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Premiere geglückt

Auf der CMT: Tourismus im Norden erstmals an einem Stand vereint 

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Sechs Ferienregionen von Rhein-Neckar übers Heilbronner Land bis Hohenlohe bewerben auf einer Werbeplattform vier Themen: Das gab es noch nie auf der Tourismusmesse CMT. 

Auf los geht’s los (von links): Die Landräte Ian Schölzel und Gerhard Bauer, Bürgermeister Klaus Detlev Huge, Landrat Christoph Schauder, Staatssekretär Patrick Rapp, Tourimia-Chef Bernhard Mosandl, Landrat Achim Brötel, TMBW-Chefin Christine Schönhuber und Landrat Stefan Dallinger.
Auf los geht’s los (von links): Die Landräte Ian Schölzel und Gerhard Bauer, Bürgermeister Klaus Detlev Huge, Landrat Christoph Schauder, Staatssekretär Patrick Rapp, Tourimia-Chef Bernhard Mosandl, Landrat Achim Brötel, TMBW-Chefin Christine Schönhuber und Landrat Stefan Dallinger.  Foto: Reichert, Ralf

Von Rhein-Neckar bis Hohenlohe, vom Lieblichen Taubertal bis zum Heilbronner Land, vom Odenwald bis Kraichgau-Stromberg: So weit reicht der vereinte touristische Norden Baden-Württembergs. Es ist die zweitgrößte Destination nach dem Schwarzwald. Deshalb ist es nur konsequent, dass der erste Gemeinschaftsstand auf der CMT in Stuttgart mit knapp 400 Quadratmetern der zweitgrößte in Halle 6 ist, wo die nationalen und landesweiten Urlaubsträume und Urlaubsräume zur Schau gestellt werden.

Im Ländle auf dem zweiten Platz

„Im Süden ganz oben“: So heißt der Slogan, der die sechs Ferienregionen vereint. In der Messehalle findet sich der Stand freilich ganz hinten wieder. Doch das Logo prangt unverkennbar und gut ausgeleuchtet an den oberen Ecken und ist deshalb nicht zu übersehen. Rechnet man alle Übernachtungen dieser Allianz zusammen, steht der Norden auch schon auf dem zweiten Platz. Die regionalen Marken für sich können es aber noch nicht mit Platzhirschen wie Schwarzwald, Bodensee oder Schwäbische Alb aufnehmen. Umso selbstbewusster ruft Christoph Schauder beim offiziellen Kick-Off am Montagnachmittag in die Besuchermenge: „Wir spielen nicht auf Platz, sondern auf Sieg. Schauen wir mal, was in den nächsten Jahren passiert.“ Der Landrat des Main-Tauber-Kreises ist Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Tourimia Tourismus GmbH, die 2024 aus der Taufe gehoben wurde und die Marketingaktivitäten des Nord-Verbunds managt.

„Clevere Strukturen geschaffen“

Dessen Geschäftsführer Bernhard Mosandl beschwört und bekräftigt den „Mut zum Wandel“, mit denen alle gemeinsam jene „neuen und cleveren Strukturen geschaffen haben“, die jetzt auch erstmals in Form des gemeinsamen Standes sowie der neuen Internetseite sichtbar werden, die bei dieser Gelegenheit ebenfalls freigeschaltet wird.

Vier zentrale Themen beherrschen das Marketing

Beide Werbeplattformen setzen auf vier Themen, die über die gesamte Destination konsequent bespielt werden und deren verbindende Gemeinsamkeiten abbilden – die in den sechs Regionen aber trotzdem in unterschiedlicher Tiefe und Breite zum Tragen kommen und so zu einer erfrischenden Vielfalt in der Einheit beitragen. Als da wären: Radfahren, Wohnmobil und Camping, Wein und Genuss sowie Wandern und Entdecken. Die vier Beratungs-Inseln bieten eine Fülle an mündlicher Expertise und schriftlichem Prospektmaterial. Beides wird am Montag sehr rege in Anspruch genommen.

Teamleistung steht im Vordergrund

Nicht die Regionen selbst und deren Namen, sondern die Themen stehen hier also im Mittelpunkt: Das gab es so noch nie in Halle 6 auf der CMT. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase finden die meisten: Das passt und ist mal etwas anderes. Patrick Rapp, der für Tourismus zuständige Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, schwärmt davon gleich in den höchsten Tönen, als er das Wort ergreift. Den Süden auf diese Weise „ganz nach oben zu katapultieren“ sei eine bemerkenswerte „Teamleistung“ gewesen. Keiner habe sich „in den Mittelpunkt geschoben“. Man könnte auch sagen: Es gibt keine Kirchtürme mehr, die wie in der Vergangenheit auf Biegen und Brechen verteidigt werden.

Wie das zarte Pflänzchen plötzlich ganz schnell aufblühte

Dass das Wirtschaftsministerium nur der „Anschieber“ gewesen sei, greift indes zu kurz. Ohne den anfangs immer lauteren Druck von oben, endlich eine Nord-Destination zu bilden und alle Eitelkeiten beiseite zu schieben, wäre das Unternehmen Tourimia viel schwerer ins Rollen gekommen. Im Sommer 2023 trafen sich also „drei von sieben“, wie Christoph Schauder bemerkt, um zu beschließen, „es nochmal angehen zu können“, nachdem etliche Versuche in den letzten „Jahrzehnten“ gescheitert waren. „Dann ist das Ganze plötzlich in Windeseile auf sieben angewachsen.“ Und in diesem Tempo ging es bis heute weiter. Das alles wäre nicht denkbar gewesen ohne die finanzielle Hilfe des Landes. Deshalb sind am Ende dieser Odyssee alle Entscheider bei der Messepremiere sichtlich zufrieden.

Der neue Song zum Slogan

Der neue Werbe-Slogan heißt „Im Süden ganz oben“. Dazu gibt es einen neuen und gleichnamigen Werbe-Song. „Wir haben weder Mühen noch Kosten gescheut und ganz viel Herzblut hineingelegt“, sagt Bernhard Mosandl. Der Schlager im Stil der 80er feierte beim Kick-Off des Messe-Stands „Weltpremiere“. 

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