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Der FC Union Heilbronn ist jetzt offizielles Jugendförderzentrum

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Heilbronner Fußballclub setzt mit neuem Partnerverein "Anpfiff ins Leben" auf ganzheitlichen Erfolg in der Nachwuchsarbeit.

Dietmar Pfähler (vorne v.l.), Karin Schüttler, Can Kara, Yannick Roos (hinten v.l.), Dominik Hager und Markus Junker wollen die Jugend nach vorne bringen.
Dietmar Pfähler (vorne v.l.), Karin Schüttler, Can Kara, Yannick Roos (hinten v.l.), Dominik Hager und Markus Junker wollen die Jugend nach vorne bringen.  Foto: Berger, Mario

Der FC Union Heilbronn ist neuer Partner des Walldorfer Vereins "Anpfiff ins Leben". Nach einer vorangegangenen Projektphase ist der Fußballclub damit jetzt offiziell Jugendförderzentrum der Organisation, die von der Dietmar-Hopp-Stiftung gesponsert wird. "Ziel ist es, die jungen Fußballer in den Lebensbereichen Sport, Schule, Beruf und Soziales zu unterstützen", so Dietmar Pfähler, Vorsitzender von "Anpfiff ins Leben". Die Partnerschaft habe auch das Ziel, den Verein sportlich nach vorne zu bringen. So habe der Nachwuchs die nötige Motivation, langfristig im Verein zu spielen.

Projektphase startete vor drei Jahren

"Vor drei Jahren hat die Reise begonnen", sagt Unions-Vorsitzender Can Kara. "Seitdem hat sich die Jugendarbeit sehr positiv entwickelt", resümiert der Chef des rund 500 Mitglieder starken Vereins. Möglich gemacht hat diese Kooperation die Dieter-Schwarz-Stiftung, betont Pfähler. "Ohne sie wären wir nicht in Heilbronn", so der Vorsitzende der Organisation. Nach der Projektphase ziehe sich die Schwarz-Stiftung jetzt weitestgehend zurück. Die Kosten für die Partnerschaft übernimmt die Hopp-Stiftung.

So fließen künftig bis zu 200.000 Euro jährlich in die Jugendarbeit des FC Union. Das Geld ist ausschließlich für den Nachwuchs reserviert. Die Union hat keinen Zugriff. Die Entscheidungen, wie das Geld eingesetzt wird, entscheidet "Anpfiff ins Leben".

Zwei hauptamtliche Mitarbeiter haben das Heft in der Hand

Unter anderem werden zwei hauptamtliche Mitarbeiter finanziert, die bei der Union jetzt das Heft bei der Jugendarbeit mit aktuell 14 Mannschaften in der Hand haben. Einer davon ist Yannik Roos. "Ich lebe für den Sport und für den Fußball", sagt der Hochschulabsolvent. Er wird künftig für den Bereich Jugendsport zuständig sein.


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So will der Verein Anpfiff ins Leben die Jugend fördern


Damit hat er nicht nur ein gewichtiges Wort bei der Trainerauswahl und den Kadern der Jugendmannschaften mitzureden. Er ist darüber hinaus auch für das sportliche Management zuständig. Er wählt Turniere aus, bei denen der Nachwuchs antritt. Oder stellt eigene Events auf die Beine.

"Anpfiff ins Leben" fördert aber nicht nur den sportlich Erfolg. "Unser Ansatz ist ganzheitlich", sagt Pfähler. Demnach werden die Nachwuchskicker auch im sozialen Miteinander und in der Schule gefördert. "Wir begleiten die jungen Erwachsenen auch bis ins Berufsleben", sagt Pfähler. Dafür ist Dominik Hager zuständig. Er ist Koordinator für die Bereiche Schule, Beruf und Soziales am neuen Heilbronner Standort des Vereins.

Sportlicher Erfolg der ersten Mannschaft im Blick

Die neue Partnerschaft ist langfristig angelegt. Die Hopp-Stiftung habe das bereits bestätigt, so Pfähler. Kontinuität und Perspektive im und für den Verein seien Ziele der Zusammenarbeit. Das bedeute auch, dass "Anpfiff ins Leben" die erste Mannschaft der Union im Blick hat, die in der Bezirksliga spielt. Sportlicher Erfolg und der Aufstieg in höherklassigere Gefilde böten dem Nachwuchs die nötige Motivation, um dem Verein die Treue zu halten.

Karin Schüttler, Leiterin des Schul-, Kultur- und Sportamts der Stadt Heilbronn, begrüßt die neue Partnerschaft ausdrücklich. Anfangs habe die Verwaltung von der Kooperation gar nichts gewusst. "Dann haben wir aber ganz schnell festgestellt, dass es ein tolles Konzept ist." Schüttler sagt die Unterstützung der Stadt zu, unter anderem mit Räumen, in denen Betreuung oder Schulungen stattfinden.

Auch Dietmar Pfähler ist an einer guten Zusammenarbeit mit der Stadt gelegen. Derzeit betreibt sein Verein Partnerschaften an zehn Standorten. "Wir bringen uns auch immer gerne für die Kommunen ein", sagt der Vorsitzende.

Der Verein Anpfiff ins Leben

Seit 2001 unterstützt der Verein "Anpfiff ins Leben" junge Sportler und Menschen mit Amputation dabei, sich bestmögliche Perspektiven für die private und berufliche Zukunft zu schaffen. Über 60 festangestellte Mitarbeiter, 330 Trainer und 120 Lernbegleiter arbeiten für die Förderung der Jugend, und vermitteln Toleranz, Respekt, Fairness und Verantwortungsbewusstsein. Ein Netzwerk an Schulen, Hochschulen, Verbänden, Wirtschaftsunternehmen und sozialen Einrichtungen gestaltet das Angebot von Anpfiff ins Leben aktiv mit.

 

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