Tablets für alle: Heilbronn setzt ein Zeichen
Digitale Ausstattung für die meisten: Schüler in Heilbronn warten sehnsüchtig auf Tablets. Stadt und Dieter-Schwarz-Stiftung schaffen so Bildungsgerechtigkeit.

Hunderte Schüler von staatlichen Schulen in Heilbronn haben schon eigene Tablets bekommen. Wer noch nicht bei der ersten Runde dabei war, hakt sehnsüchtig nach: Was können die alles, wie funktionieren sie zu Hause, kann man sie überall ins WLAN schalten?
Heilbronn als Großstadt kann Dank der Unterstützung durch die Dieter-Schwarz-Stiftung allen Kindern an staatlichen Schulen eigene Tablets geben. Es sieht zum Glück danach aus, dass tatsächlich alle staatlichen Schulen die Geräte beantragen werden: Grundschulen genauso wie Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren oder Gymnasien.
Die Geräte ersetzen weder Stift noch Block, sondern erweitern den Unterricht. Zielgerichtete Förderung ist dank guter Apps viel besser möglich als mit Kopien und Büchern. Bildungsgerechtigkeit wird so zumindest bei der IT-Ausstattung erreicht: Kein Kind muss verschämt zur Seite blicken, weil es aus einem ärmeren Haushalt ohne eigenem Tablet kommt.
Das Kleingedruckte: Privatschulen sind außen vor, sie müssen sich selbst um Geräte kümmern. Eine Vollausstattung schaffen sie nur, wenn sie finanziell gut aufgestellt sind. Bleibt zu hoffen, dass sie doch noch berücksichtigt werden.
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Kommentare
Jürgen Mosthaf am 30.12.2024 17:57 Uhr
Klingt erst einmal richtig toll. Wer schulpflichtige Kinder an einem Gymnasium hat weiß wie brutalst schwer ein Schulranzen ist. Das erste was auf diesen Laptop gehören sollte wären Schulbücher. Kein Papier, ständig auf dem neusten Stand und man könnte diese auch nicht verschleißen oder einfach zum Unterricht zuhause vergessen. So hat man immer noch mehr Gewicht mitzuschleppen und bisher sehe ich keine Vorteile. Wie gesagt, von der Idee her nicht schlecht aber leider noch nicht ausgereift und daher nicht praxistauglich. Und das mit den armen Kindern lasse ich nicht gelten. Das ist wie in der Politik, man hat für jeden Schwachsinn Geld aber das wirklich notwendige verliert man dabei aus dem Blick.
Jürgen Mosthaf