Hohenloher AfD-Abgeordneter Anton Baron will bei Landtagswahl das Direktmandat
Der Landtagsabgeordnete Anton Baron soll erneut für die AfD in den Wahlkampf vor der Landtagswahl 2026 ziehen. So haben es die Mitglieder des Wahlkreises Schwäbisch Hall-Hohenlohe entschieden. Was Baron zur Einschätzung des Verfassungsschutzes sagt.
Das Votum der anwesenden und stimmberechtigten 18 AfD-Mitglieder ist eindeutig und einstimmig: Anton Baron soll erneut für die AfD in den Wahlkampf vor der Landtagswahl im Frühjahr 2026 ziehen. Sein Ziel kommuniziert Anton Baron ebenfalls sehr eindeutig und unmissverständlich: „Wir holen das Direktmandat.“ Bekräftigend fügt er hinzu: „Das ist mein erklärtes Ziel.“
Derzeit vertritt Anton Baron mit Arnulf von Eyb (CDU) und Catherine Kern (Grüne) Hohenlohe in Stuttgart. Das Direktmandat hat bei der vergangenen Landtagswahl erstmals die Grünen-Kandidatin der CDU abspenstig gemacht.
AfD laut Verfassungsschutz gesichert rechtsextrem – was Baron dazu sagt
Hat die Einschätzung des Verfassungsschutzes, dass die AfD gesichert rechtsextrem ist, etwas an Barons Bereitschaft zur Kandidatur verändert? „Auf keinen Fall. Ich finde es schwierig, dass eine scheidende Regierung das als letzten Akt noch macht“, ärgert sich Baron vor vor allem darüber, „dass das Gutachten dazu unter Verschluss gehalten wird“.

Baron bezieht Position: „Höcke ist unser äußerster Rand. Weiter darf es nicht gehen“, betont er gegenüber der Hohenloher Zeitung. Extreme Mitglieder wolle er in seinem Kreisverband nicht sehen. „Im Zweifel werfen wir sie raus“, sagt er, wissend, dass das Parteiausschlussverfahren das nicht ganz so einfach ermögliche.
AfD hat rund 200 Mitglieder in Hohenlohe – Bernd Weber ist Ersatzkandidat
„Wir sind extrem gewachsen“, verweist Baron auf die steigende Zahl der Mitglieder, die derzeit um die 200 im Kreisverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe liegt, wie Bernd Weber sagt. Weber wurde mit einer Gegenstimme zum Ersatzkandidaten gewählt. Seit der vergangenen Kommunalwahl ist er mit zwei weiteren AfD-Mitgliedern Teil des Bretzfelder Gemeinderats und seit einiger Zeit Mitarbeiter im Team von Anton Baron.
Baron verweist in seiner neuneinhalbminütigen Rede auf seine mittlerweile über zehnjährige Erfahrung in der Kommunalpolitik als Stadtrat in Öhringen und Kreisrat. Sowohl als Kreissprecher wie auch im Landtag habe er Führungsverantwortung übernommen, betont Baron.
Nominierungsversammlung in Niedernhall: AfD sieht Kurs bestätigt
Er erklärt an diesem Abend in der Niedernhaller Stadthalle, dass ihm die bürgerliche Ausrichtung der AfD wichtig sei. Er spricht von einem Versagen der Regierungsparteien bei der Migrationspolitik, verweist darauf, dass die AfD schon lange Sach- statt Geldleistungen gefordert habe. Der Hohenlohekreis habe das mit der Bezahlkarte nun umgesetzt, sieht sich Baron bestätigt. Er plädiert für die freie Wahl: Menschen sollten entscheiden können, ob sie ein E-Auto oder ein Auto mit fossilen Energien fahren wollen
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