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Tablets gehören zu allen Schülern

  
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Stadt und Dieter-Schwarz-Stiftung finanzieren digitale Geräte, doch nicht alle Schüler können frei darüber verfügen. Das ist ein Unding.

Tablets gehören an vielen Schulen in der Region zum Standard.
Tablets gehören an vielen Schulen in der Region zum Standard.  Foto: Marcus Brandt

Tablets allein machen noch keinen guten Unterricht: Sinnvoll eingesetzt bereichern die Geräte aber das Lernen und ermöglichen es den Pädagogen, die Kinder ganz anders zu fördern und zu fordern. Daher ist es gut, dass Stadt Heilbronn und Dieter-Schwarz-Stiftung eine Komplettausstattung der staatlichen Schulen in Heilbronn finanzieren. Ob Grundschüler oder Abiturient, ob im Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums oder in einer beruflichen Schule: Sie alle können ein Tablet bekommen, wenn die Schule ein kurzes medienpädagogisches Konzept vorlegt.

Das ist gelebte Bildungsgerechtigkeit. Tablets werden zum Alltag aller - weil nicht mehr der Geldbeutel der Eltern darüber entscheidet, ob ein Gerät zur Verfügung steht. Auch die Neiddebatte gehört in Heilbronn der Vergangenheit an: Im Unterricht kommen dieselben Geräte zum Einsatz wie bei den Hausaufgaben. Das ist gut.

Völlig unverständlich ist deshalb, dass Schulen den Umgang mit den Geräten außerhalb des Unterrichts unterschiedlich handhaben. Manche Schulen geben auch jüngeren Kindern die Geräte mit nach Hause. Andere schließen sie lieber ein. Aber hunderte Tablets im Schrank aufzubewahren, ist Geldverschwendung. Die Tablets gehören immer zu den Schülern, für sie wurden die Geräte angeschafft. Das setzt verantwortungsvollen Umgang voraus und umfangreiche Medienbildung. Außerhalb der Schule sind dann die Eltern gefordert: Sie sind wie bei jedem privaten Handy dafür verantwortlich, wie Technik in der Freizeit genutzt wird.




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