Der künftige Schwarz-Chef Gerd Chrzanowski wird 50

Neckarsulm  Gerd Chrzanowski feiert am Sonntag Geburtstag. Seit seinem Studienabschluss ist er in der Neckarsulmer Gruppe tätig. Aber auch Ehrenämtern verschließt er sich nicht.

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Gerd Chrzanowski. Foto: Schwarz-Gruppe

Kurz vor seinem runden Geburtstag waren die Fronten dann geklärt: Mit dem Ausscheiden von Melanie Köhler und Klaus Gehrig bei der Schwarz-Gruppe sowie der Benennung von Kenneth McGrath als künftiger Lidl-Vorstandsvorsitzender ist der weitere Weg von Gerd Chrzanowski vorgezeichnet - und der wird in wenigen Monaten an die Spitze von Europas größtem Handelskonzern führen.

An diesem Sonntag tritt das jedoch etwas in den Hintergrund - dann feiert der gebürtige Offenburger seinen 50. Geburtstag. Wo und wie er feiert, da hält er es wie alle seine Vorgänger an der Schwarz-Spitze - er hüllt sich darüber in Schweigen.

Jahrelang Ligaspieler im Tischtennis

Dabei zeigt sich Chrzanowski im Gegensatz zu Dieter Schwarz durchaus regelmäßig in der Öffentlichkeit. Jahrelang spielte er Tischtennis beim TV Bad Rappenau, trat sogar noch 2018 in Liga-Kämpfen an. Seine besondere Eigenart: Er krempelte die Beine seiner Hosen hoch, so dass es aussah, als spiele er in Badehose. Von 2009 bis 2019 saß er im Ortschaftsrat des Eppinger Teilorts Rohrbach für die CDU/BV-Fraktion. Und seit 2017 gehört er der Vollversammlung der IHK Heilbronn-Franken an - auch diesen Stuhl hat er von Klaus Gehrig übernommen. "Neben einer guten Ausbildung und Erfolg im Studium ist es mindestens genauso wichtig, aktiv zu sein", gab er 2015 den Wirtschaftsstudenten der Hochschule Bochum mit, als er in die "Gallery of the Tops" aufgenommen wurde. "Engagieren Sie sich in Vereinen, Organisationen etc. Denn hier geht es darum, schon früh Verantwortung zu übernehmen und eine Sache weiterzutreiben." Er hat das getan.

Bei Lidl als Inhouse Consultant gestartet

Zur Schwarz-Gruppe kam Gerd Chrzanowski als Inhouse Consultant bei Lidl im Jahr 2000, nach dem Studium zum Diplom-Betriebswirt International Business (Business in Europa) an der Hochschule Bochum. 2002 wurde er Bereichsleiter technischer Einkauf bei Lidl Deutschland, 2004 Geschäftsführer Organisation und schließlich 2008 Vorstand Zentrale Dienste bei Lidl International. 2014 wechselte er als Vorstand Zentrale Dienste in die Schwarz-Gruppe. Zuständig für Beschaffung, Bau und Dienstwagen-Management, baute er die Entsorgungssparte als drittes Standbein auf. 2019 wurde er schließlich Stellvertreter von Klaus Gehrig an der Spitze der Gruppe, ein Jahr später auch offiziell als Nachfolger nominiert. Dafür musste er - nach dem überraschenden Ausscheiden von Ignazio Paterno - wieder zu Lidl zurück und die Leitung des Discounters übernehmen. Aber hier zeichnet sich ja inzwischen die Nachfolge ab.


Heiko Fritze

Heiko Fritze

Autor

Heiko Fritze arbeitet seit 2001 bei der Heilbronner Stimme. Er ist für das Team Wirtschaft & Politik tätig.

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