Vor Trump-Putin-Treffen: Ukrainer in Heilbronn und Hohenlohe hoffen auf Frieden
Die Verhandlungen zwischen den Präsidenten der USA und Russlands werden mit Spannung erwartet. Was sich Ukrainer in Heilbronn und Hohenlohe von den Verhandlungen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin erwarten.
Durchbruch oder Fehlschlag: Die Erwartungen vor dem mit Spannung erwarteten Treffen zwischen Wladimir Putin und Donald Trump am 15. August in Alaska sind gespalten. Das erste Treffen zwischen dem amerikanischen und dem russischen Präsidenten, nach der Wiederwahl Donald Trumps findet zudem in einer Phase statt, in der russische Truppen in der Ukraine immer weiter vorrücken.

Auch deshalb schauen die Ukrainer, die in der Region leben, vor allem mit Bangen nach Alaska. „Von einem politischen Spiel“, spricht Anastasia Kosak dabei mit Blick auf die anstehenden Gespräche. „Putin verhandelt, schießt weiter und macht Geländegewinne“, glaubt die Vorsitzende der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft (DUG) Heilbronn nicht daran, dass der russische Präsident ernsthaft verhandeln wird.
Veranstaltung zum Unabhängigkeitstag der Ukraine
Sie glaubt auch nicht daran, dass Trump, der dem russischen Präsidenten ein Ultimatum gestellt hatte, Putin zum Frieden zwingen kann. „Solange Putin die Unterstützung Chinas, Nordkoreas und Indiens hat, lässt er sich nicht beeinflussen“, ist Kosak überzeugt.
Im Verein wollen die Ukrainer weiter aktiv bleiben und für die Unabhängigkeit der ganzen Ukraine in der Region demonstrieren. Bereits am nächsten Samstag ist in Crailsheim eine Veranstaltung zum Unabhängigkeitstag des Landes geplant, der jährlich am 24. August gefeiert wird. Weitere Aktionen der DUG sind auch in den kommenden Monaten geplant. Unabhängig davon wie die Verhandlungen in Alaska ausgehen. Hoffnung von Ukrainern auf Souveränität
Der Wunsch nach einer Einigung ist auch bei Ukrainern in Hohenlohe groß. „Als Mensch, der sich nach Frieden sehnt, wünsche ich mir, dass der Krieg ein Ende hat“, beginnt Tatjana Daruda. Die gebürtige Ukrainerin lebt seit Kriegsbeginn im Frühjahr 2022 mit ihrer Tochter in Pfedelbach. Kritisch sieht sie jedoch, welchen Preis der Frieden haben kann: „Für Putin bedeutet Kriegsende eine Eingliederung der Ukraine in die russische Föderation.“
Das verletze aus ihrer Sicht die Souveränität der Ukraine. „Ich finde, dass man respektieren muss, dass die Ukraine ihre Unabhängigkeit behält“, ergänzt die Mutter, deren Sohn noch in der Ukraine ist. Sie plädiert dafür, dass schnell eine Lösung gefunden wird und „das Blut vergießen endlich ein Ende hat.“ Es seien zu viele Leute gestorben. Ihre Meinung bezüglich der Ukraine teilt nicht jeder aus ihrem Freundes oder Familienkreis. Es gebe verschiedene Ansichten und auch viele, die sich auf die Seite von Putin stellten.
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