Steigendes Konfliktpotential: Heilbronn stärkt Jugendarbeit in Böckingen
Böckingen ist Heilbronns größter Stadtteil. Wegen wachsender Konflikte baut die Stadt Jugendarbeit aus und startet Streetwork.

Die Jugendarbeit in Böckingen wird ausgebaut. Der Verwaltungsausschuss hat am Montag entschieden, den Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Heilbronn mit zusätzlichen Stellenanteilen zu beauftragen. Außerdem soll ein neues Streetwork-Angebot im Stadtteil entstehen.
Hintergrund sind Beschlüsse des Gemeinderats zum Haushalt 2025/26. Der Verwaltungsausschuss hat nun die Umsetzung konkret auf den Weg gebracht. Demnach stehen für Böckingen jeweils 0,5 Stellenanteile für Jugendarbeit und Streetwork zur Verfügung.
Heilbronner Verwaltung reagiert auf steigendes Konfliktpotential
Böckingen ist der größte Jugendstadtteil Heilbronns und steht nach Angaben der Verwaltung vor besonderen Herausforderungen: Viele junge Menschen sind von sozialen Benachteiligungen betroffen, gleichzeitig habe das Gewalt- und Konfliktpotential in den vergangenen Jahren zugenommen.
Die Awo will das bestehende Angebot im Quartierszentrum Böckingen auf vier Tage pro Woche erweitern. Angedacht sind längere Öffnungszeiten, ein Projektraum für Kinder von acht bis zwölf Jahren sowie mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten für Jugendliche.
Streetwork startet – eigene Räume für Jugendliche geplant
Auch eine Ausweitung der Räumlichkeiten wird geprüft, mittelfristig sollen feste eigene Räume für Jugendliche entstehen. Parallel dazu soll Streetwork in Böckingen aufgebaut werden. Geplant ist, dass Mitarbeitende künftig zweimal pro Woche an bekannten Treffpunkten wie Schuchmannstraße, Alter Friedhof, Kraichgauplatz, Böckingen Mitte und Sonnenbrunnen unterwegs sind, um Jugendliche und junge Erwachsene direkt anzusprechen.
Das Konzept dazu wird derzeit erarbeitet und soll bis Herbst vorliegen. Für die zusätzlichen Angebote sind im Haushalt jeweils rund 42.500 Euro pro Jahr vorgesehen. Der Verwaltungsausschuss stimmte dem Vorhaben einstimmig zu.
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