Basiskompetenzen müssen vorhanden sein: AIM fördert Schüler
Die Akademie für Innovative Bildung und Management aus Heilbronn stellt die Sprachförderung neu auf. Handlungsbedarf sehen die Verantwortlichen auch in einem weiteren Fach.
Viele Viertklässler haben in den Schulen große Probleme, und die Rückstände werden größer. Bei den Basiskompetenzen in Deutsch und Mathe hapert es, das haben erst dieser Tage Berliner Bildungsforscher in einer Studie aufgezeigt. An neuen Angeboten arbeitet die Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken (AIM) schon lange, doch kommen die jetzt vorgelegten Projekte passend zur Studie.
Die Grundlagen sind wichtig
Basiskompetenzen müssen vorhanden sein. Einen Baustein dafür will die AIM mit Mathe-Kursen an Grundschulen legen. „Die Nachfrage ist da“, erzählt AIM-Geschäftsführerin Tatjana Linke. Um den Anfragen der Grundschulen gerecht zu werden, sollen weitere Förderdozenten für Mathematik gewonnen und ausgebildet werden.
Worum es geht? „Ich kann kein Mathe“ – Kinder sollen erst gar nicht solche Gedanken haben. Mädchen und Jungen, denen Mathe in der Klasse schwer fällt, sollen in kleinen Gruppen unterstützt werden und Erfolgserlebnisse haben – und gerade nicht nur mit Misserfolgen im Unterricht konfrontiert werden. Die Blockade im Kopf zu lösen, das ist das Ziel dieses Programms. Sich auf das Denken der Kinder einlassen, ihnen ein Gefühl für Dimensionen und große Zahlen geben, das soll mit den Förderstunden gelingen.
Wenn Deutsch auch in Mathe wichtig ist
Was steckt hinter dem Wort Addition, was ist eine Multiplikation, wie ist das Wort „insgesamt“ in einer Mathe-Textaufgabe zu verstehen? Manche Kinder können damit nichts anfangen. Umgangssprache ist das eine, die sogenannte Bildungssprache, mit denen im Unterricht oft unbewusst gearbeitet wird, aber etwas ganz anderes. Die AIM ist auch in der Sprachförderung aktiv.

An weiterführenden Schulen legt sie den Schwerpunkt zukünftig auf einen anderen Bereich: In Regelklassen sollen Kinder und Jugendliche gefördert werden, die beispielsweise mit dem speziellen Schul-Wortschatz Probleme haben und deshalb unter anderem mit Text-Aufgaben in Mathe Probleme haben. „Schule ist mehr als Umgangssprache“, sagt Tatjana Linke.
Deutsch-Förderung steht allen weiterführenden Schularten offen
Für diese Kurse können sich interessierte Schulen bei der AIM melden. Die Angebote sind einerseits offen für Flüchtlinge, die in sogenannten Vorbereitungskursen Deutsch gelernt haben und jetzt in Regelklassen unterrichtet werden – aber nicht ausschließlich. Wer in der Grundschule in Deutsch unterstützt wurde, werde nicht allein durch einen Wechsel an eine weiterführende Schule automatisch besser.
„Es braucht Kontinuität“, sagt Tatjana Linke. Lehrer wüssten, welche Schüler dafür infrage kommen könnten. Alle weiterführenden Schularten könnten sich melden. „Es kann jederzeit losgehen“, sagt die AIM-Geschäftsführerin. „Wir haben Kapazitäten.“
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