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Heilbronn

Drei Siegerentwürfe für neue Kindergärten in Heilbronn

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Gewinner des Architekturwettbewerbs vorgestellt - Ressourcenschonung und Umsetzbarkeit waren für die Jury entscheidend. Das ist geplant.

Von Peter Klotz
Sollen den Ersatzneubau für die Kita Lotte Lemke realisieren: Josef Hämmerl (Dritter von links) und Joelina Bailer (Zweite von rechts) erläutern ihre Entwürfe vor Agnes Christner und Andreas Ringle.  
Foto: Peter Klotz
Sollen den Ersatzneubau für die Kita Lotte Lemke realisieren: Josef Hämmerl (Dritter von links) und Joelina Bailer (Zweite von rechts) erläutern ihre Entwürfe vor Agnes Christner und Andreas Ringle. Foto: Peter Klotz  Foto: Peter Klotz

Ein schöner Tag für unser Amt" war für Bürgermeisterin Agnes Christner die Bekanntgabe der Preisträger im Architekturwettbewerb für drei Kindertagesstätten. "Frühkindliche Bildung muss ein Schwerpunkt sein", meinte sie. Die Stadt nehme das ernst.

Heilbronn sei die einzige Großstadt in Baden-Württemberg, die im Kindergarten keine Gebühren für Kinder ab 3 Jahre verlange. Außerdem kämen zu den 4684 Plätzen für Kinder über drei Jahren und 1400 Plätzen für die Krippe jetzt 220 neue dazu.

Zwar sei dies kein Fortschritt in der Betreuungsquote von 36 Prozent, die seit Christners Einstieg ins Amt 2014 konstant geblieben ist, doch immerhin könne die Stadt den Eltern, mit denen man im Austausch sei, Angebote für eine Betreuung machen. Neubauten brächten nicht nur mehr Betreuungplätze, auch die Erzieherinnen, die überall dringend gesucht würden, profitierten von attraktiven Rahmenbedingungen. Baubürgermeister Andreas Ringle lobte den Weg über einen Architektenwettbewerb, der bei 28 beteiligten Architekturbüros tolle Ideen gebracht habe.

Baubeginn könnte 22025 sein

Die Jury einigte sich schließlich auf drei Entwürfe, die durch Ressourcenschonung, Kompaktheit und Umsetzbarkeit bestachen. Baubeginn der Kitas könnte 2025 sein, die letzte Entscheidung trifft aber der Gemeinderat. Die Bauten werden - je nach Haushaltslage - nacheinander umgesetzt.

Geleitet wurde die 28-köpfige Jury von der Stuttgarter Architektin Bärbel Hoffmann. Beteiligt waren Vertreter der Verwaltung und des Gemeinderats sowie weitere Fachleute, insgesamt "eine sehr heterogene Gruppe". Von den 28 eingereichten Vorschlägen wurden schon am ersten Tag die vier besten für jedes Projekt herausgefiltert. Danach wurden eine Reihenfolge festgelegt und schließlich die Sieger bestimmt. Die Regeln lassen aber zu, dass im weiteren Verlauf auch Entwürfe realisiert werden könnten, die jetzt nicht auf Platz eins liegen.

Kita Becker-Franck im Badenerhof mit variablen Küchen- und Essbereich

Die drei geplanten Erweiterungen und Neubauten von Kindertageseinrichtungen liegen im Badenerhof, in Horkheim und Böckingen. Der Siegerentwurf für den Erweiterungsbau der Kindertageseinrichtung Becker -Franck im Badenerhof kommt von Architekt Frank Heinz aus Waldkirch. Die Jury war angetan, wie die vorhandene radiale Struktur aufgenommen und in einen gemeinsamen Eingangshof integriert wird. Clever gelöst sei der variable Küchen- und Essbereich. Den Gruppenräumen vorgelagert ist in beiden Geschossen eine Loggia, die als Sonnenschutz und Fluchtweg dient.

Kita Lotte Lemke besticht mit grüner Oase

Mit ihrem Plan für den Ersatzneubau für die Kita Lotte Lemke in Horkheim überzeugte das Architekturbüro MGF Stuttgart mit Josef Hämmerl und Joelina Bailer. Die grüne Oase mit Baumbestand am nördlichen Rand macht es möglich, dass die Kinder in eine ganz eigene Welt eintauchen. Der Plan besticht durch einfache Erschließung und perfekte Verbindung zum Garten. Der Innenbereich wird durch Lichthauben und -höfe erhellt, ist kompakt und trotzdem nicht eng.

Im Kreuzgrund bleibt die ländliche Umgebung präsent

Das größte Projekt ist im Böckinger Kreuzgrund. Den Siegerentwurf legte das Büro Se/arch" von Stefanie und Stephan Eberding vor, für die der Grünraum mit Landwirtschaft prägende Umgebung ist, die präsent sein sollte. Die Gruppenräume an den Köpfen des langen Baukörpers schaffen einen optischen Hintergrund, der neben der pädagogischen Arbeit das Wohlbefinden unterstützt. So sollen die Kinder in eine kleine Heimat hineinwachsen.

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