Heilbronn mit Blitzer-Bilanz: Das waren die höchsten Tempoverstöße 2025
Die Stadt Heilbronn zieht Bilanz der Tempokontrollen 2025: Insgesamt 75.689 Fahrer wurden geblitzt. Besonders häufig lösten die städtischen Enforcement-Trailer aus – es gab einige extreme Tempoverstöße.
Die Stadt Heilbronn hat ihre Bilanz der Tempokontrollen für 2025 vorgelegt. Demnach sind bei Kontrollen des Ordnungsamtes insgesamt 75.689 Fahrzeugführer geblitzt worden. Den größten Anteil machten dabei die drei mobilen städtischen Enforcement-Trailer aus – die grauen Blitzanhänger am Straßenrand. Sie registrierten 42.740 Verstöße.
Weitere 18.827 Tempoverstöße wurden bei mobilen Kontrollen des Ordnungsamtes festgestellt, 14.122 Fälle erfassten die fest installierten Blitzersäulen, die sogenannten Starenkästen, teilte die Stadt am Dienstag (3. März) mit.
Blitzerbilanz 2025 in Heilbronn: In 229 Fällen ein Fahrverbot angeordnet
In 2181 Fällen überschritten Verkehrsteilnehmende die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mindestens 21 Stundenkilometer. Diese Verstöße führten zu einem Punkteeintrag im Fahreignungsregister in Flensburg. Zusätzlich wurde in 229 Fällen ein Fahrverbot angeordnet.
Die Auswertung zeigt, dass die Mehrheit der Verstöße auf geringfügige Tempoüberschreitungen zurückzuführen ist. Sie wurden wie in den Vorjahren überwiegend mit Verwarnungsgeldern zwischen 20 und 55 Euro geahndet.
Mehr als die Hälfte der mobilen Kontrollen in Heilbronner Tempo-30-Zonen
Ein großer Teil der mobilen Kontrollen fand in Bereichen mit niedrigen Tempolimits statt. Rund 55 Prozent der Messungen wurden in Tempo-30-Zonen durchgeführt. Weitere 15 Prozent erfolgten in Bereichen mit Tempo 40, rund 17 Prozent in Tempo-50-Zonen.
Nach Angaben der Stadt bleibt überhöhte Geschwindigkeit weiterhin eine der wichtigsten Ursachen für schwere Verkehrsunfälle. „Zu schnelles Fahren und nicht angepasste Geschwindigkeit gehören nach wie vor zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle“, sagt Bürgermeisterin Agnes Christner. Deshalb will die Stadt die Kontrollen auch künftig konsequent im gesamten Stadtgebiet fortsetzen.
Besonderes Augenmerk legt das Ordnungsamt dabei auf polizeilich ausgewiesene Unfallschwerpunkte sowie auf Gefahrenstellen in der Nähe von Schulwegen, Kindergärten, Spielplätzen, Sportanlagen und Seniorenheimen. Auch Hinweise aus der Bevölkerung werden bei der Auswahl der Messstellen berücksichtigt.
Extremer Tempoverstoß: 106 km/h in Heilbronner 30er-Zone gemessen
Einige Fälle aus dem Jahr 2025 zeigen besonders gravierende Tempoverstöße. Den höchsten registrierten Wert gab es in Frankenbach in der Würzburger Straße: Dort wurde ein Fahrer mit 106 Stundenkilometern statt der erlaubten 30 km/h gemessen. Die Folge sind 843,50 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.
Auch an anderen Stellen im Stadtgebiet wurden extreme Überschreitungen registriert. In der Wilhelmstraße, wo Tempo 40 gilt, fuhr ein Fahrzeug mit 94 km/h am Messgerät vorbei. Bei einem Erstverstoß und fahrlässigem Begehen wären innerorts 560 Euro Bußgeld die Folge, zwei Punkte und ein zweimonatiges Fahrverbot. Bei einem wiederholten Verstoß oder Vorsatz kann es laut Stadt teurer werden.
Auf der B293 in Höhe der Otto-Konz-Brücke wurde ein Fahrer mit 109 km/h statt der erlaubten 50 km/h erfasst. Bei einem Erstverstoß wären außerhalb von Ortschaften 480 Euro Bußgeld die Sanktion plus zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Auf der Neckartalstraße schließlich blitzte ein Messgerät einen Autofahrer mit 137 km/h in einem Tempo-70-Bereich. Hier wären außerorts beim Erstverstoß 600 Euro Bußgeld die Folge, zwei Punkte und zwei Monate Fahrverbot. (pen/red)
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