Was Sicherheit kostet
Region Heilbronn - Nach Kritik an Rettungsdienstsystem. Zu teure Sicherheitskonzepte bei Veranstaltungen? Mit dieser Meinung ist Heilbronn-Marketing-Chef Bernhard Winkler nicht allein. Auch Karl Maier, seit Jahren Organisator des Unterländer Volksfests, sagt: „Die Verhältnismäßigkeit ist nicht mehr da.“

Habe er für die elf Tage auf der Theresienwiese vor vier Jahren "um die 2000 Euro" für den Rettungsdienst bezahlt, seien es jetzt rund 10.000 Euro. Jetzt müsse auch ein Arzt vor Ort sein, die Zahl der Kräfte habe sich erhöht. Obwohl sich an den Rahmenbedingungen nichts Grundlegendes geändert habe. Auch bei den Securitykräften habe sich der Kostenaufwand mindestens verdoppelt. "Man weiß als Veranstalter bald nicht mehr, wo man das Geld hernehmen soll." Schätzungsweise 200.000 bis 250.000 Besucher kamen in den vergangenen Jahren aufs Volksfest. Die Basis für Gutachten-Berechnungen.
Akzeptiert
Auch Marcus Christen, der bei "In.Stuttgart" den 17-tägigen Cannstatter Wasen mit organisiert, nennt das Sicherheitskonzept "teuer". Teilweise haben man "schon das Gefühl", der nach einer Notarzt-Analyse eingeteilte Rettungsdienst sei etwas überdimensioniert. Aber: "Wir richten uns danach" − auch wenn sich die Kosten etwa verdoppelt hätten. "Wir möchten sichere Voraussetzungen." Eine halbe Million Euro für Fluchttreppen führt Christen an; zudem kämen über 100 000 Euro für den Rettungsdienst und mehrere hunderttausend Euro für den Sicherheitsdienst zusammen. Etwa vier Millionen Besucher strömen zum Canstatter Wasen.
In Heilbronn hatten Heilbronn Marketing und der Schwäbische Turnerbund ein um das Dreifache verteuerte Sicherheitskonzept beim Landesturn- und Neckarfest kritisiert. 90.000 Euro kostete es, 50.000 Euro entfielen auf den Rettungsdienst. 12.500 Sportler waren an mehr als 30 Wettkampstätten in der Stadt, mit 100.000 Besuchern rechneten die Organisatoren.
Keine großen Preissteigerungen − und kein gesondertes Notarzt-Gutachten, das sich an geschätzten Besucherzahlen orientiert, gibt es beim Bad Wimpfener Talmarkt. Man erarbeite seit Jahren das Konzept gemeinsam mit Feuerwehr, DRK, Polizei, Sicherheitsdienst, erklärt Marktmeister Jochen Großkopf. Es sei eine gewachsene Veranstaltung mit sicheren Strukturen.
Anderer Weg
Wie viele Gäste kommen? Großkopf schätzt mehrere Tausende an guten Tagen, aber "wir können es nicht zählen". Für ihn ist es auch "ein großer Unterschied", ob ein Fest auf einem Platz oder an verschiedenen Orten mit starken Besucherbewegungen stattfindet. Auf rund 20.000 Euro beziffert er die Gesamtkosten fürs Sicherheitskonzept beim Talmarkt (5,5 Tage). Nach Angaben von Bürgermeister Claus Brechter macht der Rettungsdienst etwa ein Viertel aus.
Debatten über hohe Kosten beim Rettungsdienst kennt auch Fred Mainka nicht, der viele Jahre den Bad Wimpfener Weihnachtsmarkt mit organisierte. Es gibt kein spezielles Rettungsgutachten, das Gesamtkonzept entsteht in gemeinsamer Vorplanung. Sicherheitskosten für den Weihnachtsmarkt 2011 (neun Tage): 18.000 Euro, davon etwa 3000 für den Rettungsdienst.
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Kommentare
Willi Ziffus am 25.05.2012 12:55 Uhr
Über ein geradezu klssisches Beispiel solcher Eigenverantwortung-Rückweisung, wurde man ja über die Presse selber direkt Zeuge.
Man erinnert sich an die Aussage des Notarztleiters zum Landesturnfest zu den massiven Kosten des Rettungskonzeptes?
ZITATANFANG
"Nach den Erfahrungen von Duisburg oder Eschede könne man nicht mehr sagen, es sei 30 Jahre vorher auch nichts passiert. „Das ist gefährlich.
Es müsse nur ein Auto in eine der vielen Fußgängergruppen fahren, „dann kommen wir schon an eine Grenze.
Und wer übernimmt bei einem Massenunfall dann die Verantwortung? Herr Winkler?“
ZITATENDE
So eine Vorgehensweise ausgerechnet eines Notarztleiters hatte mir eine regelrechte Gänsehaut verursacht.
Sich selbst wollte er zwar als besonders verantwortungsbewusst handelnd darstellen und hatte deshalb massive Maßnahmen veranlasst, in Wahrheit aber hatte er lediglich alles drangesetzt selbst auf keinen Fall verantwortlich sein zu müssen, im Falle es denn wirklich zu einem Notfall gekommen wäre.
Dazu schreckt man sogar auch nicht davor zurück, den Vertreter des Trägers der Veranstaltung, Herrn Winkler, gleichmal im Vorfeld bereits über eine rethorische Frage in der Öffentlichkeit anzuprangern.
Das war nichts anderes als ein übles Totschlagargument, unterster Schublade.
Ich finde es sehr gut, dass das Thema Sicherheit und Rettungskonzepte zumindest mal in Heilbronn jetzt offen und hoffentlich auch intensiv intern miteinander gemeinsam erörtert wird.
Das beste Sicherheits- und Rettungskonzept ist immer noch wenn die Menschen sich bewusst sind, dass sie zusammen gemeinsam beteiligt sind und jeder Rücksicht und Verständnis jeweils für seinen Nächsten hat. Wer sich wirklich der Nächstenliebe verschrieben hat, der benutzt auch kein Argument um Verantwortung für unvorhersehbare Unglücke schon im Vorfeld auf andere abzuwälzen.
Das ausgerechnet so ein Verhalten von einem Notarztleiter vorgeführt wird, finde ich schlimm.
Es muss nur jeder an seiner Stelle in seiner Verantwortung stehen, und wenn es dann darauf ankommt, dass sie dann gebraucht würde, dann diese auch erfüllen. Mehr brauchts fast gar nicht und gemeinsam, auch und gerade in gemeinsamer Verantwortung, geht immer alles für alle besser.
am 25.05.2012 08:55 Uhr
Es ist doch selbstverständlich, dass Feste und Veranstaltungen von Organisatoren und den dort ihre Waren Anbietenden nicht nur aus lauter Menschenfreundlichkeit gemacht werden.
Wen Feste stören oder diese zu teuer sind, der sollte sie meiden.
Es ist auch selbstverständlich, dass sich am Kuchen der Gewinne die für die Sicherheit zuständigen Dienste etwas abhaben wollen.
Nicht verständlich ist das ständige Jammern über Kosten. Ebenso unverständlich ist, wie die Gier nach hohen Gewinnen, wie heute leider in unserer Gesellschaft zu stark verbreitet, alles totredet.
Wer als freiwilliger Helfer, egal ob Feuerwehr, Sanitätsdienste diese Arbeit nur macht, um möglichst finanziell noch etwas herauszubekommen, wählt ein falsches "Hobby".
Wer als Organisation solche Helfer einsetzt und nur möglichst hohe Geldeinnahmen sieht, der hat nichts mehr mit Gemeinnützigkeit zu tun.
Leider ist es heute durchweg so, dass Planungen, Verwaltungen und Organisieren mehr Finanzmittel auffressen als die Arbeit der Helfer vor Ort.
Wer meint, dass heute Exzesse, egal ob Gewalt oder Alkoholleichen gegenüber früher zu stark zugenommen haben, der hat die vergangenen Feste, z.B. in Heilbronn mit Saufgelagen und Schlägereien mit US-Soldaten vergessen.
In Heilbronn mußte die Polizei, zusammen mit der Militärpolizei mobile Wachen einsetzen.
Nur bei Jugendlichen waren die Ausfallerscheinungen gegenüber heute nicht so groß, es wurden gerade beim Alkoholisieren deutlichere Grenzen, egal durchs Elternhaus oder durch die Erwachsenen beim Fest, aufgezeigt.
Es ist völlig richtig, wenn die Stadt überprüft, ob die Einsatzkosten der Sicherheitsorganisationen noch verhältnismäßig sind.
Die genannten Feste können auch nicht mit dem Wahnsinn in Duisburg verglichen werden, bei dem eingesperrte Gäste durch Panik zu Tode kamen.
Hier waren es ganz andere Organisationfehler.
Mir selbst gefällt die heutige Vielzahl der Festveranstaltungen und die Möglichkeit nach eigener Wahl diese aufzusuchen.
Es muss nicht alles niedergemault werden oder wie hier das was einem nicht ins Schema passt, auch die einzelnen Kommentare, mit dümmlichen, beleidigenden Äusserungen belegt werden.
Willi Ziffus am 25.05.2012 10:36 Uhr
Die genannten Feste können auch nicht mit dem Wahnsinn in Duisburg verglichen werden, bei dem eingesperrte Gäste durch Panik zu Tode kamen.
Das eigentliche Dilemma aber ist, dass gerade wenn solche Unglücke passieren, allgmein das Geschrei und eindreschen auf vermeintliche Verantwortliche beginnt. Ursache und Wirkungen sind dann oft völlig egal. Es muss unbedingt auf jeden Fall ein Verantwortlicher her - egal wo man diesen auch immer finden kann; gesucht wird dann querbeet überall. Und wehe dem Ordnungsamtsleiter, dem man dan unterschieben kann, dass er z.B. einen vermeintlichen Unachtsamkeitfehler begangen hat, man ihm zuweisen kann, dass es seine Schuld ist, weil er hätte die Sicherheitsauflagen erhöhen müssen.
Tatsächlich geht es nicht wirklich darum für Sicherheit zu sorgen; es geht einzig nur darum, dass niemand verantwortlich sein will, für den Fall der Fälle den sich niemand wünscht, aber eintreten kann, wie z.B. dass ein Auto in eine Besuchergruppe rast.
Nach Duisburg war allgemein feststellbar, dass in vielen Städten die Ordnungsämter die Sicherheitsauflagen drastisch erhöht hatten, was schon fast an panische Angst vor dem Ungewissen anmutete.
Wenn man dazu liest, dass die Kosten für Sicherheitsmassnahmen um 100 %, dagegen aber die Kosten für Rettungsmassnahmen um bis zu 500 % gestiegen sind, wird schon deutlich um was es wirklich geht.
Das hat alles nicht wirklich was mit Sicherheitsbewusstsein zu tun. Es geht nur um Absicherungswahn, im Zweifel selbst nicht verantwortlich sein zu müssen.
Dieser Wahn geht durch die Kette aller Beteiligten und Teilhaber an einem öffentlichen Fest, nahtlos durch, vom Festbesucher, bis hin zum dem, der das Fest nur genehmigt hatte.
Aufgeblähte "Sicherheits- und Rettungskonzepte" zeugen nicht von Verantwortungsbewusstsein, sondern geben lediglich Zeugnis, dass niemand Verantwortung übernehmen will, wenn mal wirklich Not am Mann ist weil ein Unglück eingetreten ist und man sogar für Unglücke immer einen Schuldigen braucht auf den man als Sündenbock eindreschen und ihn schlachten kann.
Es geht nicht darum andere zu schützen und zu retten. Es geht nur darum bereits im Vorfeld alles daran zu setzen nur die eigene Haut zu retten, nicht verantwortlich sein zu müssen. Dafür ist einem dann kein Preis zu hoch, den selbstverständlich auch andere bezahlen müssen.
am 25.05.2012 11:12 Uhr
verschonen Sie uns doch einfach mit weiteren ellenlangen Kommentaren oder schreiben ein Buch, dass dann jeder, der will, kaufen kann.
Sie haben Ihre Meinung jetzt lang und schlapp kund getan und es gibt andere Meinungen dazu. Punkt - Aus - Fertig!
am 25.05.2012 12:06 Uhr
das ich auch sehe.
Keiner denkt mehr in der Richtung "wie lösen wir Probleme?", alle konzentrieren sich nur auf "Wie kann ich die Schuld an den Problemen jemand anderem zuschieben?"
Peter Henschel am 24.05.2012 20:43 Uhr
Bislang gibt es hierzu nur Vermutungen, Unterstellungen, Mutmaßungen usw..
Der Bevölkerung sollte klar dargelegt werden, was wieviel kostet! Nur hierdurch kann auch die notwendige Wertschätzung erreicht werden, neben dem bekannten ehrenamtlichen Tätigkeiten.
An dieser Stelle kann man auch nicht oft genug erwähnen und seinen Dank aussprechen gegenüber diesen BürgerInnen, wo sich hier für die Allgemeinheit einbringen!
Willi Ziffus am 24.05.2012 21:59 Uhr
An dieser Stelle kann man auch nicht oft genug erwähnen und seinen Dank aussprechen gegenüber diesen BürgerInnen, wo sich hier für die Allgemeinheit einbringen!
Wäre vielleicht kein Fehler, wenn man bei dieser Gelegenheit nicht die vielen Sponsoren vergisst, die entweder mit Geld- oder auch mit Sachmitteln solche Veranstaltungen unterstützen und oft erst sogar dadurch für die Organisatoren erst möglich machen.
Sponsoren, die übrigens auch dazu beitragen, dass mit deren Geldern die immensen Sicherheits- und Rettungskosten aufgebracht oder Mittel dazu freigemacht werden können.
Und vielleicht sollte man auch einmal denen Damk aussprechen, die sich immer wieder auf diese "Ochsentour" begeben und solche Sponsoren "anbetteln", nicht für sich selbst, sondern für die Bürger der Stadt, damit diese ein möglichst attraktives Fest haben können.
Blöd wirds es natürlich schon, wenn diese "Bettler uim Sponsoren" dann im nachinhein feststellen müssen, dass sie die erbettelten Gelder eben nicht für ein attraktives Fest benutzen können, sondern für immer aufwendigere und übermässige Sicherheits- und Rettungskonzepte hinlegen müssen.
Ich weiss nicht ob es dann in ein paar Jahren noch gelingt Sposoren finden zu können, wenn das Fest irgendwann mal vielleicht nur noch auch Sicherheits- und Rettungskonzepten besteht; vor lauter Sicherheits- und Rettungseinsatzwiligen und bereiten, kein Platz mehr für Besucher da ist.
Mag vielleicht übertrieben klingen, aber das sind 500% Kostensteigerung in 5 Jahren sicherlich auch.
Peter Henschel am 24.05.2012 22:28 Uhr
Meiner Meinung nach, kann hier nur sachliche Aufklärung weiterhelfen!
Könnte jetzt bei dem Thema Sponsering kontern, mit Absetzbarkeit bei der Steuer usw..
Nur Transparenz bringt uns hier weiter, alles andere ist und bleibt Kaffesatzleserei in allen Richtungen!
Willi Ziffus am 25.05.2012 08:01 Uhr
Könnte jetzt bei dem Thema Sponsering kontern, mit Absetzbarkeit bei der Steuer usw..
Nur um der Sachlichkeit wegen, sollte man dazu aber auch nicht übersehen, dass die Möglichkeiten steuerlicher Absetzbarkeit bei Sponsoring zwar unter bestimmten Bedingungen gegeben sein können, je nach Unternehmensform aber dennoch unterm Strich 60 bis 70% der Sponsorenmittel dennoch vom Sponsor alleine aufgebracht und getragen werden müssen.
Aber sie haben Recht. Es ist offensichtlich, dass zu diesem Thema in der Öffentlichkeit allgemein eine Desinformation vorliegt. Die Ergebnisse dieser Desinformation sind teilweise erschreckend in ihren Auswirkungen gegen manche Beteiligte.
Das Sicherheits- und Versorgheitsdenken mancher Büger endet in völlig masslosem Anspruchsdenken und eigener Verantwortungslosigkeit. Der Mensch allgmein begibt sich ohne mit der Wimper zu zucken in eine Situation erhöhter Gefahr, setzt sich selbst immer grösseren Risiken aus, passiert dann aber etwas, sind`s andere, die ja vollkommen verantwortungslos sich zumindest Unterlassungen schuldig gemacht haben!?
Dieses gesteigerte Anspruchsdenken zum Erhalt an Leistungen um die eigene Verantwortungslosigkeit ausleben zu können, führt auch zu einem regelrechten Anspruchsdenken-Sicherheitswahn und weitet sich in Masslosigkeiten aus, die man als Träger öffentlicher Veranstaltungen dann einfach irgendwann nicht mehr bewältigen kann.
Da wird dem Veranstaltungsträger ohne mit der Wimper zu zucken sogar mit dem Szenario regelrecht gedroht, dass ja ain Auto in eine Fussgängergruppe rasen könnte - und wehe dem - wenn dann für diesen Fall nicht sofort Ärzte, Chirurgen, Rettungskräfte bei Fuss stehen.
Oder es sind über 30 °C, die Besucher verhalten sich nicht selbst dementsprechend selbst verantwortungsbewusst angepasst und kippen dann in Folge eigenem unangepasstem Verhaltens massenweise mit Kreislaufkollaps um.
Selbst solche Szenarien werden den Trägern öffentlicher Veranstaltungen ja regelrecht "angedroht", nur um die extremen Kostensteigerungen für Rettungskonzepte durchsetzen und für sich bzw. seinen Verein, in Anspruch nehmen zu können. Wehe aber ein Veranstalter muckt dann auf oder äussert Kritik wegen der extremen Kostenlast. Schon steht am nächsten Tag in der Presse, in Leserbriefen, sinngemäss: "Der Veranstalter geht sogar über Leichen."
Es ist ein wohl nie endender Kreislauf, die eigene Verantwortlichkeit wird immer von sich weg auf andere abgewälzt und dazu ist einem kein Preis zu hoch, den stets der jeweils andere dann zu bezahlen hat.
am 24.05.2012 20:10 Uhr
Hallo Herr Bruddel,
schon alleine an ihrem ersten Satz merke ich das sie eigentlich ''null'' Ahnung von diesem ganzen Thema haben und einfach nur mit reden wollen...
Ein kleiner tipp am Rande draußen ist schönes Wetter setzen sie sich auf ihr Fahrrad und fahren eine Runde im Park, anstatt hier so müll zu schreiben...
;-)
am 24.05.2012 14:24 Uhr
könnte diese ganzen Sauf und Umtrunk Feste einfach lassen. DA wäre das gejammere noch größer.
am 24.05.2012 12:33 Uhr
Schön, dass hier die Meinung diesmal einhellig zu sein scheint. Jedenfalls kommen nun die Veranstalter wie die Hyänen aus Ihren Bauten und jammern ob der gestiegenen Kosten (die Sie sicherlich an den Endkunden sofort weitergegeben haben). Aber klaro, den Hilfsorganisationen wirft man vor sich die Taschen vollzustopfen (btw: bei Millionenetats derer sicherlich nur "Peanuts"), aber die eigentlichen Vollstopfer sind doch die Veranstalter. Was die Rettungsdienste doch nur wollen ist eine anständige Entlohnung für Ihre Dienste bzw. Ehrenamtlichen die auch unterhalten werden müssen (Fahrzeuge, Verpflegung, Schutzausrüstung, Material etc.).
Nicht mehr und nicht weniger!
Also liebe HSt, verschone uns vor einem unendlichen Gejammer der Harz-4-Veranstalter...! Das glaubt euch eh keiner.
Zuletzt noch ein Hinweis auf die gestiegenen Gewaltexzesse (nicht nur in Fussballstadien) gegenüber der Polizei, Feuerwehr, Rettungs- sowie Sicherheitsdienste. Man kann es nahezug jeden Tag in den Medien nachlesen. Diesem Faktum wurde zB beim Vol(k)sfest sicherlich auch Tribut gezollt.
Kawusch,
Klodeckel
am 24.05.2012 12:09 Uhr
braucht sich keiner über Rettungsdienst-Kosten bei einem so großen Fest aufzuregen!! Eidechsen-Umsiedlung
Was hätte sich Herr Winkler u. Co. feiern lassen, wenn es tatsächlich zu einem größeren Unglück gekommen wäre und es wären sofort genug Helfer vor Ort gewesen. So lässt es sich aber gut meckern!
Das ist, für die Helfer vor Ort, ein Schlag ins Gesicht!!
am 24.05.2012 09:42 Uhr
Der betroffene LNA sowie die beteiligten Hilfsorganisationen werden momentan völlig zu unrecht von dem verantwortlichen Marketingchef und anderen Veranstaltern sowie in den Leserkommentaren der HN'er Stimme zerpflückt.
Inzwischen findet sich diese Kritik sogar in der deutschlandweiten Rettungsdienstpresse wieder und das Verhalten der Veranstalter wird kontrovers diskutiert:
http://www.skverlag.de/rettungsdienst/meldung/newsartikel/streit-um-kosten-fuer-rettungs-und-sanitaetsdienst-bei-landesturnfest.html
Wenn das so weiter geht, wird HN die erste Stadt sein, in der es keine Großveranstaltungen mehr gibt, weil sich die Planer/Entscheidungsträger der HiOrg - trotz sorgfältiger Berechnung und Planung (Anlehnung Maurer) - scheuen diesen Stress + Ärger anzutun.
Fakt ist, dass am LTF drei Feste gleichzeitig mit über 100.000 Besuchern auf vier Tage + Sport, Musik, Alkohol und Temperatur zusammen kamen.
Glücklicherweise war es nicht 5 bis 10 °C wärmer. Dann hätten die Motzer nämlich gemeckert, weil das Rettungskonzept auf einmal unterdimensioniert war. Aus über 300 Hilfeleistungen wäre dann schnell das Doppelte bis Dreifache geworden.
Das es nicht immer ganz vorhersehbar ist, liegt auf der Hand. Sonst wäre der LNA nicht Arzt, sondern Hellseher geworden.
Zudem beachtet niemand, dass ein Löwenanteil der Leistungen durch ehrenamtliches Personal in Kooperation von ASB und DRK abgeleistet wurde. Der Rettungsdienst ergänzte zudem einige Einsatzstellen.
Dem Marketingchef und vielen anderen Veranstaltern ist nicht klar, dass es um ein doppeltes teurer mit hauptamtlichen Kräften wäre. Und dass Ärzte, Technik, Fahrzeug, Material, Ausbildung, Verpflegung, Koordination, Einsatzleitung sowie die Vor- und Nachbereitung auch Geld kosten, sollte auch denen einleuchten. Sie würde sich jedoch nie für 0 € bzw. ggf. 3,50 € Aufwandsentschädigung für 15 Stunden hinstellen und sich dann noch von alkoholisierten Mitbürgern ankotzen oder anpöbeln lassen. Das wird nämlich auch immer gerne übersehen.
Die Zeit ist reif für eine Reformation. Bei Konzerten und Veranstaltungen etc. erwirtschaften die Veranstalter massig Geld und die Bevölkerung wird inkl. der Sanitätsdienstleister abgezockt.
Genauso wie bei der Feuerwehr und die Security etc. muss die Leistung auch dementsprechend für den Sanitätsdienstleister honoriert werden. Keine Feuerwehr oder Security stellt sich für 6 € je Helfer - teilweise bis nachts um 4 Uhr - irgendwo hin.
I.d.R. hat jeder ehrenamtliche Helfer hauptberuflich meist eine 35-50-Stunden-Woche und nimmt sich für solche Veranstaltungen, Aus- und Fortbildungen, Übungen etc. frei oder schafft zusätzlich ehrenamtlich. Das muss endlich auch mal anerkannt werden!
Jeder ehrenamtliche Helfer – zumindest bei solchen kommerziellen Veranstaltungen – sollte eine Aufwandspauschale für seine Auslagen (wie Anfahrt, Verpflegung etc.) erhalten. Sonst haben wir in ein paar Jahren ein riesiges Problem und einen Aufschrei, warum es auf einmal 5-10x soviel für hauptamtliches Sanitätsdienstpersonal kostet.
Der Sanitätsdienst ist wie eine Lebensversicherung zu sehen. Sie kostet einiges an Geld und wird nicht immer benötigt - doch sie zahlt sich immer aus. Entweder im Schadensfall - oder wenn nichts passiert ist und man nach Ablauf irgendeinen Benefit hat. Sei es der finanzielle oder der gute Ruf, dass alles gut gelaufen ist.
am 24.05.2012 11:36 Uhr
..vollkommen richtig!!!
Wenn die Hilfsorganisatoren mal mit den echten Kosten kommen wuerden, waere eh jede Grossveranstaltung vorbei.
Und liebe Stadt HN, da lasst ihr Euch Turnhallen vollpissen,Einrichtungen zertruemmern und scheut Euch vor der Konsequenz , diese Schaeden auch einzutreiben!!!...wie bei der 1.Mai Demo - aber dann
bei Hilforganisationen anfangen zu meckern und kuerzen.
Dann soll doch Schlaumaier Winkler mal ein Konzept aufstellen....sich jetzt Schuetzenhilfe bei den "Profis" einwinseln, ist ja wohl voll daneben ( ..die muessen aber wohl...wegen den Neuvergaben ..ups)
am 24.05.2012 15:16 Uhr
so ein dummes geschwätz... was hat die stadt heilbronn damit zu tun daß die sich ihre hallen vollpissen lassen? wenn die, die das verursacht haben, dann eh nicht von der stadt heilbronn, da diese mit sicherheit nicht die personalien von dem gesindel bekommt. und was will man bei denen holen?? da kann die stadt noch soviele konsequenzen einleiten, kommt da nix dabei raus.
naja hier gibts zu viel halbwissen, um mich enrsthaft in diese debatte einzumischen.
wenn ihr alle so schlau seid, bewerbt euch doch um den job und macht alles besser.
ich hab verständnis, das man sowas auch mal kritisiert, auch wenn das niemand hören will.
anderes thema, aber wenn ich sehe, was bei den feuerwehren abgeht, wird da definitiv zu viel geld ausgegeben. wenn ich sehe, daß bei nem unfall mit eingeklemmter person drei wehren bei der abwicklung oder bei nem maschinenbrand ohne menschenleben in gefahr 19 einsatzfahrzeuge inkl. drei drehleitern im einsatz sind, kann ich nur den kopf schütteln...
anderes thema, aber auch ein beispiel, daß wir da üüberall ziemlich übertreiben.
am 24.05.2012 15:19 Uhr
in dem satz ... verursacht haben, fehlt angeklagt werden...
am 24.05.2012 18:07 Uhr
biste vollgekifft$$???
es geht darum , das sich die stadt Hn sich vollpissen laesst , die Koste schluckt, aber dann
motzt,dass Hilfedienst kostet
am 24.05.2012 19:03 Uhr
die stadt deiner meinung nach machen, wegen demm vollpissen? du scheinst keine ahnung zu haben von dem was du sagst... das war ne entscheidung der polizei die in gewahrsam zu nehmen und es musste ne möglichkeit her. das was du laberst hat mit dem eigentlichen thema nix zu tun. das ne demo stadtfinden darf und wo im falle des falles welche in gewahrsam genommen werden entscheiden nämlich ganz andere als die stadt heilbronn...
du scheinst gekifft zu haben mit deiner gossensprache und deinem unwissen...
am 25.05.2012 05:14 Uhr
...mit dem Kiffen nehm ich zurueck...ersetze es durch "an der Guelle gerochen",,, kommst ja jeden Tag dran vorbei
am 25.05.2012 08:09 Uhr
genau. aber lieber bin ich von der gülle ein bisschen verwirrt, als so ein blödsinn und undwahrheiten wie du es tust zu schreiben...
daß du mich ständig blöd anmachst zeigt mir das ich recht hab und dir die argumente ausgehn... armseeliger typ...
am 25.05.2012 08:28 Uhr
nix draus machen, es ist einfach nur taiwan!
am 24.05.2012 15:05 Uhr
der satz mit der feuerwehr passt mir nicht... ein freiwilliger der sich zu nem dienst meldet bekommt auch nur ne aufwandsentschädigung. und ausschliesslich bf´ler nehmen wäre quatsch und zu teuer.
Willi Ziffus am 24.05.2012 16:02 Uhr
"dass Ärzte, Technik, Fahrzeug, Material, Ausbildung, .... auch Geld kosten, sollte auch denen einleuchten."
Das leuchtet ein und deswegen wird das gesamte Gesundheits- und Rettungswesen ja auch von Bund, Land, Kommunen und Krankenkassen mit immensen Summen im Vorfeld finanziert, und rechnen zudem jede ihrer erbrachten Leistungen mit den Krankenkassen zusätzlich ab.
Dies bitte nur zur Vervollständigung der Richtigkeit wegen, denn wenn man die einzelnen Kommentare hier so liest, könnte man ja direkt den Eindruck gewinnen, dass die Rettungsorganisationen Feste und Veranstaltungen, bzw. die Umsatzerlöse aus diesen heraus für sich brauchen um überleben zu können. Dem ist nämlich ganz und gar nicht so. Im Gegenteil, solche Einsätze bedeuten immer einen Zusatzeinnahmequelle für den Verein.
Deswegen ist dieses Gejammer von wegen der Kosten für Material, Fahrzeuge und sonstiger Ausstattung auch völlig desorientierend, denn dieses ist und wird bezahlt, durch die öffentliche Hand und teilweise auch Krankenkassen über Kostenerstattung für erbrachte Leistungen.
Ziemlich übel empfinde ich auch, wenn man Veranstalter als Hyhänen bezeichnet, die den Hals nicht voll bekommen würden.
Auch der Landesturnerbund, der ja Veranstalter des Landesturnfestes ist, bzw. dessen Mitglieder sind einegtragene Vereine, die mit ihrem Engagement und Arbeit, übrigens auch ehrenamtlich, einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft leisten. Nicht zuletzt auch im Bereich Gesundheitswesen, denn Sport hält ja bekanntlich gesund und fit.
Auch den Veranstalter, die Stadt Heilbronn als Hyhäne zu bezeichnen, ist nicht nur beleidigend und schmähend, zudem auch völlig desorientierend, denn ganz sicher veranstaltet die Sadt Heilbronn für ihre Bürger kein Fest um daraus monetären Profit zu schlagen, im Gegenteil, die Stadt bezuschusst solche Feste mit nicht unwesentlichen Mitteln, ist aber verplichtet über jeden Cent genauestens Rechenschaft abzulegen.
Was das ständige, nur lammentieren der doch ach so geringen Entlohnungen der Ehrenamtlichen betrifft, von 0,- bis 3,50 € war hier die Rede, wundere ich mich eigentlich nur, dass denen selbst nicht die Kinnlade herunterfällt, angesichts der Tatsache, dass sie gar nichts, bis höchstens sehr wenig für ihre Leistungen erhalten, ihr Verein aber Rechnungen erstellt in Höhe von 50 000,- € , für nur die Betreuung einer einzigen Veranstaltung, und dies mit Material, was ohnehin über die öffentliche Hand, Kommunen und Krankenkassen bereits finanziert und bezahlt ist.
Wer bitte beutet hier wen aus? Mekt mal jemand was?
Ich finde es ziemlich dreist, dass und wenn ein Verein, der ohnehin nicht unwesentlich von der Allgemeinheit, über Bund, Land, Krankenkassen, finanziert wird, dann dem Bürger über den Weg von öffentlichen Veranstaltungen, von Verbänden e.V. oder Kommunen für die Öffentlichkeit organisiert, indirekt nochmal zusätzlich in die Taschen greift.
"Jeder ehrenamtliche Helfer – zumindest bei solchen kommerziellen Veranstaltungen – sollte eine Aufwandspauschale für seine Auslagen (wie Anfahrt, Verpflegung etc.) erhalten."
Damit wäre ich sofort einverstanden, wenn dann auch jeder andere der in irgendeiner Art und Weise ein Ehrenamt als Hobby betreibt, wie z.B. Sport, Musik und ähnl. ab sofort ebenso entlohnt wird wenn und sobald er sein Hobby in irgendeiner Art und Weise für eine öffentliche Veranstaltung zur Schau vortragen kann.
Alternativ könnten Sie ja allerdings auch nochmal drüber nachdenken, was Sie da eben so vom Stapel gelassen haben. Gell?
Und ebenso würde ich auch nochmal darüber nachdenken was eine kommerzielle Veranstaltung ist. Das Landesturnfest und Neckarfest sind es auf jeden Fall nicht. Es ist ein Fest der Bürger, lediglich von der Stadt organisiert, die wiederum über jeden Cent den sie von den Bürgern eingenommen und wieder ausgegeben hat, dem Bürger haarklein Nachweis führen muss.
Und dessen kann man sicher sein - der Bürger ist ein sehr genauer Hingucker. Wehe da wurde irgendwo ein Euro seiner Steuern zuviel oder für seiner Meinung nach unnötiges ausgegeben.
Was ich aber wirklich unerträglich finde, ist dieses ständig nur herumargumentieren mit Unglücken und Massenverletzten und Szenarien, sich darüber darstellend.
Man hat ja fast den Eindruck, dass solche Katastrophen wie z.B. Duisburg, für manche im Rettungswesen Tätige fast sowas wie eine wünschenswerte Offenbarung gewesen wäre, und sich nun wünscht sowas auch mal miterleben und dann endlich mal retten zu können was das Zeug hält, ganz nach dem Motto: "Heissa bald ist wieder Neckarfest, vielleicht haben wir ja Glück und es passiert endlich mal was wirklich tolles, dass wir endlich auch mal zeigen können was wir können."
Und was den Benefit des guten Rufes betrifft, sehe ich hier eher, dass ein paar völlig Desorientierte, mit völlig desorientierten Polemikkommentaren, ständig nur versuchen ausgerechnet´die Hand zu beissen und zu schmähen, die sie mitfüttert.
st im
die
am 24.05.2012 16:42 Uhr
Lieber Bruddler,
hiermit ernenne ich Sie offiziell zum Kommentarmessiahs der Woche. Man muss ihnen wirklich allerhöchsten Respekt bezüglich Ihres immensen Wissens der Finanzierung der Rettungsdienste sowie des Katastrophenschutzes zollen. Ich denke, sie könnten morgen sofort einen hochrangigen Job beim Rettungswesen anfangen und das Heiland für die so arg gebeutelten Steuerzahler durch Milliarden an Steuerersparnissen in diesem Bereich herbeiführen.
Im übrigen: Das Neckarfest als nicht profitorientiert hinzustellen grenzt meines Erachtens nach an (sorry)fortgeschrittenen Altersschwachsinn.
Da lacht ja selbst das Heilbronner Rathaus drüber.
"LOL"
Klodeckel
am 24.05.2012 19:01 Uhr
Nach meiner Wahrnehmung waren Minimum zwei Drittel der Essensstände die bekannten Eventgastronomen mit dem üblichen (langweiligen) Einheitssortiment. Auf der ganzen Neckarpromenade gabs bis auf eine Ausnahme das Hefeweizen nur von einer Marke die angeblich aus dem ...wald kommt !
Und wo der Bezug dieses Festes zum Neckar bestehen soll, konnte ich auch nur in der räumlichen Nähe finden.
Das Taxiboot hatte beispielsweise am Sonntag nur sogennante einstündige Rundfahrten im Angebot, von den die letzte am 16:30 startete !
Mitmach- oder "Action"angebote für Junge oder Junggebliebene komplett Fehlanzeige !
Wenn das Alles war was "Die Stadt am Fluss" bei einem Neckarfest zu bieten hat, wie soll das erst bei der Buga werden ?
Willi Ziffus am 24.05.2012 21:16 Uhr
Mann sollte, nein, man muss sogar grundsätzlich differenzieren um welche Art Veranstaltung es sich handelt, bzw. wer der Veranstalter ist.
Der Landesturnerbund und auch die Stadt Heilbronn sind keine Firmen deren geschäftlicher Sinn und Zweck die Durchführung von Partyveranstaltungen, Konzerten oder sonstigen Festen aller Arten sind. mit dem unternehmerischen Ziel daraus Gewinn zu erwirtschaften.
Das bitte muss doch zuerst mal grundsätzlich festgestellt und bekannt sein.
Beispiel: Es findet doch auch jede Woche Markt auf städtischem Gebiet, direkt am Marktplatz statt. Heisst das jetzt auch, dass die Stadt Heilbronn sich aus Gemüse-, Fisch- und Käseverkauf finanziert und daraus für sich Gewinn abschöpft?
Die Stadt verwaltet städtisches Gebiet und Gelände, welches sich im Eigentum der Gemeinschaft der Heilbronner Bürger befindet, für diese treuhänderisch, sorgt für dessen Einrichtung, Erhalt oder im Bedarfsfalle Erneuerung und versucht selbstverständlich auch einen Teil der Kosten die sich durch dieses Eigentum ergeben, durch Vermarktung dieses Eigentums erreichen zu können, ansonsten man nämlich etnweder solche Einrichtungen in Heilbronn für die Bürger gar nicht hätte oder aber die Bürger direkt für die Kosten solcher Institutionen dann selbst aufkommen und sich darum kümmern müssten.
Die Stadt Heilbronn organisiert für die Bürger Feste, nicht weil sie das müsste und schon gar nicht darf die Stadt zur Durchführung solcher Feste auch nur einen einzigen ungenehmigten Cent von Steuergeldern abzweigen.
Die Situation der Stadt ist also, die Bürger wollen eine attraktive Stadt, mit Festen und attraktiven Angeboten, die Stadt aber darf dafür kein Geld ausgeben. Geht nicht. Ist sogar strikt verboten.
Wie bekommt die Stadt es aber trotzdem hin für die Öffentlichenkeit und Allgemeinheit der Bürger attraktive Feste zu organisieren; mit Null Cent in der Partykasse?
In Heilbronn haben wir dazu einen Herrn Winkler mit seinem Team, die es irgendwie doch immer schaffen Wege zu finden, teilweise über Sponsoren, teilweise über Vermietung von Marktständen oder ähnlichem oder weil das Marketingteam schlicht und einfach für ein Fest der Bürger in Heilbronn sich selbst nicht zu schade ist auf die "Betteltour" zu gehen und um Unterstützung bitten.
Das grösste Problem dabei ist, dass so gut wie niemand irgendwas geben oder gar tun will, wenn es sich für ihn nicht lohnt, er nichts daran verdienen kann.
Kein Fest ohne Essen und trinken. Bitte glauben Sie aber nicht, dass Sie auch nur einen einzigen Lieferanten finden werden, wenn sie ihm nicht glaubhaft versichern können, dass er auf dem Fest nicht nur seine Selbstkosten an Material, Ware und vor allem Personalzusatzkosten wieder einspielen kann.
Lassen Sie z.B. bei einem Neckarfest nur einmal schlechtes Wetter haben, die Besucherzahlen entsprechen nicht den Erwartungen - schwupps - schon hat ein Bier- oder Wurstverkäufer an diesem Fest einen Verlust eingefahren. Und versuchen Sie dann einmal diese Anbieter für das nächste Fest wieder zu motivieren, dass er doch bitte seine Leistung für das nächste Fest wieder zu Verfügung stellen möchte, auch wieder natürlich ohne Schön-Wetter-Garantie; er also das Risiko dazu auch noch alleine zu tragen hat.
Ganz sicher, die Stadt verdient an solchen Festen überhaupt nichts. Dass darf sie sogar nicht.
Das Problem ist hautpsächlich, dass jeder aber an so einer Gelegenheit, eines Stadtfestes z.B., für sich selbst verdienen möchte. Inklusive Sicherheits- und inklusive Rettungsteams.
Stadtmarketiung zu betreiben heisst ständig die Quadratur des Kreises zu beweisen und als einziger Dank dass es dem Stadtmarketing gelingt, erhalten die Stadtmarketingabteilungen der Städte oft nur Undank und Unwillen der Bürger mitgeteilt, weil ihnen das eine oder andere nicht gefallen hatte oder sie lieber dieses oder jenes gehabt hätten.
Und - NEIN - ich bin weder städtischer Angestellter, noch Eventgastronom, noch Veranstalter, auch nicht mit irgendwem aus diesen Branchen und Bereichen verwandt oder verschwägert.
Willi Ziffus am 24.05.2012 22:20 Uhr
Mann sollte, nein, man muss sogar grundsätzlich differenzieren um welche Art Veranstaltung es sich handelt, bzw. wer der Veranstalter ist.
Der Landesturnerbund und auch die Stadt Heilbronn sind keine Firmen deren geschäftlicher Sinn und Zweck die Durchführung von Partyveranstaltungen, Konzerten oder sonstigen Festen aller Arten sind. mit dem unternehmerischen Ziel daraus Gewinn zu erwirtschaften.
Das bitte muss doch zuerst mal grundsätzlich festgestellt und bekannt sein.
Beispiel: Es findet doch auch jede Woche Markt auf städtischem Gebiet, direkt am Marktplatz statt. Heisst das jetzt auch, dass die Stadt Heilbronn sich aus Gemüse-, Fisch- und Käseverkauf finanziert und daraus für sich Gewinn abschöpft?
Die Stadt verwaltet städtisches Gebiet und Gelände, welches sich im Eigentum der Gemeinschaft der Heilbronner Bürger befindet, für diese treuhänderisch, sorgt für dessen Einrichtung, Erhalt oder im Bedarfsfalle Erneuerung und versucht selbstverständlich auch einen Teil der Kosten die sich durch dieses Eigentum ergeben, durch Vermarktung dieses Eigentums erreichen zu können, ansonsten man nämlich etnweder solche Einrichtungen in Heilbronn für die Bürger gar nicht hätte oder aber die Bürger direkt für die Kosten solcher Institutionen dann selbst aufkommen und sich darum kümmern müssten.
Die Stadt Heilbronn organisiert für die Bürger Feste, nicht weil sie das müsste und schon gar nicht darf die Stadt zur Durchführung solcher Feste auch nur einen einzigen ungenehmigten Cent von Steuergeldern abzweigen.
Die Situation der Stadt ist also, die Bürger wollen eine attraktive Stadt, mit Festen und attraktiven Angeboten, die Stadt aber darf dafür kein Geld ausgeben. Geht nicht. Ist sogar strikt verboten.
Wie bekommt die Stadt es aber trotzdem hin für die Öffentlichenkeit und Allgemeinheit der Bürger attraktive Feste zu organisieren; mit Null Cent in der Partykasse?
In Heilbronn haben wir dazu einen Herrn Winkler mit seinem Team, die es irgendwie doch immer schaffen Wege zu finden, teilweise über Sponsoren, teilweise über Vermietung von Marktständen oder ähnlichem oder weil das Marketingteam schlicht und einfach für ein Fest der Bürger in Heilbronn sich selbst nicht zu schade ist auf die "Betteltour" zu gehen und um Unterstützung bitten.
Das grösste Problem dabei ist, dass so gut wie niemand irgendwas geben oder gar tun will, wenn es sich für ihn nicht lohnt, er nichts daran verdienen kann.
Kein Fest ohne Essen und trinken. Bitte glauben Sie aber nicht, dass Sie auch nur einen einzigen Lieferanten finden werden, wenn sie ihm nicht glaubhaft versichern können, dass er auf dem Fest nicht nur seine Selbstkosten an Material, Ware und vor allem Personalzusatzkosten wieder einspielen kann.
Lassen Sie z.B. bei einem Neckarfest nur einmal schlechtes Wetter haben, die Besucherzahlen entsprechen nicht den Erwartungen - schwupps - schon hat ein Bier- oder Wurstverkäufer an diesem Fest einen Verlust eingefahren. Und versuchen Sie dann einmal diese Anbieter für das nächste Fest wieder zu motivieren, dass er doch bitte seine Leistung für das nächste Fest wieder zu Verfügung stellen möchte, auch wieder natürlich ohne Schön-Wetter-Garantie; er also das Risiko dazu auch noch alleine zu tragen hat.
Ganz sicher, die Stadt verdient an solchen Festen überhaupt nichts. Dass darf sie sogar nicht.
Das Problem ist hautpsächlich, dass jeder aber an so einer Gelegenheit, eines Stadtfestes z.B., für sich selbst verdienen möchte. Inklusive Sicherheits- und inklusive Rettungsteams.
Stadtmarketiung zu betreiben heisst ständig die Quadratur des Kreises zu beweisen und als einziger Dank dass es dem Stadtmarketing gelingt, erhalten die Stadtmarketingabteilungen der Städte oft nur Undank und Unwillen der Bürger mitgeteilt, weil ihnen das eine oder andere nicht gefallen hatte oder sie lieber dieses oder jenes gehabt hätten.
Und - NEIN - ich bin weder städtischer Angestellter, noch Eventgastronom, noch Veranstalter, auch nicht mit irgendwem aus diesen Branchen und Bereichen verwandt oder verschwägert.