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Im Wildparadies in Cleebronn entstehen 40 weitere Baumhäuser

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Mit weiteren Baumhäusern schaffen die Betreiber des Freizeitparks Tripsdrill ein Kurzurlauberresort mit Übernachtungsmöglichkeiten direkt am Gelände.

28 Baumhäuser gibt es schon seit Jahren im Freizeitpark Tripsdrill.
28 Baumhäuser gibt es schon seit Jahren im Freizeitpark Tripsdrill.  Foto: Seidel, Ralf

Nachhaltigkeit hat Tradition bei Familie Fischer. Genauso wie die Liebe zum Detail. Am Montagnachmittag haben sich die ersten mehr als zwei Meter langen Stahlschrauben in den Waldboden gedreht. Es sind die Fundamente für die nächste Generation von Baumhäusern, die beim Wildparadies in Cleebronn bald schon aus dem Boden wachsen.

"Wir haben keine Baugruben und verzichten auf Beton", sagt Andreas Fischer, der für das Wildparadies und das Naturresort mit Baumhäusern und Schäferwägen verantwortlich ist. Die Schraubfundamente tragen später die Stelzen, auf denen die Plattform der Häuser in mehreren Metern Höhe angebracht wird. Fischer: "Das Verfahren schont die Wurzeln der umliegenden Bäume."

Wenn die Plattform steht, werden die Häuser aufgestellt, die Außenverkleidungen angebracht und die Aufstiege und Treppen angebracht.

Hohe Nachfrage

Die Nachfrage nach Übernachtungen in Baumhäusern in Tripsdrill hat derart zugenommen, dass zu den bestehenden 28 Häusern mitten im Wald insgesamt 40 weitere hinzukommen. "Dies ist bisher die größte Erweiterung", sagt Fischer. Das passiert in zwei Bauabschnitten mit jeweils 20 Gebäuden. "In 13 Wochen werden die ersten Häuser fertig sein." Also Ende September oder Anfang Oktober. Eigentlich habe man bereits mehrere Wochen früher mit dem Bauen starten wollen. "Aber das Genehmigungsverfahren hat sich um sieben Monate verzögert." Die untere Naturschutzbehörde hatte noch Nachbesserungen verlangt. So kommen die Sommerferien zu früh für die Baumhäuser und seine potenziellen Gäste.

Kein Haus ist wie das andere

Vor zehn Jahren hat die Familie Fischer die ersten Baumhäuser gebaut. Wie damals, hat sie auch diesmal der Stuttgarter Architekt Horst Rothacker geplant. Individualität spielt eine große Rolle. Kein Haus ist wie das andere. Rothacker: "Jedes Haus erfordert eine Detailplanung." Die ersten 20 Baumhäuser werden auf fünf Baufeldern mit je vier Häusern geplant. Jedes Baufeld ist 30 mal 25 Meter groß.

Start für neue Baumhäuser. Mit dabei sind (von links) Gerd Morlock, Helmut und Andreas Fischer, Bürgermeister Thomas Vogl sowie Benjamin Fischer.
Fotos: Ralf Seidel
Start für neue Baumhäuser. Mit dabei sind (von links) Gerd Morlock, Helmut und Andreas Fischer, Bürgermeister Thomas Vogl sowie Benjamin Fischer. Fotos: Ralf Seidel  Foto: Seidel, Ralf

In der Vergangenheit war für die Inneneinrichtung die Robinie das bevorzugte Holz. Jetzt sind es Kirsch-, Apfel- und Birnenholz: Hölzer aus der Region. "Ökologie und Ökonomie sind kein Widerspruch", meint Andreas Fischer. Und er zeigt sich auch überzeugt, "dass der Ausbau nicht auf Kosten der Hotellerie in der Umgebung geht". Die 40 zusätzlichen Baumhäuser bieten Platz für 160 Gäste. Damit komme man einschließlich der Schäferwagen insgesamt auf über 380 Betten.

Die Baumhäuser haben keine Nummern, sondern Namen. Aus Holz geschnitzte Tiere dekorieren die Aufgänge. Auch verschiedene Werkzeuge finden sich an den Häusern. Mit im Boot sind vor allem regionale Handwerksbetriebe: Die Schraubfundamente macht die Firma Morlock aus Ilsfeld, Zimmerei Pfeiffer aus Sachsenheim kümmert sich um den Aufbau. Hinzu kommen Sanitär- und Elektrobetriebe aus der Umgebung.

Einige Erfahrungen haben die Fischers aus der Vergangenheit gesammelt. "Wir haben jetzt nur noch vier Betten pro Haus vorgesehen, weil die Sechs-Betten-Häuser kaum angenommen wurden", sagt Helmut Fischer.

Mit einem Jahr Bauzeit rechnet Architekt Host Rothacker für den ersten Bauabschnitt mit 20 Baumhäusern. Danach folgt der zweite Abschnitt. Verkürzt hat sich im Vergleich zu den ersten 28 Baumhäusern die Planungszeit. Damals hatte man sieben Jahre (2004 bis 2011) Vorlauf benötigt, weil es für dieses Projekt keine Vorbilder gab.

 

 
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