Böckinger Gemeindezentrum St. Kilian eingeweiht
Das Gemeindezentrum St. Kilian wurde am Sonntag nach zweieinhalb Jahren Bauzeit eingeweiht. Viel Lob der Gäste gab es für die besondere Architektur des Millionen-Projekts. Auch andere Vereine und Gruppen können die Räume nutzen.
Die riesige Freude stand allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben. "Es ist etwas Besonderes, ist richtig schön geworden. Vielleicht können wir das Herz werden für Böckingen." Nicht nur für Gesamtkirchenpfleger Theo Rappold ist mit dem neuen katholischen Gemeindezentrum St. Kilian eine markante Anlaufstelle in Alt-Böckingen entstanden. Rund 500 Gäste strömten am Sonntag nach zweieinhalb Jahren Bauzeit zur Einweihungsfeier des neuen Gemeindezentrums. Beim Festgottesdienst mit dem Cäcilia-Kirchenchor und dem Posaunenchor von St. Martinus gab es für einige Besucher nur noch Stehplätze.
In dem zweigeschossigen Klinker-Ensemble nebenan samt der neuen, geräumigen Kindertagesstätte kann das rege Gemeindeleben nun in modernem Ambiente stattfinden. Das alte, abgerissene Gemeindezentrum von 1945 hat einen schmucken Nachfolger.
Strahlkraft
5,5 Millionen Euro sind hier auf rund 1500 Quadratmetern Nutzfläche verbaut worden - und zusätzlich ist ein geräumiger Vorplatz zwischen Kirche und Gemeindezentrum entstanden. "Endlich ist dieser besondere Tag da", freute sich Pfarrer Siegbert Pappe. Er dankte allen Beteiligten und ehrenamtlich Engagierten, die sich mit Herzblut für das Projekt eingesetzt hätten. Das Haus solle "hineinwirken" in den Stadtteil. Die Gruppenräume und den großen Gemeindesaal dürfen auch andere Vereine oder Gruppen mieten.
Heilbronns Bürgermeister Martin Diepgen beglückwünschte alle Festgäste zum neuen Gemeindezentrum. "So ein Projekt kann Strahlkraft entwickeln" in den Stadtteil hinein. Es solle ein wichtiger Ort der Begegnung werden, sagte Diepgen. Mit einer "stattlichen Summe" von 2,7 Millionen Euro hat die Stadt das Projekt bezuschusst.
Für Architekt Marcus Teske ist der Bau "ein Lieblingsprojekt" geworden. Er hob die vielfältigen Raum- und Lichteindrücke hervor. Mit einer langen Rampe oben und einem Aufzug von der Ebene der Ludwigsburger Straße zur Ebene der Kirche ist ein barrierefreier Zugang für Rollstuhlfahrer und ältere Besucher problemlos möglich. Gesamtkirchenpfleger Theo Rappold lud alle Besucher zum Essensbüffet und Getränken ein, um den besonderen Tag gemeinsam zu genießen.
Wo man sich umhörte, gab es Lob für das schmucke Ensemble. "Es ist super", freut sich Kirchengemeinde-Mitglied Martin Naumann. Die neuen Räume seien wichtig für das starke Gemeindeleben. Dass sich der Klinkerbau gut in die typische Bausubstanz Alt-Böckingens eingliedert, freut ihn besonders. Auch Bezirksbeiratssprecher Matthias Suleder zeigte sich angetan "Das ist wunderbar, sehr gelungen. Es ist ein städtebauliches Highlight für Böckingen." Man sei "stolz" auf die neuen Gebäude, sagte Michael Nöthen, Vizevorsitzender im Kirchengemeinderat. Als "Schmuckstück für die Stadt Heilbronn" stufte Caritas-Regionalleiter Stefan Schneider das neue Ensemble ein. Durch die Struktur und die Angebote ist es für ihn "ein beispielhaftes Projekt der Inklusion und Integration".
Moderne Kita
Die Kinder in der Kindertagesstätte St. Kilian tollen bereits sei Juli in ihrem neuen Domizil herum. Auf 923 Quadratmetern hat die Kita beeindruckend viel Platz. Es gibt mehrere Schlafräume, große Bau- und Puppenecke, Atelier, eine moderne Küche. Für 65 Kinder ist hier Platz. "Wir sind sehr modern eingerichtet", freut sich Kita-Leiterin Kerstin Gromma. Und die Kinder fühlten sich hier wohl.

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