Graffiti-Vandalismus bei Heilbronn: Unbekannte beschädigen Stadtbahnen der Linie S4
Unbekannte haben mehrere Stadtbahnen der Linie S4 zwischen Heilbronn und Öhringen mit Graffiti besprüht. Die AVG rechnet mit hohen Reinigungskosten und möglichen Einschränkungen im Fahrbetrieb.
Bislang Unbekannte haben am Wochenende mehrere Stadtbahn-Wagen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) mit Graffiti besprüht. Die sogenannten „Pieces“ verteilen sich von der Mitte der Fenster bis auf die Einstiegshöhe der Wagen. „Pumba“ ist auf einer Stadtbahn aufgesprüht, „Town“ auf einer zweiten. Ein AVG-Sprecher geht davon aus, dass die Waggons im Raum Heilbronn, Öhringen beschmiert wurden. Insgesamt seien vier Fahrzeuge betroffen.
Graffiti auf Stadtbahnen: AVG will Situation im Raum Heilbronn und Öhringen beobachten
Die AVG erstatte bei jedem Graffiti Anzeige. Wie die Polizei mitteilt, seien bislang keine Anzeigen eingegangen. Die Ermittlung der Täter gestalte sich sehr schwierig. „Am Ende muss der Steuerzahler für die Schäden aufkommen“, teilt der Sprecher schriftlich mit. Da mehrere Stadtbahnen besprüht worden seien, werde die AVG die Situation dort in den nächsten Tagen beobachten und präventive Maßnahmen umsetzen, erklärt der Sprecher weiter.

Zum aktuellen Sachschaden kann die AVG nichts mitteilen. Da es sich um großflächige Motive handle, werden die Reinigung aufwendig und damit teuer werden. „Graffiti auf Bahnen kosten die AVG mehrere zehntausend Euro im Jahr“, so der Sprecher. Dabei entstünden zusätzlich Folgekosten.
Stadtbahnbetreiber AVG: Reinigung aufwendig und teuer – Fahrtausfälle drohen
Die Reinigung sei aufwendig. Personalkosten und vor allem der Nutzungsausfall der Bahnen seien teuer. Werden die Täter nicht ermittelt, müsse die Allgemeinheit für die Reinigungskosten aufkommen. Der öffentliche Personennahverkehr und somit auch die Bahnen werden zu einem großen Teil aus öffentlichen Geldern finanziert. „Zudem stehen die Fahrzeuge während der aufwendigen Reinigungsarbeiten nicht für den Fahrbetrieb zur Verfügung“, sagt der Sprecher. Fahrtausfälle oder reduzierte Platzkapazitäten könnten die Folgen sein.
Graffiti werden im Betriebshof in Karlsruhe entfernt
Die Graffiti werden im Betriebshof am Karlsruher Rheinhafen entfernt, heißt es von der AVG. Dazu verwende man starke Reinigungsmittel. Diese könnten Folgeschäden an den Dichtungen der Fenster und Türen verursachen. Das Reinigungsmittel sei biologisch abbaubar. „Die beschmierten Stellen an der Bahn müssen nach der Reinigung teilweise nachlackiert werden und auch die beklebte Werbung muss entsprechend ersetzt werden. Dadurch entstehen ebenfalls Kosten“, teilt der Sprecher mit.
In diesem Jahr verzeichne die AVG bislang etwa 50 Vorfälle im gesamten AVG-Netz. Dies entspreche in etwa der Zahl in den vorangegangenen Jahren. 2024 habe es 117 Vandalismus-Schäden durch Graffiti gegeben, 2023 seien es 106 Vorfälle gewesen.
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Kommentare
Jörg Maucja am 09.07.2025 03:19 Uhr
Tja...Da heisst es besser aufpassen und die Täter tatsächlich zur Rechenschaft ziehen.