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Neuer Recyclinghof und Wohnraum für 110 Bürger

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OB Harry Mergel skizziert die Weiterentwicklung des Stadtteils Kirchhausen. Wohngebiet im Ortskern wird erschlossen. Ohne Treppensteigen sollen Bürger künftig Wertstoffe in Container im neuen Recyclinghof werfen.

von Carsten Friese
Brachte auch einige positive Nachrichten mit: Oberbürgermeister Harry Mergel auf der Bürgerversammlung in der Kirchhausener Deutschordenshalle. Foto: Nico Kurth
Brachte auch einige positive Nachrichten mit: Oberbürgermeister Harry Mergel auf der Bürgerversammlung in der Kirchhausener Deutschordenshalle. Foto: Nico Kurth  Foto: NICO KURTH

Wo die Stadt in Kirchhausen zuletzt investiert hat und noch investieren wird, beleuchtete OB Harry Mergel vor der Diskussionsrunde in der Bürgerversammlung in Kirchhausen. Eine klare Aussage: Der Stadtteil soll weiter wachsen.

Das innerörtliche Baugebiet Buckelgärten soll mit Eigenheimen im Zentrum und Geschosswohnungsbau am Rand nachverdichtet werden. Auf drei Hektar Fläche soll Platz für 110 Menschen entstehen. Das Umlegungsverfahren soll bis Ende 2023 abgeschlossen werden, danach soll die Erschließung beginnen. Dass man dort - wie im Eingemeindungsvertrag verankert - Bürger aus Kirchhausen bei der Platzvergabe bevorzugen sollte, forderte ein Anwohner mit Nachdruck.

Neuer Spielplatz mit Hügelrutsche und Trampolin soll bis Sommer fertig sein

Im Baugebiet Wittumäcker II haben die Arbeiten für einen neuen Kinderspielplatz begonnen. Voraussichtlich Mitte 2022 soll er eingeweiht werden. 240.000 Euro investiert die Stadt in das Areal mit Hügelrutsche, Schaukel, kleinem Trampolin, Sandbereich, Klettergerät, Tischtennisplatte und Sitzbänken.

Zum Kreisverkehr-Bau im Ortskern (Kosten: 1,51 Millionen Euro) sagte Mergel, dass er "noch in diesem Jahr" fertiggestellt werden soll. Ein solcher Ausbau gehe nicht ohne Beeinträchtigungen, warb er um Verständnis. Im Zuge dieser Baustelle wird auch die Deckschicht der Schlossstraße saniert. Im kommenden Jahr ist die Sanierung der Asphaltschicht in der Deutschritterstraße geplant (Kosten: 230.000 Euro). Sanierungsarbeiten stehen zudem in der Schultheiß-Hammer-Straße (140.000 Euro) und der Poststraße (175.000 Euro) bevor.

Neue Buslinie 670: Bürger sollten sie nutzen, bald wird über deren Weiterbestand entschieden

Coronabedingt verzögert hat sich der Ausbau der Radroute Nordwest. Baustart für die 11,4-Kilometer-Strecke soll nun das Jahresende sein. Zudem sollen noch in diesem Jahr die Lücken bei Radwegen nach Massenbach und Leingarten geschlossen werden. Die Stadt investiert hier 165.000 Euro.

Bei der Testbuslinie 670 von Massenbachhausen über Kirchhausen, Biberach und die Böllinger Höfe zum SLK-Klinikum appellierte der Oberbürgermeister daran, die Linie zu nutzen. In den ersten neun Monaten sei die Nachfrage zufriedenstellend gewesen, mit Corona seien die Fahrgastzahlen eingebrochen. Ehe über ein Weiterführen der Linie diskutiert wird, sollen im Herbst und Frühjahr Fahrgastzählungen als Basis erhoben werden.

Die Bushaltestelle Wimpfener Weg wiederum soll im kommenden Jahr barrierefrei umgebaut werden. Kosten: rund 60.000 Euro. Und: Der Bau eines modernen Recyclinghofes in der Ernst-Abbe-Straße im Gewerbegebiet soll in den nächsten Tagen beginnen. Der Hof ist so konzipiert, dass Anlieferer aus Kirchhausen und Biberach die tiefergestellten Container von einer höher liegenden Ebene ebenerdig befüllen können. "Das Treppensteigen mit schweren Abfällen entfällt künftig", bekräftigte Mergel. 630.000 Euro Ausgaben sind hier geplant.

Eine klare Antwort gab es zum Grüncontainer nahe der syrisch-orthodoxen Kirche (Schlossstraße): "Er bleibt in Kirchhausen erhalten", hieß es aus Reihen der Verwaltung.

 

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