Die neue Württemberger Weinkönigin kommt aus Bretzfeld
Württemberg hat eine neue Weinkönigin: Larissa Salcher aus Bretzfeld-Scheppach. Der 23-jährigen Hohenloherin stehen zwei Prinzessinnen zur Seite.

Massenbachhausen? Allen voran klärte zunächst der bestens gelaunte Bürgermeister Nico Morast Gäste von außerhalb über den Veranstaltungsort im westlichen Landkreis Heilbronn auf: Massenbachhausen, das derzeit sein 1250-jähriges Bestehen feiert, ist tatsächlich eine Weinbaugemeinde - mit zehn Hektar Rebfläche, wobei sogar der Bürgermeister selbst 3,5 Ar bewirtschaftet.
Wahl der 58. Württemberger Weinkönigin: Fünf junge Frauen traten an
Zur Wahl der 58. Württemberger Weinkönigin hatten sich fünf junge Frauen beworben. Am Ende einer kurzweiligen Wahlshow, die von Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer moderiert und von der Gruppe Luzifa musikalisch umrahmt wurde, stand das mit Spannung erwartete Ergebnis am Donnerstag um Punkt 22 Uhr fest. Der lange und laute Applaus von 350 Gästen in der schmucken Mehrzweckhalle von Massenbachhausen galt allen fünf, vor allem aber diesen drei jungen Frauen: Königin Larissa Salcher sowie den beiden Prinzessinnen Jule Mayr aus Sachsenheim und Vivien Jesse aus Löchgau.
Die neue Weinkönigin und die Prinzessinnen
Weinkönigin Larissa Salcher aus Bretzfeld-Scheppach ist gelernte Winzerin und studiert derzeit Weinmarketing und Management an der Hochschule Heilbronn. Mit ihrer Erfahrung als Hohenloher Weinkönigin möchte die 23-Jährige gleichermaßen Weinliebhaber und neue Zielgruppen von regionalen Weinen überzeugen. Ihre Lieblingssorte ist Lemberger.
Prinzessin Jule Mayr (23) aus Sachsenheim ist staatlich geprüfte Technikerin für Wein- und Obstbau. Aufgewachsen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb, gründete sie 2016 sogar ihr eigenes, inzwischen zwei Hektar umfassendes Weingut. Als Weinprinzessin möchte sie "die Vielfalt des Weinbaus vermitteln". Die zweite Prinzessin heißt Vivien Jesse. Die 24-Jährige stammt aus Löchgau, "im Herzen Württembergs", wie sie sagte. Die ausgebildete Weintechnologin beschäftigt sich beruflich täglich mit dem Wein und seiner Vermarktung und möchte in ihrem Amt "noch mehr Menschen für das Kulturgut begeis
tern". Knapp an einer Krone vorbei griffen Claudia Anacker aus Beilstein, ehemals Beilsteiner Weinkönigin, und Mariell Sophie Pichl aus Vaihingen/Enz.
Auf Weinhoheiten wartet eine spannende Regierungszeit
Mit der Neuwahl endete gleichzeitig die Amtszeit von Weinkönigin Carolin Golter und ihren Prinzessinnen Birthe Meseke und Lisa-Marie Blatt. Hinter den scheidenden und vor den neuen Hoheiten liegt laut Weinbaupräsident Hermann Hohl "ein aufregendes und intensives Jahr" mit über 200 Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet und teils im europäischen Ausland.
Unterhaltssame Spiel- und Quiz-Show in Massenbachhausen
Bereits nachmittags hatten sich die fünf Kandidatinnen einer 30-köpfigen Jury gestellt, überwiegend aus Branchen- und Medienvertretern. In dieser internen Befragung war vor allem Fachwissen gefragt. Der von 350 Gästen besuchte öffentliche Wahlabend in der Massenbachhausener Mehrzweckhalle war in eine Spiel- und Quiz-Show eingebunden, die von Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer moderiert wurde. Hier ging es nicht nur um Wissen, sondern auch um Schlagfertigkeit, Eloquenz und um das Gesamterscheinungsbild. Ebenso informativ wie unterhaltsam waren die zuvor von Stimme.TV gedrehten Filmporträts der fünf Bewerberinnen. Für flüssige Übergänge sorgte das Quartett Luzifa, eine junge Musikergruppe aus den Reihen der Popakademie Baden-Württemberg.
Natürlich kam für das Publikum im Saal auch der Genuss nicht zu kurz: Nach dem Sektempfang mit zwei Rolf-Willy-Schaumweinen gab es einen schwäbischen Vesperteller und eine Auswahl an Weinen aus der Nachbarschaft: von Graf Neipperg, Christian Hirsch, den Heuchelberg Weingärtnern, den Brüdern Neumann, Jan Müller sowie vom Weingut Will & Würz.
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