Aufgestockte Regiobuslinien in der Region: Neuenstadt neu, Dörzbach verlängert
Die erweiterten und vom Land geförderten Bahnzubringer zahlen sich aus. Die Busse steuern Waldenburg, Bad Mergentheim, Möckmühl und Heilbronn an. Künzelsau, Dörzbach sowie Beilstein profitieren davon - und bald auch Neuenstadt.

Mittel- und Unterzentren ohne Bahnanschluss können seit 2015 auf stark erweiterte und vom Land geförderte Regiobuslinien zurückgreifen, um verlässlich im Stunden- oder Halbstundentakt von früh morgens bis spät abends an den Schienenverkehr angebunden zu sein. Das Modell hat sich bewährt und wird ab 1. August 2026 um eine weitere Linie auf dann 52 erweitert: Diese führt von Neuenstadt zum Heilbronner Hauptbahnhof.
Linie 11 zwischen Dörzbach und Möckmühl ist bis Ende 2031 gesichert
Damit gibt es nun 52 dieser „bwregiobusse“ – drei davon im Hohenlohekreis. Die Linie 11 zwischen Dörzbach und dem Bahnhof in Möckmühl wurde Ende 2021 aufgewertet. Die Landesförderung war zunächst bis Ende 2026 gesichert – und wird nun bis Ende 2031 verlängert. Dafür muss der Hohenlohekreis keinen Cent zusätzlich berappen, die Zahl der Fahrgäste ist zwischen 2022 und 2024 um 23,9 Prozent gestiegen. Es gibt 29 Haltestellen, die Strecke misst 38,1 Kilometer, die durchschnittliche Fahrzeit beträgt 53 Minuten. Anschlüsse in Möckmühl bestehen zum Regionalexpress RE 8 nach Würzburg und Stuttgart und zum MEX 18 Richtung Osterburken sowie Stuttgart und Tübingen.
Die Linien 7 und 19 muss der Kreis mitfinanzieren, aber es rechnet sich
Die Regiobuslinien 7 und 19 verbinden Künzelsau seit Anfang und Ende 2016 mit den Bahnhöfen in Waldenburg und Bad Mergentheim. Das Land fördert dieses Angebot, trotzdem muss der Kreis für beide Linien jedes Jahr 255 000 Euro drauflegen. Doch das rechnet sich. 32,8 Prozent mehr Fahrgäste wurden von 2016 bis 2024 auf der Linie 7 gezählt, 26,9 Prozent mehr waren es auf der Linie 19. Bereits im Dezember 2024 war klar, dass diese Erfolgsgeschichten fortgeschrieben werden können. Das Land hatte die Förderung bis Ende 2029 verlängert.
So verläuft die Linie 7 zwischen Künzelsau und Waldenburg
Die Linie 7 führt von Künzelsau über Gaisbach und Kupferzell nach Waldenburg. Auf den 15,3 Kilometern gibt es 19 Haltestellen, die durchschnittliche Fahrzeit liegt bei 24 Minuten. Anschlüsse in Waldenburg bestehen zum Regionalexpress RE 80 Richtung Crailsheim und Heilbronn sowie zur Regionalbahn RB 83 nach Heibronn und Hessental.
So verläuft die Linie zwischen Künzelsau und Bad Mergentheim
Die Linie 19 führt von Künzelsau über Dörzbach nach Bad Mergentheim und hat 25 Haltestellen. Für die 41,2 Kilometer benötigen die Busse im Schnitt 57 Minuten. Anschlüsse bestehen in Mergentheim zum Regionalexpress RE 87 Richtung Crailsheim und Aschaffenburg sowie zur Regionalbahn RB 88 nach Crailsheim und Lauda.
In Heilbronn-Franken gibt es bislang sieben geförderte Linien
In Heilbronn-Franken gibt es bislang sieben dieser Regiobuslinien. Neben den drei im Hohenlohekreis sind das Buchen-Tauberbischofsheim im Main-Tauber-Kreis, Bühlertann-Schwäbisch Hall und Crailsheim-Gerabronn im Landkreis Hall sowie Beilstein-Heilbronn im Landkreis Heilbronn.
Als achte Linie kommt bald die zwischen Neuenstadt und Heilbronn dazu
Letzterer Kreis bekommt nun Zuwachs: mit Neuenstadt-Heilbronn. Dazu wird die bestehende kommunale Buslinie „KocherShuttle“ aufgewertet und bis zum Hauptbahnhof verlängert. Die Busse starten werktags um 5 Uhr und fahren bis 24 Uhr, tagsüber sind sie halbstündlich unterwegs. An Samstagen verkehren sie von 6 bis 24 Uhr und an Sonntagen von 7 bis 24 Uhr: jeweils einmal pro Stunde.
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