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Heilbronn

Weingut G.A. Heinrich hat Nase beim Vaihinger Löwen vorn

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Der Heilbronner Traditionsbetrieb G. A. Heinrich schneidet beim internationalem Lemberger-Wettbewerb mit zwei Preisen am besten ab. Auch Österreicher und Ungarn waren im Rennen um den Vaihinger Löwen.

Die Vaihinger Weinprinzessin Julia Aisenbrey mit Björn Heinrich aus Heilbronn, dessen Weingut in einer Kategorie Platz eins und zwei belegte.
Foto: privat
Die Vaihinger Weinprinzessin Julia Aisenbrey mit Björn Heinrich aus Heilbronn, dessen Weingut in einer Kategorie Platz eins und zwei belegte. Foto: privat  Foto: privat

Lemberger gilt als Messlatte für Württemberger Rotweine überhaupt. In Österreich, Ungarn und anderen ehemaligen Habsburger-Ländern rangiert die Sorte unter dem Namen Blaufränkisch oder Kekfrankosh ganz oben. Auch im badischen Kraichgau hat der Wein Tradition, andernorts ist er als Rarität im Kommen. Der Vaihinger Löwe gilt seit Jahren als "der" Lemberger-Preis, zu dem inzwischen auch internationale Tropfen eingereicht werden können. Diese Woche wurden wieder die besten gekürt.

Rang eins und zwei für G.A. Heinrich

In der Kategorie "Elegant" bis 12,5 Volumenprozent Alkohol hat ein Heilbronner Weingut gleich zweimal die Nase vorn: G.A. Heinrich, wo in der Nachfolge von Patron Martin Heinrich inzwischen die Söhne Björn und Tobias am Ruder sind. Ihr 2015er Lemberger G.A. Heilbronner Stiftsberg kam auf Platz eins, der sogenannte "3zehn Lemberger XR" auf Platz zwei. Dahinter folgen lauter Württemberger: Velte, Ingersheim, Mayerle, Remshalden sowie die Felsengartenkellerei Besigheim mit zwei Weinen.

In der Kategorie "kraftvoll" mit über 12,5 Volumenprozent Alkohol liegen zwei Österreicher vorne, Tesch und Grenzlandhof, gefolgt vom Weingut Sonnenhof, Vaihingen, sowie Martin Reinfeld, Schützen am Gebirge/Burgenland, Collegium Wirtemberg, Stuttgart, Johannes Artner aus Höflein in Österreich und Rolf Willy aus Nordheim/Württemberg.

240 Weine waren dabei

Beim inzwischen 28. Vaihinger Löwen wurden 240 Weine angestellt. Dabei waren 153 aus Deutschland, 80 Weine aus Österreich und sieben aus Ungarn. Vorverkostungen gab es im Burgenland und im Staatsweingut Weinsberg. Danach fand "unter Einhaltung der Hygienerichtlinien", so betont Organisator Martin Fischer, die Finalverkostung in der Vaihinger Stadthalle statt. Der Tenor der Verkoster sei "schon seit Jahren sehr positiv". Während in Deutschland viele Verbraucher den Lemberger durch seine häufige Verwendung im Trollinger-Lemberger eher als leichten Vesperwein ansehen, zeige der Wettbewerb, dass die Weine dieser Rebsorte deutlich komplexer seien, "wenn man ihnen den entsprechenden An- und Ausbau zukommen lässt", so Fischer. Die verkosteten Lemberger hätten ein großes Reife- und Entwicklungspotenzial.

Hochkarätige Jury

Die Verkostung wurde von Albrecht Hauber geleitet, dem langjährigen Oenologischen Leiter der Weingärtner Stromberg-Zabergäu. In der Jury saßen Sommelier-Ausbilder Martin Darting, Sebastian Erbeldinger als DLG-Jungwinzer 2019, Holger Klotz von "Berlins Lamm" in Zavelstein, Redakteur Rudolf Knoll, Ronja Morgenstern, Sommelière im "Maximilian-Lorenz" in Köln, Holger Schramm vom Restaurant Christophorus in Stuttgart und Winzer Thomas Seeger aus Leimen.

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