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Heilbronner Weihnachtszirkus: Eine Show der Superlative begeistert Premierenpublikum

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Dem 24. Heilbronner Weihnachtszirkus gelingt zur Premiere eine tolle zweieinhalbstündige Show. Die Zuschauer feiern die Künstlern mit langanhaltendem Applaus.


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Schon eine halbe Stunde vor Premierenbeginn strömen die Menschen in Richtung Theresienwiese. Wer jetzt noch einen Parkplatz sucht, hat schlechte Karten. Die Autos, die zuvor den Parkplatz angesteuert haben, tragen Nummernschilder, die für Schwäbisch Hall, Mannheim, Ludwigsburg und natürlich Heilbronn stehen. Auch das weihnachtlich dekorierte Vorzelt ist bereits gut gefüllt.

Die Gesichter der Besucher, die sich bei Wein, Bier und Popcorn auf die Premierenvorstellung des 24. Heilbronner Weihnachtszirkus einstimmen, sind erwartungsfroh. Die Messlatte liegt hoch, seit Zirkusdirektor Sascha Melnjak Jahr für Jahr für neue Rekorde sorgt.      


Weihnachtszirkus Heilbronn feiert Premiere: Stolze Frauen, edle Pferde 

Das Hauptzelt füllt sich in Windeseile bis auf den letzten Platz, als Rebecca Siemoneit-Barum, Schauspielerin, Moderatorin und selbst ein Zirkuskind, die Showgirls „La Bouche“ aus England und Schweden ankündigt, die die diesjährige Show eröffnen. Die sechs Frauen bilden mit ihren farbenprächtigen Kostümen und ausdrucksstarken Choreographien so etwas wie den glamourösen roten Faden, der sich durch die Vorstellung zieht.

Auf stolze Frauen folgen stolze ungarische Pferde, die Florian Richter, Träger des Goldenen Clowns beim internationalen Zirkusfestival in Monte Carlo, mit minimalen Handbewegungen zu Höchstleistungen in der Manege treibt. Später wird seine Tochter Angelina die Figur des Csikós übernehmen und auf zwei Pferden stehend 14 Schimmel und Rappen durch das Rund dirigieren - eine tolle Nummer.

Schlag auf Schlag bei der Premierenvorstellung in Heilbronn

Im schnellen Wechsel folgen die chinesischen Jongleurkünstler der Hebei Acrobatic Troupe mit ihrer spektakulären Hüteshow, die Ikarier, die mit Salti, Schrauben und weiteren artistischen Figuren durch die Lüfte wirbeln, das argentinische Duo Rings mit ihrer von Tangoklängen untermalten Luftakrobatik an den Ringen und schließlich ein ganzer Bauernhof von Namayca und Paul Bauer, samt Dalmatiner und Zwerghahn, die mit Ziegen, Hängebauchschweinen und Pony ihre Kunststücke aufführen und die Herzen der Besucher erwärmen.

Zwischen den einzelnen Nummern sorgen die Clowns Steve und Ryan, die stark an Dick und Doof alias Stan Laurel und Oliver Hardy erinnern, für Slapstick und Klamauk.

 

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„Beide sind tolle Reprisenclowns, die immer wiederkehren und mit kleinen witzigen Geschichten das Publikum unterhalten und auch die Umbauphasen überbrücken“, erläutert Sascha Melnjak in der Pause. Dem Zirkusdirektor ist zu dem Zeitpunkt schon „ein Riesenfels vom Herzen gefallen. Ich war sehr nervös, weil der Regisseur kurzfristig ausgefallen war und ich einspringen musste“, schildert der 49-Jährige, dem die Erleichterung auch am nächsten Tag noch anzumerken war. „Es war ein tolles Gefühl, und ich bin stolz auf Team“, betont Melnjak.                         

Spektakuläre Zirkusnummern im Weihnachtszirkus

Denn auch nach der Pause hat der Zirkusdirektor keinen Grund mehr, nervös zu sein. Ob Uncircle Flow, die Einrad fahrenden und tanzenden Japanerinnen, die asiatische Eleganz und Perfektion in die Manege zaubern, die spanischen Trapezkünstler von Arte Algo, die Olmos Brothers mit ihren Höhenflügen auf dem Corean Board oder die chilenischen Trapezkünstler Flying Halcones, die mit vierfach Salto, Schrauben und Flugeinlagen unmittelbar unter dem Zirkusdach die Zuschauer zum Staunen bringen, die Show reiht eine spektakuläre Nummer an die andere.

Dazu zählt auch der zweite Auftritt der chinesischen Hebei Acrobatic Troupe, mit eine ganz neuartigen Vasenjonglage und die acht Argentinier der Gruppe Argendance, die mit ihren Trommeln und Boleadoras, ursprünglich Wurfgeschosse für die Jagd, einen atemberaubenden Tanz aufs Parkett legen. Zum Ausklang wird es dann noch einmal wohltuend ruhig, als das Duo Unity ihren romantischen Traum voller Harmonie und sportlicher Ästhetik auf dem Cyr Wheel tanzen.

„Es war richtig schön, ich habe großen Respekt vor den Darstellern“, schwärmte Lea Mezger am Ende der zweieinhalbstündigen Show, als sich alle Zuschauer erheben, um den 70 Künstlern zum Finale in der Manege mit lang anhaltendem Beifall für ihre Leistungen zu danken. „Die Trapezshow fand ich am besten“, sagt Mezger. Auch die Tiershow auf dem Bauernhof hat es der 19-jährigen Ilsfelderin angetan.

Hintergrund: Der Heilbronner Weihnachtszirkus bringt es in der Saison 2024/25 auf 41 Vorstellungen, so viele wie nie zuvor. Das liegt auch an der großen Kartennachfrage, denn viele Vorstellungen waren schon vor Tagen ausverkauft. Deshalb hat sich Zirkusdirektor Sascha Melnjak dazu entschlossen, drei Zusatzvorstellungen ins Programm aufzunehmen. Sie finden am 27. 28. und 29. Dezember jeweils um 11 Uhr statt.    




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