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Kurioser Sofadiebstahl bei den Heilbronner Gartenträumen

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Diebe haben in der Nacht auf Sonntag Boxen entwendet, die sich im Areal der Heilbronner Gartentage befanden - trotz Zaun und Security. Der Besitzer streitet mit der HMG um eine Entschädigung und erhebt Vorwürfe.

Der Birkenwald neben der Eishalle war bei den Besuchern der Gartenausstellung beliebt. In der Nacht von Samstag auf Sonntag entwendeten Unbekannte jedoch zwei der Boxensofas.
Der Birkenwald neben der Eishalle war bei den Besuchern der Gartenausstellung beliebt. In der Nacht von Samstag auf Sonntag entwendeten Unbekannte jedoch zwei der Boxensofas.  Foto: Nicole Mücke

Reimund Fischer traute seinen Augen kaum. Als er am vergangenen Sonntagmorgen um 7.30 Uhr zu seiner Café-Lounge im Birkenwald hinter der Eishalle kam, fehlten zwei seiner Sofaboxen. Die Boxen im Wert von rund 3000 Euro waren Anlaufstelle für viele Besucher der Heilbronner Gartentage rund um den Hagenbuchersee, weil sie während des Rundgangs zum Verweilen einluden.

Am Abend zuvor hatte Fischer das Mobiliar um 22 Uhr noch an Ort und Stelle gesehen, bevor er sich auf den Heimweg machte. Da das Gelände umzäunt und bewacht war, muss der Diebstahl sehr geplant vor sich gegangen sein.


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"Aktuell ist noch unklar, wie es der unbekannten Täterschaft gelang, die Gartenmöbel zu entwenden und abzutransportieren", sagt die ermittelnde Polizei auf Anfrage. Weitere Diebstähle habe es während der Veranstaltung laut Angaben einer Polizeisprecherin nicht gegeben.

Vorwürfe gegen Veranstalter

"Ich verstehe nicht, dass die Security von dem Diebstahl nichts bemerkt hat", ärgert sich Fischer und erhebt Vorwürfe gegen die Heilbronn Marketing GmbH (HMG), die die Gartentage ausrichtet. "Das Stadtmarketing hat hier geschlampert. Fünf Personen Security für die ganze Veranstaltungsfläche ist einfach zu wenig", kritisiert der 58-Jährige, der eine Eventfirma in Flein besitzt und als Sponsor der Gartentage aufgetreten ist.

Enttäuscht zeigt er sich zudem, dass Steffen Schoch, Geschäftsführer der HMG, nicht bereit ist, zumindest einen Teil des Schadens zu ersetzen. "Das Gelände war angemessen abgesichert. Die Zahl der Mitarbeiter hatten wir mit der Security-Firma abgestimmt", verteidigt sich Schoch, der betont, "den Vorfall zu bedauern". Ein Ausgleich aus Kulanz-Gründen komme für ihn aber nicht in Frage. "Die Verträge sind klar, aus welchem Etat soll ich das denn bezahlen?", fragt der HMG-Chef.

Keine Unterstützung mehr

Das sieht Reimund Fischer, der spürbar sauer ist, ganz anders. Er kündigt gegenüber der Stimme an, keine Veranstaltung in der Stadt mehr zu unterstützen. "Heilbronn ist gefährlich und unsicher", behauptet Fischer und kritisiert die Gartentage generell: "Es gab ein erhöhtes Eintrittsgeld, ein geringeres Angebot für die Gäste und die Sponsoren werden beklaut", lautet sein Vorwurf. "Diese Aussage halte ich für völlig überzogen", kritisiert Schoch. Tatsächlich wurde der Eintrittspreis für die Veranstaltung, die seit 2018 zum dritten Mal stattfand, im Vergleich zu 2019 um einen Euro von fünf auf sechs Euro erhöht (Ermäßigte drei auf vier). Das Eintrittsgeld konnte für einen Einkauf bei Pflanzen Kölle verwendet werden.

Immerhin hatten laut HMG-Angaben rund 7000 Menschen an den beiden Tagen den Weg ans Heilbronner Neckarufer gefunden, um die rund 100 Stände mit Waren rund um den Garten zu besuchen. Die Aussteller konnten ein Freiland Basispaket mit einer Fläche von neun Quadratmetern zu 130 Euro buchen. Das Paket in der Eishalle kostete 80 Euro.

 

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