campus Künzelsau gehört, ist im regen Austausch mit externen Partner. Über neue Studiengänge seien die im Bilde, so die Professorin. Die aktuelle Situation kommt Studenten zugute: Auch wegen des Fachkräftemangels seien viele Unternehmen und Einrichtungen offen, Studenten beispielsweise als Werkstudenten anzustellen.
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