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Kinder-Uni: Coole Themen übers und fürs Gehirn

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Acht- bis Zwölfjährige können sich jetzt wieder für vier kostenlose Vorlesungen der Kinder-Uni anmelden.

Manchmal wird vor Ort auch experimentiert, wie hier im vergangenen Herbstsemester beim Thema „Unsere Welt im (Klima)Wandel“.
Manchmal wird vor Ort auch experimentiert, wie hier im vergangenen Herbstsemester beim Thema „Unsere Welt im (Klima)Wandel“.  Foto: Kunz, Christiana

Was ist da unten im Meer los? Jedenfalls viel mehr als nur schwimmende Fische im Wasser. Was genau es mit allen (Kleinst-)Lebewesen im Ozean auf sich hat, wie wichtig sie für den Lebensraum sind und was das mit unseren Badeseen zu tun hat, in die wir im Sommer springen, erfahren acht- bis zwölfjährige Kinder im Sommersemester bei der Kinder-Uni.

Leicht verständlich

Auch dieses Mal hat die Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken (AIM), die die Vorlesungen in Kooperation mit der Hochschule Heilbronn sowie der Heilbronner Stimme anbietet, vier Themen ausgewählt. Dozentinnen und Dozenten, die sonst vor erwachsenem Publikum sprechen, erklären sie den Kindern anschaulich und leicht verständlich. Dass das sehr gut ankommt, zeigen die 130 Anmeldungen, die es schon jetzt für den ersten Termin im April gibt, wie Jonathan Kunz, zuständig für die Kinder-Uni und Ferienakademien der AIM, berichtet. Auch für die übrigen Termine gibt es bereits je 100 Anmeldungen.

Computerthemen

Die Themen sind dieses Sommersemester ein bisschen „hirnlastig“, sagt Kunz. Sie knüpften sehr an die aktuellen Diskussionen und Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz an – und einfach mit Blick auf Technik, Internet und IT grundsätzlich an die Interessen der Kinder, denn: „Computerthemen gehen immer“, weiß Kunz aus Erfahrung. „Das zieht.“

Kurz und knackig, das sind die Vorlesungen jedes Mal. Erst eine Dreiviertelstunde zuhören, danach können Fragen gestellt werden. Das sei auch jedes Mal spannend für die Dozentinnen und Dozenten, sagt Kunz. „Kinder fragen offen und direkt, das eröffnet manchmal ganz neue Blickwinkel.“ Das ist auch ein Grund, warum Referenten gerne erneut kommen, wie dieses Semester etwa mit weiter Anfahrt Dr. Kai Hamburger von der Uni Gießen.

„Er war schon einmal hier, um über optische Täuschungen zu reden, dieses Mal geht es darum, wie sich der Mensch unbewusst mit der Nase orientiert“, verrät Jonathan Kunz. Die Vorlesungen finden übrigens nur noch mittwochs und freitags statt und damit an jenen Tagen, die meist nicht durch Nachmittagsunterricht an den Schulen belegt sind.

Anmeldung

Über www.aim-akademie.org/kinderuni, per Telefon unter 07131 390970 oder per E-Mail an teilnehmerservice@aim-akademie.org. Die Teilnahme ist durch die Förderung der Dieter-Schwarz-Stiftung kostenlos.


Die einzelnen Themen sind:

 

Das Gehirn – ein Giga-Computer?

Das neue Semester der Kinder-Uni startet mit einem sehr spannenden Thema: „Das Gehirn – ein Giga-Computer?“ heißt die Vorlesung am 26. April. Professorin Alexandra Reichenbach spricht darüber, dass sowohl unser Gehirn als auch der Computer „intelligent“ sind. Doch wie funktionieren beide – wo sind die Gemeinsamkeiten und wo grenzen sie sich voneinander ab? Und wie arbeiten beide „Intelligenzen“ möglichst gut zusammen? Alexandra Reichenbach hat Informatik, Psychologie und Neurowissenschaften studiert. Seit 2016 ist sie Professorin für Psychologie in der Informatik an der IT Fakultät der Hochschule Heilbronn. Hier beschäftigt sie sich damit, Informatikern beizubringen, wie die Benutzer ihrer Software „ticken“. Damit können diese dann Apps erstellen, die gut zu bedienen sind.

Das Gehirn – ein Giga-Computer?

Vorlesung am Mittwoch, 26. April, 15 bis 16 Uhr,

Aula Campus Heilbronn-Sontheim


Mit Mikroorganismen das Meer beobachten

Von Mikroorganismen, Bakterien und Plankton haben die Kinder bestimmt schon einmal gehört. Das sind alles kleine Lebewesen, die aber große Bedeutung für die Umwelt haben. Und genau darum geht es in dieser Kinderuni.

Dr. Theodor Sperlea erklärt, was man alles über Wasser und Wasserqualität erfahren kann, wenn man weiß, was darin lebt, und dass Computer und Mikroorganismen ein super Team für die Erforschung der Ostsee bilden. Oder des heimischen Badesees vor der eigenen Haustür. 

Theodor Sperlea ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde und forscht an der Analyse von komplexen mikrobiellen Gemeinschaften in der Ostsee. Er hat Mikrobiologie in Marburg studiert.

Mit Mikroorganismen das Meer beobachten

Vorlesung am Mittwoch, 17. Mai, 15 bis 16 Uhr,

Forum Bildungscampus


Was lernen wir im Computerspiel?

Computerspiele sind ... quasi überall! Egal ob am PC, an einer Konsole oder unterwegs am Smartphone: Nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei Erwachsenen ist die Freizeitbeschäftigung extrem beliebt. Die Anzahl an Spielmöglichkeiten ist schier unendlich. Je öfter wir zum Beispiel das beliebte „Fifa“ spielen, in dem es um Fußballsimulationen geht, desto besser gelingt es uns mit der Zeit, das Tor zu treffen.

Doch was ändert sich im Gehirn, wenn wir konzentriert und fasziniert auf ein Display schauen und Computerspiele machen? Das ist das Thema dieser Kinder-Uni-Vorlesung.

Professor Uwe Ilg von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen wird es den Kindern am Beispiel unserer Augen und unseres Sehens erklären. 

Was lernen wir im Computerspiel?

Vorlesung am Mittwoch, 14. Juni, 15 bis 16 Uhr,

Forum Bildungscampus


Immer der feinen Nase nach

Dass Hunde, Mäuse, Ameisen und viele, viele andere Tiere sich mit der Nase in der Natur orientieren können und über einen exzellenten Geruchssinn verfügen, wissen Kinder bestimmt. Aber auch, dass wir Menschen dazu ebenfalls in der Lage sind?

Bei Menschen ist es nämlich so: Wir verlassen uns vor allem auf unsere Augen und unsere Ohren, doch unsere Nase unterschätzen wir oft. Aber können wir nicht vielleicht auch riechen, ob wir an einer Kreuzung rechts oder links abbiegen wollen? Wie gut findet unsere Nase den Weg?

Eine sehr spannende Frage, mit der sich Dr. Kai Hamburger – er ist Akademischer Rat an der Universität Gießen – in der letzten Kinder-Uni des Sommersemesters gemeinsam mit den jungen Studierenden beschäftigt. 

Immer der Nase nach

Vorlesung am Freitag, 7. Juli, 15 bis 16 Uhr,

Forum Bildungscampus

 

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