Young- und Oldtimertreffen in Heilbronn wird zum vollen Erfolg
Grund zur Freude bei den Organisatoren des Young- und Oldtimertreffens in Heilbronn. Die fünfte Ausgabe zieht bei bestem Wetter viele Autofreunde an.
Bernd Sandrisser, Sportleiter des Motorsportclubs Heilbronn (MCH), wuselt eilig durch den Innenhof der Genossenschaftskellerei Heilbronn. „So viele Autos hatten wir um die Zeit noch nie auf dem Platz, es ist gerade mal halb elf und schon 200 Fahrzeuge“, strahlt er. Die fünfte Ausgabe des Young- und Oldtimertreffens am Sonntag ist ein absoluter Erfolg. Das zu diesem Zeitpunkt älteste Auto ist Baujahr 1928, das jüngste dürfte ein Audi A2 sein – ja, mit Baujahr 2001 ist das tatsächlich schon ein Youngtimer. Dazwischen gibt es quasi alles, was das Motorenherz höher schlagen lässt.
Neue Generation, neue Modelle: So verändert sich die Oldtimer-Szene
Eines fällt auf: Es fahren viele Fahrzeuge ein, die der aktuell 49-jährigen Autorin noch gar nicht so alt vorkommen. Aber selbst Golf fahren inzwischen mit H-Kennzeichen durchs Land, ebenso wie 3er BMWs. „Die Szene hat sich in den letzten Jahren verändert, die Jungs und Mädels, die jetzt nachkommen, haben ganz andere Modelle auf dem Schirm als wir früher“, stellt Bernd Sandrisser fest. Denn die saßen eben auf den Rücksitzen von genau diesen Fahrzeugen, als es damals mit den Eltern in den Urlaub ging.
Überhaupt spielen Nostalgie und Erinnerungen eine große Rolle, denn nicht immer ist alles, was hier zu sehen ist, auf den ersten Blick ein schönes Auto. Gut, das Mercedes SL Cabrio in knallrot aus dem Jahr 1985 gehört wohl schon dazu. Dieter Schoch hat sich damit einen Jugendtraum erfüllt. „Meine Frau und ich haben beide beim Daimler geschafft und als wir anfingen, lief diese Baureihe gerade aus“, erzählt der Erlenbacher. Also fanden beide, der sollte es sein. Ein reines Sonntagsfahrzeug, 2500 Kilometer im Jahr kommen maximal dazu, gern auf dem Weg zu so einem Treffen. „Die Organisation hier ist großartig.“
Auf den ersten Blick nicht so prachtvoll ist das Modell, was sich Peter Pilz vor rund 20 Jahren ausgesucht hat: ein VW Iltis Baujahr 1986, ein Militärfahrzeug. „Weil ich genau den schon bei der Bundeswehr gefahren bin“, sagt der Affalterbacher grinsend. Auf die Straße geht er damit kaum, außer zu solchen Treffen. Sonst ist das gute Stück bei der Forstarbeit im Einsatz. „Das ist bequemer, als man denkt und immer luftig.“ Frank Siebolds Frau hat einst das Fahren in einem Fiat 500 gelernt, deswegen steht so einer in weiß in ihrer Garage in Lauffen. „Damit bekommt man immer einen Parkplatz“, witzelt er über das überaus goldige Gefährt, Baujahr 1970. Viel weiter als zur italienischen Eisdiele wird der Fiat aber selten bewegt.

Von Manta bis Maserati: Diese Bandbreite an Fahrzeugen ist vertreten
Maserati, Manta, alte VW-Busse, riesige Ami-Kutschen, NSU oder sogar ein Fiat Panda, der schon die Rallye Paris-Dakar mitgefahren ist - die Bandbreite ist enorm groß. Der Engländer-Stammtisch Heilbronn ist gleich mit ein paar Autos gekommen. Auch hier spielen Erinnerungen eine große Rolle. „Mein Vater hat Anfang der 70er mal einen MG gefahren, das blieb bei mir all die Jahre hängen, also hab ich mir auch einen gekauft, erst einen neuen, dann einen Oldtimer“, erzählt Matthias Dürr aus Brackenheim. Deutsche Autos seien immer so brav gewesen, die Engländer hätten aufregende Designs gehabt, ergänzt Hans-Georg Ehses. So ist für jeden was dabei.
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